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	<title>Kommentare zu: Koalitionsvertrag: Besserverdienende sind vom Wettbewerb auszunehmen</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 May 2012 01:19:10 +0000</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6216</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 09:41:51 +0000</pubDate>
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		<description>@ Apothekerin

&lt;i&gt;Bis sich das bei Schlecker oder Lidl usw. wirklich durchgesetzt hat, k&#246;nnten viele Patienten schon verdorbene Medikamente erhalten haben.&lt;/i&gt;

Lidl &amp; Co. w&#252;rden wohl nur schnelldrehende Produkte verkaufen. Es w&#252;rde ja wahrscheinlich recht schnell eine Arbeitsteilung geben: beratungsintensive Medikamente weiterhin in der Apotheke, Massen- und Placebo-Ware hingegen evtl. beim Discounter nebenan. F&#252;r die Apotheken k&#246;nnten sich sogar neue Marktchancen ergeben, wenn man zum Beispiel mal an die Ausweitung von Bringdiensten denkt.

Da&#223; nur die bisherigen (gesch&#252;tzten) Anbieter Qualit&#228;t anbieten k&#246;nnen, finde ich ein wenig billig argumentiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Apothekerin</p>
<p><i>Bis sich das bei Schlecker oder Lidl usw. wirklich durchgesetzt hat, k&#246;nnten viele Patienten schon verdorbene Medikamente erhalten haben.</i></p>
<p>Lidl &amp; Co. w&#252;rden wohl nur schnelldrehende Produkte verkaufen. Es w&#252;rde ja wahrscheinlich recht schnell eine Arbeitsteilung geben: beratungsintensive Medikamente weiterhin in der Apotheke, Massen- und Placebo-Ware hingegen evtl. beim Discounter nebenan. F&#252;r die Apotheken k&#246;nnten sich sogar neue Marktchancen ergeben, wenn man zum Beispiel mal an die Ausweitung von Bringdiensten denkt.</p>
<p>Da&#223; nur die bisherigen (gesch&#252;tzten) Anbieter Qualit&#228;t anbieten k&#246;nnen, finde ich ein wenig billig argumentiert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Apothekerin</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6198</link>
		<dc:creator>Apothekerin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:43:25 +0000</pubDate>
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		<description>@Robin Meyer-Lucht:
Es gibt offensichtlich Zweifel, ob die Pick-Up-Stellen die Medikamente tats&#228;chlich so lagern, wie es richtig ist. Sicherlich sind die Pick-Up-Stellen dazu verpflichtet. Aber, wenn sie es nicht schaffen? Wenn sie es auf breiter FLur nicht schaffen? 

Manche Medikamente m&#252;ssen z-B. in einer ununterbrochenen K&#252;hlkette lagern. Das ist in jeder Apotheke standardm&#228;&#223;ig m&#246;glich, das ist eingespielt. Bis sich das bei Schlecker oder Lidl usw. wirklich durchgesetzt hat, k&#246;nnten viele Patienten schon verdorbene Medikamente erhalten haben. Wer &#252;berpr&#252;ft die Pick-Up-Stellen? Die Apothekerkammern? Oder niemand? Niemand gen&#252;gend jedenfalls. 

Das ist doch kein schlechtes Argument: in den Apotheken gibt es, dank langj&#228;hriger &#220;bung, hoch Sicherheitsstandards beim Handling der Medikamente. Man wei&#223; bis zur &#220;Bergabe an den Patienten, dass sie mit gor&#223;er Sicherheit nicht gef&#228;lscht und richtig gelagert wurden. Diese Sicherheitsstandards auch woanders einzu&#252;ben, dauert, wenn es denn &#252;berhaupt geht unter dem Ksotendruck, unter dem die sonstigen Superm&#228;rkte etc. stehen. Und auf wessen Kosten geht das?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Robin Meyer-Lucht:<br />
Es gibt offensichtlich Zweifel, ob die Pick-Up-Stellen die Medikamente tats&#228;chlich so lagern, wie es richtig ist. Sicherlich sind die Pick-Up-Stellen dazu verpflichtet. Aber, wenn sie es nicht schaffen? Wenn sie es auf breiter FLur nicht schaffen? </p>
<p>Manche Medikamente m&#252;ssen z-B. in einer ununterbrochenen K&#252;hlkette lagern. Das ist in jeder Apotheke standardm&#228;&#223;ig m&#246;glich, das ist eingespielt. Bis sich das bei Schlecker oder Lidl usw. wirklich durchgesetzt hat, k&#246;nnten viele Patienten schon verdorbene Medikamente erhalten haben. Wer &#252;berpr&#252;ft die Pick-Up-Stellen? Die Apothekerkammern? Oder niemand? Niemand gen&#252;gend jedenfalls. </p>
<p>Das ist doch kein schlechtes Argument: in den Apotheken gibt es, dank langj&#228;hriger &#220;bung, hoch Sicherheitsstandards beim Handling der Medikamente. Man wei&#223; bis zur &#220;Bergabe an den Patienten, dass sie mit gor&#223;er Sicherheit nicht gef&#228;lscht und richtig gelagert wurden. Diese Sicherheitsstandards auch woanders einzu&#252;ben, dauert, wenn es denn &#252;berhaupt geht unter dem Ksotendruck, unter dem die sonstigen Superm&#228;rkte etc. stehen. Und auf wessen Kosten geht das?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: A. G.</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6196</link>
		<dc:creator>A. G.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:18:52 +0000</pubDate>
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		<description>@Robin Meyer-Lucht: &quot;Auch Sie benutzen einen beliebten Journalistentrick.&quot; Das ist OT, aber Ihr Kommentar am&#252;siert mich. 
Ich will hier gar nichts festlegen. Das kann von mir aus jeder Konsument, so lange er es denn noch kann. Da wir bei Medikamenten sind: Medikamente k&#246;nnen auf&#039;s Gem&#252;t schlagen. Ich finde Ihre Argumentationskette jedenfalls bei DIESEM Thema nicht ganz schl&#252;ssig. ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Robin Meyer-Lucht: &#8220;Auch Sie benutzen einen beliebten Journalistentrick.&#8221; Das ist OT, aber Ihr Kommentar am&#252;siert mich.<br />
Ich will hier gar nichts festlegen. Das kann von mir aus jeder Konsument, so lange er es denn noch kann. Da wir bei Medikamenten sind: Medikamente k&#246;nnen auf&#8217;s Gem&#252;t schlagen. Ich finde Ihre Argumentationskette jedenfalls bei DIESEM Thema nicht ganz schl&#252;ssig. ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6195</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:03:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6195</guid>
		<description>@ Apothekerin: F&#252;r die H&#228;rte m&#246;chte ich mich gerne gleich einmal entschuldigen. Sch&#246;n, dass wir uns weitgehend einig sind.

Dann gehen wir doch in medias res: Warum gef&#228;hrden denn die Pickup-Stellen den Gesundheitsschutz? Der Arzt hat mir das Medikament doch verschrieben.

Wenn ich in eine Apotheke gehe, kann ich auch sagen: Reden Sie nicht rum, ich will das Medikament und meine Ruhe - selbst wenn es einen Apotheker geben sollte, der mir dann ein Medikament nicht aush&#228;ndigen sollte - dann gehe ich eben zur n&