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	<title>Kommentare zu: Journalisten vs. Blogger (Ein Kriegsbericht)</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Von: Ulrike Langer</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6477</link>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 16:04:50 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Anna,

ich freue mich &#252;ber Ihren langen Kommentar und will versuchen, zu m&#246;glichst vielen Punkten Stellung zu nehmen. Ich f&#252;hle mich von Ihnen in wesentlichen Positionen missverstanden. Ich nehme Eva C. Schweitzer nicht in Schutz, weil sie wie eine Printjournalistin ist. Ich dachte, ich h&#228;tte das in Kommentaren und in meinem Blogpost ausreichend klargemacht. Ich kenne sie nicht pers&#246;nlich, und ihr Auftritt in dieser Sache macht sie mir unysmpathisch. Stefan Niggemeier hingegen kenne ich, den finde ich sehr sympathisch und seine Kompetenz steht au&#223;er Frage. Dennoch kritisiere ich Niggemeiers Verhalten in dieser Sache und pl&#228;diere daf&#252;r, auch die Position einer unsympathischen und arrogant auftretenden Journalistin wenigstens versuchsweise zu verstehen. Au&#223;erdem blogge ich selbst und habe schon von daher nichts gegen “die Blogger”. So einfach sind die Frontlinien also nicht.

Dass ein Mob &#252;ber Frau Schweitzer hergefallen ist – zu dieser Aussage stehe ich nach wie vor. Das bedeutet nat&#252;rlich nicht, dass sich jeder Kommentator oder Blogger daran beteiligt hat. Z&#252;ge eines Mobs zeigen sich f&#252;r mich auch darin, dass man einfach draufhaut, ohne nachzudenken. So behaupten viele, Philip habe nichts Falsches getan, es sei doch nur ein Zitat gewesen, ohne den Beitrag gesehen zu haben. Erst die verbale Keule schwingen und dann in einem zweiten Kommentar fragen: Was war eigentlich das Zitat? – das habe ich mehrfach gelesen. Schlimmer fand ich aber die Verbalinjurien und den unverhohlenen Sexismus in manchen Kommentaren.

Gerade in den letzten zwei, drei Tagen – mit etwas Abstand zu Sache – gibt es aber auch immer mehr differenzierte Positionen zu lesen, die ich teile. Leider habe ich sie nicht gebookmarkt, sonst w&#252;rde ich mal 4 oder 5 verlinken (und ich habe keine Zeit, mir alle Diskussion auf mittlerweile 10 oder 12 Blogs nochmal anzusehen). Aber vorhin habe ich z.B. diesen Blogeintrag gefunden: http://www.dragstripgirl.de/netzwelt/der-triumph-der-vernunft/

Ich bleibe auch bei meiner Meinung, dass die F&#228;lle Schweitzer und Jako / Wolfskin nicht vergleichbar sind. Der entscheidende Unterschied: Eva Schweitzer hat erkannt, dass sie &#252;ber das Ziel hinausgeschossen ist und die Abmahnung sofort zur&#252;ckgenommen. Aus dem anschlie&#223;enden Wortgefecht mit w&#252;tenden Kommentatoren, die einfach nicht aufh&#246;rten – mit Z&#252;gen eines Mobs – h&#228;tte sie sich einfach heraushalten sollen. Aber so souver&#228;n ist sie wohl nicht. Jako und Wolfskin sind stur bei Ihrer Haltung geblieben und erst als der &#246;ffentliche Druck zu gro&#223; wurde, eingeknickt. Ich sehe da einen gro&#223;en Unterschied, Sie offenbar nicht.

Was ich wirklich schade f&#228;nde: Wenn diese Diskussion als Emp&#246;rungswelle beim Einzelfall verharrt und dann einfach wieder abebbt (bis zum n&#228;chsten Einzelfall. Bei Freischreiber (habe ich oben verlinkt) gibt es einen interessanten Ansatz, dass freie Journalisten f&#252;r ihre berechtigten urheberrechtlichen Anspr&#252;che ein gemeinsames praktikables und differenziertes Durchsetzungsmodell entwickeln sollten. Denn wie schon Eva Schweitzer (leider erst NACH der Abmahnung) erkannt hat: Nicht einzelne Blogger, die sich im Zitatrecht nicht auskennen, sondern systematisch contentklauende Verlage und kommerzielle Portale sind das Problem f&#252;r freie Journalisten.

Anmerkung: Da Annas Kommentar identisch zu  meinem Post http://medialdigital.de/2009/10/30/blogger-und-journalisten-das-ewige-feindbild/
bei medialdigital eingegangen ist, habe ich auch identisch darauf geantwortet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Anna,</p>
<p>ich freue mich &#252;ber Ihren langen Kommentar und will versuchen, zu m&#246;glichst vielen Punkten Stellung zu nehmen. Ich f&#252;hle mich von Ihnen in wesentlichen Positionen missverstanden. Ich nehme Eva C. Schweitzer nicht in Schutz, weil sie wie eine Printjournalistin ist. Ich dachte, ich h&#228;tte das in Kommentaren und in meinem Blogpost ausreichend klargemacht. Ich kenne sie nicht pers&#246;nlich, und ihr Auftritt in dieser Sache macht sie mir unysmpathisch. Stefan Niggemeier hingegen kenne ich, den finde ich sehr sympathisch und seine Kompetenz steht au&#223;er Frage. Dennoch kritisiere ich Niggemeiers Verhalten in dieser Sache und pl&#228;diere daf&#252;r, auch die Position einer unsympathischen und arrogant auftretenden Journalistin wenigstens versuchsweise zu verstehen. Au&#223;erdem blogge ich selbst und habe schon von daher nichts gegen “die Blogger”. So einfach sind die Frontlinien also nicht.</p>
<p>Dass ein Mob &#252;ber Frau Schweitzer hergefallen ist – zu dieser Aussage stehe ich nach wie vor. Das bedeutet nat&#252;rlich nicht, dass sich jeder Kommentator oder Blogger daran beteiligt hat. Z&#252;ge eines Mobs zeigen sich f&#252;r mich auch darin, dass man einfach draufhaut, ohne nachzudenken. So behaupten viele, Philip habe nichts Falsches getan, es sei doch nur ein Zitat gewesen, ohne den Beitrag gesehen zu haben. Erst die verbale Keule schwingen und dann in einem zweiten Kommentar fragen: Was war eigentlich das Zitat? – das habe ich mehrfach gelesen. Schlimmer fand ich aber die Verbalinjurien und den unverhohlenen Sexismus in manchen Kommentaren.</p>
<p>Gerade in den letzten zwei, drei Tagen – mit etwas Abstand zu Sache – gibt es aber auch immer mehr differenzierte Positionen zu lesen, die ich teile. Leider habe ich sie nicht gebookmarkt, sonst w&#252;rde ich mal 4 oder 5 verlinken (und ich habe keine Zeit, mir alle Diskussion auf mittlerweile 10 oder 12 Blogs nochmal anzusehen). Aber vorhin habe ich z.B. diesen Blogeintrag gefunden: <a href="http://www.dragstripgirl.de/netzwelt/der-triumph-der-vernunft/" rel="nofollow">http://www.dragstripgirl.de/netzwelt/der-triumph-der-vernunft/</a></p>
<p>Ich bleibe auch bei meiner Meinung, dass die F&#228;lle Schweitzer und Jako / Wolfskin nicht vergleichbar sind. Der entscheidende Unterschied: Eva Schweitzer hat erkannt, dass sie &#252;ber das Ziel hinausgeschossen ist und die Abmahnung sofort zur&#252;ckgenommen. Aus dem anschlie&#223;enden Wortgefecht mit w&#252;tenden Kommentatoren, die einfach nicht aufh&#246;rten – mit Z&#252;gen eines Mobs – h&#228;tte sie sich einfach heraushalten sollen. Aber so souver&#228;n ist sie wohl nicht. Jako und Wolfskin sind stur bei Ihrer Haltung geblieben und erst als der &#246;ffentliche Druck zu gro&#223; wurde, eingeknickt. Ich sehe da einen gro&#223;en Unterschied, Sie offenbar nicht.</p>
<p>Was ich wirklich schade f&#228;nde: Wenn diese Diskussion als Emp&#246;rungswelle beim Einzelfall verharrt und dann einfach wieder abebbt (bis zum n&#228;chsten Einzelfall. Bei Freischreiber (habe ich oben verlinkt) gibt es einen interessanten Ansatz, dass freie Journalisten f&#252;r ihre berechtigten urheberrechtlichen Anspr&#252;che ein gemeinsames praktikables und differenziertes Durchsetzungsmodell entwickeln sollten. Denn wie schon Eva Schweitzer (leider erst NACH der Abmahnung) erkannt hat: Nicht einzelne Blogger, die sich im Zitatrecht nicht auskennen, sondern systematisch contentklauende Verlage und kommerzielle Portale sind das Problem f&#252;r freie Journalisten.</p>
<p>Anmerkung: Da Annas Kommentar identisch zu  meinem Post <a href="http://medialdigital.de/2009/10/30/blogger-und-journalisten-das-ewige-feindbild/" rel="nofollow">http://medialdigital.de/2009/10/30/blogger-und-journalisten-das-ewige-feindbild/</a><br />
bei medialdigital eingegangen ist, habe ich auch identisch darauf geantwortet.</p>
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		<title>Von: Anna</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6467</link>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 00:15:52 +0000</pubDate>
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		<description>@ Ulrike Langer (10) Bei allem Respekt (ich sch&#228;tze Sie sehr als Journalistin) und der Sympathie f&#252;r eine Kollegin; aber hier bin ich anderer Meinung. Es ist kein „geifernder Blogger-Mob bei Spreeblick &#252;ber Frau Schweitzer hergefallen“. Sie pauschalieren da und setzen Leute, die aus der Anonymit&#228;t des Netzes heraus Kommentare ablassen mit Bloggern gleich. Sie k&#246;nnen mir glauben, ich stehe Blogs skeptisch gegen&#252;ber, Social Media-Enthusiasten finde ich l&#228;cherlich und Twitter mag ich gar nicht. Aber was ich seit der Jack Wolfskin-Debatte bis jetzt so mitgelesen habe, ist schon sehr pauschalierend und polemisch gewesen. Und nie h&#228;tte ich das erwartet: die meisten Phrasen kamen von Journalisten!  Da habe ich viel gelesen: vom “Blogger-Mob“ (auch in Ihrem Kommentar wieder), vom „M&#246;bchen“, von einer „Horde wutschnaubender M&#246;chtegernpiraten, die ihre N&#228;chte im Schlafanzug vom dem Computer verbringen“ von „Nerds“ und „Trolls“. vornehmlich von Journalisten wie Frau Schweizer und Ihren Kollegen bei der den taz-blogs. Ich habe nichts dergleichen direkt von Jonny H&#228;usler oder Stefan Niggemeier gelesen. Das was ausfallend war (Beispiel im Artikel von Frau Schweitzer http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/11/03/sex_blogs_nazis) - wie kommen Sie darauf, dass dies alles eine Horde von Bloggern sind? So einfach machen Sie es sich doch sonst nicht! Auch dem Aufruf, Frau Schweizers Buch bei Amazon entsprechend zu bewerten, ist vermutlich nur einer gefolgt. Ich habe eben noch mal nachgesehen. Die anderen negativen Bewertungen sind alle &#228;lter. All zu viele sind das eh nicht. Und das ist auch gut so. Der „Mob“ ist also doch ein wenig intelligenter, als Sie ihm zugetraut hatten? Das soll den Schreiber des betreffenden Kommentars nat&#252;rlich nicht freisprechen. Das ist unterste Schublade. Allerdings mag so manch Angestellter bei Jack Wolfskin die Boykott-Aufrufe im Internet gegen das Unternehmen ebenso ungerecht angesehen haben. Trifft ein Boykott doch als erstes die Angestellten der Firma. Allerdings haben die Konsumenten ja meist nur dieses eine Mittel in der Hand um ein Unternehmen in die Schranken zu weisen! Das ist schon eine verzwickte Sache mit der Macht des Konsumenten. Mal ist sie gerecht, mal &#252;berschreitet sie eine Grenze.

Was mir aber an Ihrem Beitrag Nr.10 gar nicht gef&#228;llt, ist der letzte Absatz:  Hier schreiben Sie: „Diese Sache h&#228;tte niemals so hochgekocht werden d&#252;rfen. Das ist einfach nur widerlich und hat mit dem positiven Zusammenhalt der Blogosph&#228;re in F&#228;llen wie j&#252;ngst Jako und Jack Wolfskin nichts zu tun. Hier geht es nicht um einen kaltschn&#228;uzig abmahnenden Konzern, sondern um eine freie Journalistin, die nach einschl&#228;gigen Erfahrungen ihre Urheberrechte zu verteidigt. Ich w&#252;rde an ihrer Stelle zwar schleunigst vom hohen Ross runterkommen, denn das macht sie nicht sympathisch. Aber ist das ein Grund f&#252;r ein solches Pogrom?“ Hat also Jack Wolfskin weniger Rechte, weil er ein „kaltschn&#228;uzig abmahnender Konzern“ ist, w&#228;hrend eine freie Journalistin dass darf? Mit Verlaub, aber beiden mahnen das gleiche ab, Jack Wolfskin wollte seine Markenrechte um jeden Preis sch&#252;tzen und Frau Schweitzer um jeden Preis ihr geistiges Eigentum. Inwieweit das bei beiden rechtens war, dass h&#228;tte vor Gericht entschieden werden m&#252;ssen. Das werden wir also nie erfahren und f&#252;r die Abgemahnten ist das auch gut so.  Beide h&#228;tten vorher die Abgemahnten kontaktieren k&#246;nnen, haben aber vorgezogen Anw&#228;lte loszuhetzen. Bei Jack Wolfskin betrug die Strafe, die der Abgemahnten zahlen sollte,  „nur“ die Geb&#252;hr f&#252;r den Rechtsanwalt von etwas unter 1.000 EUR. Frau Schweizer wollte laut Spreeblick erst einmal  1.200,00 wegen Versto&#223; gegen das Urheberrechtsgesetz als Schadensersatz direkt, an den Anwalt sollten weitere  955,00 Euro gehen. Das ist in meinen Augen direkt noch etwas unversch&#228;mter als Jack Wolfskin. Jack Wolfskin hat zwei Presseerkl&#228;rungen rausgegeben, sich sonst aber im Stillen um Behebung des entstandenen Schadens gek&#252;mmert. Frau Schweizer aber gie&#223;t mit ihren arroganten Kommentaren immer wieder &#214;l ins Feuer. Jack Wolfskin tritt zwar nicht von k&#252;nftigen Abmahnen zur&#252;ck, verspricht aber wenigstens mal k&#252;nftig erst die Betroffenen zu kontaktieren bevor sie einen Anwalt einschalten. Frau Schweitzer beharrt auf der Schleppnetzfandung auch k&#252;nftig &#252;ber Anw&#228;lte (http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/11/03/sex_blogs_nazis/#comments). M&#252;sste ich beides vergleichen, irgendwie find ich den „kaltschn&#228;uzig abmahnender Konzern“ besser als die „freie Journalistin, die nach einschl&#228;gigen Erfahrungen ihre Urheberrechte verteidigt“. Das muss doch f&#252;r Herrn Hell direkt ein innerer Vorbeimarsch gewesen sein, wenn er die ganze Diskussion hier lesen sollte. Aber vermutlich ist der schon wieder in der Wildnis unterwegs und testet  Tatzenklamotten. Beide Sachen sind hoch gekocht worden. Bei den einen fanden Sie dass in Ordnung und schrieben von „positiven Zusammenhalt der Blogosph&#228;re“ bei der anderen nicht. Mit Verlaub, die David gegen Goliath- Stimmung war immer die gleiche, da gab es keinen Unterschied. Der teilweise r&#252;de Ton war auch so unterschiedlich nicht. Nur gab es im Fall Jack Wolfskin keine Gegenseite, die zur&#252;ck gehauen hat. So ist das halt mit Blogs. Da rollt immer eine heftige Welle durch. Die ebbt aber auch immer ganz schnell ab. Nehmen Sie mich: ich habe erst alles gelesen, musste noch etwas recherchieren und bin nun mit meinen Kommentar viel zu sp&#228;t dran f&#252;r die Welle. Wie dem auch sei, ich habe den Eindruck, dass Sie Ihnen hier eine Kollegin n&#228;her steht als ein gro&#223;es Unternehmen und das spiegelt sich hier in Ihren Kommentaren wieder. Bitte verzeihen Sie mir, aber das finde ich nicht sehr objektiv. 

Falls es wirklich einen Krieg zwischen Journalisten und Bloggern geben sollte, da schenken sich in der Summe beide Seiten nichts! Und das ist ja fast schon wieder eine Ann&#228;herung. Nun ja was bleibt: es hat lange gedauert all das zu lesen und ich bin etwas &#252;bern&#228;chtigt. Wenn ich mir aber die kleinen Erfolge im Fall Jack Wolfskin anschaue und folgenden taz-Artikel  (http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/04/copyright_copywrong/), dann bin ich fasst geneigt ein wenig an Sozial Media zu glauben. Zumindest habe ich mehr Respekt vor Bloggern. Vor Journalisten hatte ich den ja schon immer, und ich will da auch nicht wegen wenigen davon abr&#252;cken, denn dann w&#252;rde ich ja pauschalieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ulrike Langer (10) Bei allem Respekt (ich sch&#228;tze Sie sehr als Journalistin) und der Sympathie f&#252;r eine Kollegin; aber hier bin ich anderer Meinung. Es ist kein „geifernder Blogger-Mob bei Spreeblick &#252;ber Frau Schweitzer hergefallen“. Sie pauschalieren da und setzen Leute, die aus der Anonymit&#228;t des Netzes heraus Kommentare ablassen mit Bloggern gleich. Sie k&#246;nnen mir glauben, ich stehe Blogs skeptisch gegen&#252;ber, Social Media-Enthusiasten finde ich l&#228;cherlich und Twitter mag ich gar nicht. Aber was ich seit der Jack Wolfskin-Debatte bis jetzt so mitgelesen habe, ist schon sehr pauschalierend und polemisch gewesen. Und nie h&#228;tte ich das erwartet: die meisten Phrasen kamen von Journalisten!  Da habe ich viel gelesen: vom “Blogger-Mob“ (auch in Ihrem Kommentar wieder), vom „M&#246;bchen“, von einer „Horde wutschnaubender M&#246;chtegernpiraten, die ihre N&#228;chte im Schlafanzug vom dem Computer verbringen“ von „Nerds“ und „Trolls“. vornehmlich von Journalisten wie Frau Schweizer und Ihren Kollegen bei der den taz-blogs. Ich habe nichts dergleichen direkt von Jonny H&#228;usler oder Stefan Niggemeier gelesen. Das was ausfallend war (Beispiel im Artikel von Frau Schweitzer <a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/11/03/sex_blogs_nazis" rel="nofollow">http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/11/03/sex_blogs_nazis</a>) &#8211; wie kommen Sie darauf, dass dies alles eine Horde von Bloggern sind? So einfach machen Sie es sich doch sonst nicht! Auch dem Aufruf, Frau Schweizers Buch bei Amazon entsprechend zu bewerten, ist vermutlich nur einer gefolgt. Ich habe eben noch mal nachgesehen. Die anderen negativen Bewertungen sind alle &#228;lter. All zu viele sind das eh nicht. Und das ist auch gut so. Der „Mob“ ist also doch ein wenig intelligenter, als Sie ihm zugetraut hatten? Das soll den Schreiber des betreffenden Kommentars nat&#252;rlich nicht freisprechen. Das ist unterste Schublade. Allerdings mag so manch Angestellter bei Jack Wolfskin die Boykott-Aufrufe im Internet gegen das Unternehmen ebenso ungerecht angesehen haben. Trifft ein Boykott doch als erstes die Angestellten der Firma. Allerdings haben die Konsumenten ja meist nur dieses eine Mittel in der Hand um ein Unternehmen in die Schranken zu weisen! Das ist schon eine verzwickte Sache mit der Macht des Konsumenten. Mal ist sie gerecht, mal &#252;berschreitet sie eine Grenze.</p>
<p>Was mir aber an Ihrem Beitrag Nr.10 gar nicht gef&#228;llt, ist der letzte Absatz:  Hier schreiben Sie: „Diese Sache h&#228;tte niemals so hochgekocht werden d&#252;rfen. Das ist einfach nur widerlich und hat mit dem positiven Zusammenhalt der Blogosph&#228;re in F&#228;llen wie j&#252;ngst Jako und Jack Wolfskin nichts zu tun. Hier geht es nicht um einen kaltschn&#228;uzig abmahnenden Konzern, sondern um eine freie Journalistin, die nach einschl&#228;gigen Erfahrungen ihre Urheberrechte zu verteidigt. Ich w&#252;rde an ihrer Stelle zwar schleunigst vom hohen Ross runterkommen, denn das macht sie nicht sympathisch. Aber ist das ein Grund f&#252;r ein solches Pogrom?“ Hat also Jack Wolfskin weniger Rechte, weil er ein „kaltschn&#228;uzig abmahnender Konzern“ ist, w&#228;hrend eine freie Journalistin dass darf? Mit Verlaub, aber beiden mahnen das gleiche ab, Jack Wolfskin wollte seine Markenrechte um jeden Preis sch&#252;tzen und Frau Schweitzer um jeden Preis ihr geistiges Eigentum. Inwieweit das bei beiden rechtens war, dass h&#228;tte vor Gericht entschieden werden m&#252;ssen. Das werden wir also nie erfahren und f&#252;r die Abgemahnten ist das auch gut so.  Beide h&#228;tten vorher die Abgemahnten kontaktieren k&#246;nnen, haben aber vorgezogen Anw&#228;lte loszuhetzen. Bei Jack Wolfskin betrug die Strafe, die der Abgemahnten zahlen sollte,  „nur“ die Geb&#252;hr f&#252;r den Rechtsanwalt von etwas unter 1.000 EUR. Frau Schweizer wollte laut Spreeblick erst einmal  1.200,00 wegen Versto&#223; gegen das Urheberrechtsgesetz als Schadensersatz direkt, an den Anwalt sollten weitere  955,00 Euro gehen. Das ist in meinen Augen direkt noch etwas unversch&#228;mter als Jack Wolfskin. Jack Wolfskin hat zwei Presseerkl&#228;rungen rausgegeben, sich sonst aber im Stillen um Behebung des entstandenen Schadens gek&#252;mmert. Frau Schweizer aber gie&#223;t mit ihren arroganten Kommentaren immer wieder &#214;l ins Feuer. Jack Wolfskin tritt zwar nicht von k&#252;nftigen Abmahnen zur&#252;ck, verspricht aber wenigstens mal k&#252;nftig erst die Betroffenen zu kontaktieren bevor sie einen Anwalt einschalten. Frau Schweitzer beharrt auf der Schleppnetzfandung auch k&#252;nftig &#252;ber Anw&#228;lte (<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/11/03/sex_blogs_nazis/#comments" rel="nofollow">http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/11/03/sex_blogs_nazis/#comments</a>). M&#252;sste ich beides vergleichen, irgendwie find ich den „kaltschn&#228;uzig abmahnender Konzern“ besser als die „freie Journalistin, die nach einschl&#228;gigen Erfahrungen ihre Urheberrechte verteidigt“. Das muss doch f&#252;r Herrn Hell direkt ein innerer Vorbeimarsch gewesen sein, wenn er die ganze Diskussion hier lesen sollte. Aber vermutlich ist der schon wieder in der Wildnis unterwegs und testet  Tatzenklamotten. Beide Sachen sind hoch gekocht worden. Bei den einen fanden Sie dass in Ordnung und schrieben von „positiven Zusammenhalt der Blogosph&#228;re“ bei der anderen nicht. Mit Verlaub, die David gegen Goliath- Stimmung war immer die gleiche, da gab es keinen Unterschied. Der teilweise r&#252;de Ton war auch so unterschiedlich nicht. Nur gab es im Fall Jack Wolfskin keine Gegenseite, die zur&#252;ck gehauen hat. So ist das halt mit Blogs. Da rollt immer eine heftige Welle durch. Die ebbt aber auch immer ganz schnell ab. Nehmen Sie mich: ich habe erst alles gelesen, musste noch etwas recherchieren und bin nun mit meinen Kommentar viel zu sp&#228;t dran f&#252;r die Welle. Wie dem auch sei, ich habe den Eindruck, dass Sie Ihnen hier eine Kollegin n&#228;her steht als ein gro&#223;es Unternehmen und das spiegelt sich hier in Ihren Kommentaren wieder. Bitte verzeihen Sie mir, aber das finde ich nicht sehr objektiv. </p>
<p>Falls es wirklich einen Krieg zwischen Journalisten und Bloggern geben sollte, da schenken sich in der Summe beide Seiten nichts! Und das ist ja fast schon wieder eine Ann&#228;herung. Nun ja was bleibt: es hat lange gedauert all das zu lesen und ich bin etwas &#252;bern&#228;chtigt. Wenn ich mir aber die kleinen Erfolge im Fall Jack Wolfskin anschaue und folgenden taz-Artikel  (<a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/04/copyright_copywrong/" rel="nofollow">http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/04/copyright_copywrong/</a>), dann bin ich fasst geneigt ein wenig an Sozial Media zu glauben. Zumindest habe ich mehr Respekt vor Bloggern. Vor Journalisten hatte ich den ja schon immer, und ich will da auch nicht wegen wenigen davon abr&#252;cken, denn dann w&#252;rde ich ja pauschalieren.</p>
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		<title>Von: lab</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6403</link>
		<dc:creator>lab</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 22:57:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6403</guid>
		<description>Die Heftigkeit, mit der diesr Konflikt ausgetragen wird, verr&#228;t mehr &#252;ber die (sehr berechtigten) Existenz&#228;ngste freier Autoren, die zwischen Bloggern und Konzernen zunehmend in die Zange genommen werden und vielleicht die beteiligten Personen als &#252;ber den konkreten Sachverhalt.
Ich empfehle allen - insbesondere freien Autoren - dazu die Lekt&#252;re des neuen Buchs von Chris Anderson: FREE (das als komplettes Audiobook immer noch free &amp; legal verf&#252;gbar ist: http://www.wired.com/images/multimedia/free/FREE_Audiobook_unabridged.zip .</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Heftigkeit, mit der diesr Konflikt ausgetragen wird, verr&#228;t mehr &#252;ber die (sehr berechtigten) Existenz&#228;ngste freier Autoren, die zwischen Bloggern und Konzernen zunehmend in die Zange genommen werden und vielleicht die beteiligten Personen als &#252;ber den konkreten Sachverhalt.<br />
Ich empfehle allen &#8211; insbesondere freien Autoren &#8211; dazu die Lekt&#252;re des neuen Buchs von Chris Anderson: FREE (das als komplettes Audiobook immer noch free &amp; legal verf&#252;gbar ist: <a href="http://www.wired.com/images/multimedia/free/FREE_Audiobook_unabridged.zip" rel="nofollow">http://www.wired.com/images/multimedia/free/FREE_Audiobook_unabridged.zip</a> .</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Palich</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6373</link>
		<dc:creator>Palich</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 22:18:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6373</guid>
		<description>Wer rechtlich richtig liegt, kann ich nicht beurteilen. Moralisch hat Frau Schweitzer aber doppelt verloren. Erst mahnt Sie einen Blogger ab, der f&#252;r ihren Artikel Werbung macht. (Er hat nicht geklaut und erst recht nicht kanibalisiert, wie Frau Schweitzer sich ausdr&#252;ckt) und dann hat Sie mit ihrem arroganten und unsachlichen Kommentaren immer wieder &#214;l ins Feuer gegossen. Sehr ungeschickt. Offentischtlich  

Sehr schwaches Bild, Frau Schweitzer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer rechtlich richtig liegt, kann ich nicht beurteilen. Moralisch hat Frau Schweitzer aber doppelt verloren. Erst mahnt Sie einen Blogger ab, der f&#252;r ihren Artikel Werbung macht. (Er hat nicht geklaut und erst recht nicht kanibalisiert, wie Frau Schweitzer sich ausdr&#252;ckt) und dann hat Sie mit ihrem arroganten und unsachlichen Kommentaren immer wieder &#214;l ins Feuer gegossen. Sehr ungeschickt. Offentischtlich  </p>
<p>Sehr schwaches Bild, Frau Schweitzer.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Harald</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6368</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 20:05:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6368</guid>
		<description>Upps, da hab ich wohl was durcheinandergeschmissen :-) 

Aber das eigentliche Problem bleibt dann immer noch bestehen: die willk&#252;rliche Festlegung von Streitwerten. Aber macht eine Deckelung auf Dauer Sinn? Wie sollen Wiederholungt&#228;ter behandelt werden? Unter welchen Voraussetzungen soll gedeckelt werden?

F&#252;r einen Freizeitblogger mit geringem Einkommen tun 300 € sicher weh, aber f&#252;r Andere kann es sich lohnen, es mal drauf ankommen zu lassen. Oder w&#228;re in dem Zusammenhang das Leitungsschutzrecht sinnvoll? Dann br&#228;uchte die Verwertungsgesellschaft nur noch eine Rechnung schicken nach dem g&#228;ngigen Tarif, und die Sache w&#228;re gegessen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Upps, da hab ich wohl was durcheinandergeschmissen :-) </p>
<p>Aber das eigentliche Problem bleibt dann immer noch bestehen: die willk&#252;rliche Festlegung von Streitwerten. Aber macht eine Deckelung auf Dauer Sinn? Wie sollen Wiederholungt&#228;ter behandelt werden? Unter welchen Voraussetzungen soll gedeckelt werden?</p>
<p>F&#252;r einen Freizeitblogger mit geringem Einkommen tun 300 € sicher weh, aber f&#252;r Andere kann es sich lohnen, es mal drauf ankommen zu lassen. Oder w&#228;re in dem Zusammenhang das Leitungsschutzrecht sinnvoll? Dann br&#228;uchte die Verwertungsgesellschaft nur noch eine Rechnung schicken nach dem g&#228;ngigen Tarif, und die Sache w&#228;re gegessen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6367</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 18:00:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6367</guid>
		<description>@Michael Sch&#246;fer: Das sehe ich auch so. Auf diesen Paragraphen 97a UrhG ist bereits im lawblog hingewiesen worden. Ich vermute, die Deckelung der Erstabmahnung kann erst greifen, wenn der Blogger (der vielleicht auch mal was zu seinem Fall sagen sollte) den Rechtsstreit tats&#228;chlich austr&#228;gt. Dann m&#252;sste das Gericht feststellen, ob die Rechtsverletzung in diesem Fall &quot;unerheblich&quot; und &quot;einfach gelagert&quot; ist. Das w&#228;re wichtig f&#252;r alle k&#252;nftigen F&#228;lle. Sonst steuern wir in die Abmahnrepublik Deutschland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Michael Sch&#246;fer: Das sehe ich auch so. Auf diesen Paragraphen 97a UrhG ist bereits im lawblog hingewiesen worden. Ich vermute, die Deckelung der Erstabmahnung kann erst greifen, wenn der Blogger (der vielleicht auch mal was zu seinem Fall sagen sollte) den Rechtsstreit tats&#228;chlich austr&#228;gt. Dann m&#252;sste das Gericht feststellen, ob die Rechtsverletzung in diesem Fall &#8220;unerheblich&#8221; und &#8220;einfach gelagert&#8221; ist. Das w&#228;re wichtig f&#252;r alle k&#252;nftigen F&#228;lle. Sonst steuern wir in die Abmahnrepublik Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Schöfer</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6366</link>
		<dc:creator>Michael Schöfer</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 17:32:02 +0000</pubDate>
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		<description>Abgesehen vom Zitaterecht:

Ich bin zwar kein Jurist, aber gilt hier nicht § 97a des Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums?

Abmahnung
Der Ersatz der erforderlichen Aufwendungen f&#252;r die Inanspruchnahme anwaltlicher Dienstleistungen f&#252;r die erstmalige Abmahnung beschr&#228;nkt sich in einfach gelagerten F&#228;llen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung au&#223;erhalb des gesch&#228;ftlichen Verkehrs auf 100 Euro.

Das Gesetz wurde am 07.07.2008 verabschiedet und ist seit der Ver&#246;ffentlichung im Bundesgesetzblatt am 11.08.2008 g&#252;ltig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Abgesehen vom Zitaterecht:</p>
<p>Ich bin zwar kein Jurist, aber gilt hier nicht § 97a des Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums?</p>
<p>Abmahnung<br />
Der Ersatz der erforderlichen Aufwendungen f&#252;r die Inanspruchnahme anwaltlicher Dienstleistungen f&#252;r die erstmalige Abmahnung beschr&#228;nkt sich in einfach gelagerten F&#228;llen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung au&#223;erhalb des gesch&#228;ftlichen Verkehrs auf 100 Euro.</p>
<p>Das Gesetz wurde am 07.07.2008 verabschiedet und ist seit der Ver&#246;ffentlichung im Bundesgesetzblatt am 11.08.2008 g&#252;ltig.</p>
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	<item>
		<title>Von: Chat Atkins</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6362</link>
		<dc:creator>Chat Atkins</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 10:29:40 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;a href=&quot;http://www.stilstand.de/archives/3770&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;... Eigene Klischees sind es, die vielen Journalisten beim Blick auf die Blogosph&#228;re die Einsicht verwehren. ...&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stilstand.de/archives/3770" rel="nofollow">&#8230; Eigene Klischees sind es, die vielen Journalisten beim Blick auf die Blogosph&#228;re die Einsicht verwehren. &#8230;</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6347</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 12:15:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6347</guid>
		<description>Bei Freischreiber gibt es - allerdings nur im internen Mitgliederbereich - eine rege Diskussion zur Frage des Textdiebstahls. Denn immer mehr freie Journalisten sind davon betroffen. Sie nutzen &#252;brigens diesen Plagiats-Checker hier: 
http://www.copyscape.com/
und zwar ohne Anwaltsb&#252;ro, kostenlos, und die Betroffenen k&#246;nnen anschlie&#223;end w&#228;hlen, wem sie eine Mahnung schicken: einer kommerziellen Seite oder einem harmlosen Blogger.  

@Klaus: Das f&#228;nde ich auch interessant, was die Kollegin bei Verlagen bisher erreicht hat. Und es w&#228;re sch&#246;n, wenn Frau Schweitzer dieses Wissen mit uns teilen w&#252;rde. Die Kollegen k&#246;nnten davon profitieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Freischreiber gibt es &#8211; allerdings nur im internen Mitgliederbereich &#8211; eine rege Diskussion zur Frage des Textdiebstahls. Denn immer mehr freie Journalisten sind davon betroffen. Sie nutzen &#252;brigens diesen Plagiats-Checker hier:<br />
<a href="http://www.copyscape.com/" rel="nofollow">http://www.copyscape.com/</a><br />
und zwar ohne Anwaltsb&#252;ro, kostenlos, und die Betroffenen k&#246;nnen anschlie&#223;end w&#228;hlen, wem sie eine Mahnung schicken: einer kommerziellen Seite oder einem harmlosen Blogger.  </p>
<p>@Klaus: Das f&#228;nde ich auch interessant, was die Kollegin bei Verlagen bisher erreicht hat. Und es w&#228;re sch&#246;n, wenn Frau Schweitzer dieses Wissen mit uns teilen w&#252;rde. Die Kollegen k&#246;nnten davon profitieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Blogobashing</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6341</link>
		<dc:creator>Blogobashing</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 09:43:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6341</guid>
		<description>[...] Diskussion des jeweiligen Vorgehens gegen Blogger. Dazu ist alles gesagt, z.B. bei Spreeblick oder Carta, was zu sagen w&#228;re. Was mich allerdings entsetzt, ist die beispiellose, von sachlicher [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Diskussion des jeweiligen Vorgehens gegen Blogger. Dazu ist alles gesagt, z.B. bei Spreeblick oder Carta, was zu sagen w&#228;re. Was mich allerdings entsetzt, ist die beispiellose, von sachlicher [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Klaus Jarchow</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6338</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 07:50:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6338</guid>
		<description>Interessant f&#228;nde ich es, zu erfahren, wie viele Verleger und Zeitungsmogule ihr gro&#223;m&#228;chtiger Anwalt in die Knie gezwungen hat, damit die ihr den Staub von den investigativen Wanderstiefeln k&#252;ssen und sie mit Dukaten &#252;bersch&#252;tten? Oder ob sie &#039;ersatzhandelnd&#039; mit einem kleinen Blogger vorlieb nehmen musste, an dem nur Haut und Knochen sind?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant f&#228;nde ich es, zu erfahren, wie viele Verleger und Zeitungsmogule ihr gro&#223;m&#228;chtiger Anwalt in die Knie gezwungen hat, damit die ihr den Staub von den investigativen Wanderstiefeln k&#252;ssen und sie mit Dukaten &#252;bersch&#252;tten? Oder ob sie &#8216;ersatzhandelnd&#8217; mit einem kleinen Blogger vorlieb nehmen musste, an dem nur Haut und Knochen sind?</p>
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	<item>
		<title>Von: Ulrike Langer</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6337</link>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 07:11:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6337</guid>
		<description>Interessant finde ich, dass der gleiche Beitrag bei Freischeiber mit einem ganz anderen Tenor diskutiert wird. Sind zwar nur 5 Kommentare bisher, aber alle sind der Meinung, dass die Journalistin grunds&#228;tzlich Recht hat. Es wurde sogar schon eine Content-Klau &quot;Fahnder-Unit&quot; in H&#228;nden der Jouranlistenverb&#228;nde angeregt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant finde ich, dass der gleiche Beitrag bei Freischeiber mit einem ganz anderen Tenor diskutiert wird. Sind zwar nur 5 Kommentare bisher, aber alle sind der Meinung, dass die Journalistin grunds&#228;tzlich Recht hat. Es wurde sogar schon eine Content-Klau &#8220;Fahnder-Unit&#8221; in H&#228;nden der Jouranlistenverb&#228;nde angeregt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6333</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:44:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6333</guid>
		<description>Bei der Beurteilung dieses speziellen Falles spielt sicher nicht nur die Urheberrechtsverletzung, sondern auch die v&#246;llig unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Reaktion darauf eine Rolle. Dass eine ‚New Yorkerin’ so wenig locker reagiert, kann ich mir nur so erkl&#228;ren: Da schl&#228;gt jemand den Sack (den Blogger) und meint den Esel (n&#228;mlich die Verlage). 
Der Blogger Philipp hat mit dem Abdruck ja keine Zweitverwertung beabsichtigt, die Verlage aber, die Frau Schweitzers Artikel f&#252;r geringes Honorar einkaufen (80 Euro), und sie nach dem Erstdruck mehrfach weiterverwerten, der Autorin aber nicht Bescheid geben und sie auch nicht an den Lizenzeinnahmen beteiligen - diese Verlage haben die Schleppnetzfahndung von Frau Schweitzer doch erst ausgel&#246;st. Das sollte man nicht vergessen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Beurteilung dieses speziellen Falles spielt sicher nicht nur die Urheberrechtsverletzung, sondern auch die v&#246;llig unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Reaktion darauf eine Rolle. Dass eine ‚New Yorkerin’ so wenig locker reagiert, kann ich mir nur so erkl&#228;ren: Da schl&#228;gt jemand den Sack (den Blogger) und meint den Esel (n&#228;mlich die Verlage).<br />
Der Blogger Philipp hat mit dem Abdruck ja keine Zweitverwertung beabsichtigt, die Verlage aber, die Frau Schweitzers Artikel f&#252;r geringes Honorar einkaufen (80 Euro), und sie nach dem Erstdruck mehrfach weiterverwerten, der Autorin aber nicht Bescheid geben und sie auch nicht an den Lizenzeinnahmen beteiligen &#8211; diese Verlage haben die Schleppnetzfahndung von Frau Schweitzer doch erst ausgel&#246;st. Das sollte man nicht vergessen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Klaus Jarchow</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6331</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 21:57:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6331</guid>
		<description>@ weissgarnix: Nun ja - es gibt auch Charakterfragen, f&#252;r mich immer auch ein &#039;entscheidender Punkt&#039;. Jeder handelt nun mal h&#246;chstselbst so, wie er gem&#228;&#223; seinem Inneren handeln muss. Vielleicht bin ich aber auch blo&#223; sonderbar - oder ein Relikt. 

Ob die Position der Dame juristisch haltbar ist, in diesen drei Abs&#228;tzen einen unerlaubten Abdruck zu sehen, das wage ich zudem zu bezweifeln, ohne gro&#223; ein Jurist zu sein, zumindest dann, wenn&#039;s denn zu einem Verfahren k&#228;me. Das Zitatrecht ist h&#246;chst kompliziert. Die Anw&#228;lte w&#252;rden wechselseitig mit allerhand Pr&#228;zedenzf&#228;llen wedeln, und der Richter w&#252;rde sich vielleicht fragen, wenn er mal  wieder zur Tablette greifen muss, ob er als Magenkranker eigentlich mit jedem Stuss bel&#228;stigt werden muss. Hoffentlich schreibt das Lawblog mal was dar&#252;ber.

Was ich aber eben auch wei&#223;, das ist, dass ein kleiner Blogger mit vollen Hosen stramm steht, wenn er solche Rechtsanwaltspost bekommt. Und dass in dieser Hinsicht viel Schindluder von Abmahnw&#228;lten betrieben wird. Faktisch ist der angedrohte Streitwert in meinen Augen &#039;&#252;berteuert&#039;, ein solcher Text wird unter Br&#252;dern auf dem Holzmarkt sehr viel niedriger gehandelt, ein Camembert war er &#252;berdies: Nichts riecht so &#252;berlagert wie der Artikel von gestern - alte Journalistenregel.

Im Justizministerium liegt meines Wissens ein Referentenentwurf bereit, der diese Fantastillionen-Streitwerte von Rechtsanw&#228;lten endlich deckeln soll, auf maximal 300 Euro oder so, wenn ich mich recht erinnere. Das w&#252;rde den Figuren viel &#039;Motivation&#039; nehmen. Mal sehen ob&#039;s unter einer FDP-Ministerin noch so kommt. 

Insgesamt finde ich das Vorgehen pers&#246;nlich nun mal daneben - um kein st&#228;rkeres Wort zu verwenden. Andere m&#246;gen das ja gern anders finden, und - ja - ich kenne auch die Situation der Freien. Ich bin selber einer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ weissgarnix: Nun ja &#8211; es gibt auch Charakterfragen, f&#252;r mich immer auch ein &#8216;entscheidender Punkt&#8217;. Jeder handelt nun mal h&#246;chstselbst so, wie er gem&#228;&#223; seinem Inneren handeln muss. Vielleicht bin ich aber auch blo&#223; sonderbar &#8211; oder ein Relikt. </p>
<p>Ob die Position der Dame juristisch haltbar ist, in diesen drei Abs&#228;tzen einen unerlaubten Abdruck zu sehen, das wage ich zudem zu bezweifeln, ohne gro&#223; ein Jurist zu sein, zumindest dann, wenn&#8217;s denn zu einem Verfahren k&#228;me. Das Zitatrecht ist h&#246;chst kompliziert. Die Anw&#228;lte w&#252;rden wechselseitig mit allerhand Pr&#228;zedenzf&#228;llen wedeln, und der Richter w&#252;rde sich vielleicht fragen, wenn er mal  wieder zur Tablette greifen muss, ob er als Magenkranker eigentlich mit jedem Stuss bel&#228;stigt werden muss. Hoffentlich schreibt das Lawblog mal was dar&#252;ber.</p>
<p>Was ich aber eben auch wei&#223;, das ist, dass ein kleiner Blogger mit vollen Hosen stramm steht, wenn er solche Rechtsanwaltspost bekommt. Und dass in dieser Hinsicht viel Schindluder von Abmahnw&#228;lten betrieben wird. Faktisch ist der angedrohte Streitwert in meinen Augen &#8216;&#252;berteuert&#8217;, ein solcher Text wird unter Br&#252;dern auf dem Holzmarkt sehr viel niedriger gehandelt, ein Camembert war er &#252;berdies: Nichts riecht so &#252;berlagert wie der Artikel von gestern &#8211; alte Journalistenregel.</p>
<p>Im Justizministerium liegt meines Wissens ein Referentenentwurf bereit, der diese Fantastillionen-Streitwerte von Rechtsanw&#228;lten endlich deckeln soll, auf maximal 300 Euro oder so, wenn ich mich recht erinnere. Das w&#252;rde den Figuren viel &#8216;Motivation&#8217; nehmen. Mal sehen ob&#8217;s unter einer FDP-Ministerin noch so kommt. </p>
<p>Insgesamt finde ich das Vorgehen pers&#246;nlich nun mal daneben &#8211; um kein st&#228;rkeres Wort zu verwenden. Andere m&#246;gen das ja gern anders finden, und &#8211; ja &#8211; ich kenne auch die Situation der Freien. Ich bin selber einer.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://carta.info/17282/journalisten-vs-blogger-ein-kriegsbericht/comment-page-1/#comment-6329</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 21:29:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17282#comment-6329</guid>
		<description>@Klaus Jarchow

Das ist alles am entscheidenden Punkt vorbei. Der ist: Er hat ihre Rechte verletzt, sie will sich das nicht bieten lassen. End of Story. Was sie jetzt wie macht, und ob sie sollte oder nicht, und wenn ja, dann vielleicht doch anders: uninteressant, nur noch eine Frage des Goodwills. Ob H&#228;usler und Niggemeier deshalb dem lieben Philipp einen gro&#223;en Gefallen getan haben mit ihrem forschen Auftritt coram publico, wage ich zu bezweifeln: Wenn ich wei&#223;, dass ich im Unrecht bin, dann ziehe ich den Schwanz ein und versuche ohne viel L&#228;rm zu einer L&#246;sung zu kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus Jarchow</p>
<p>Das ist alles am entscheidenden Punkt vorbei. Der ist: Er hat ihre Rechte verletzt, sie will sich das nicht bieten lassen. End of Story. Was sie jetzt wie macht, und ob sie sollte oder nicht, und wenn ja, dann vielleicht doch anders: uninteressant, nur noch eine Frage des Goodwills. Ob H&#228;usler und Niggemeier deshalb dem lieben Philipp einen gro&#223;en Gefallen getan haben mit ihrem forschen Auftritt coram publico, wage ich zu bezweifeln: Wenn ich wei&#223;, dass ich im Unrecht bin, dann ziehe ich den Schwanz ein und versuche ohne viel L&#228;rm zu einer L&#246;sung zu kommen.</p>
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	</item>
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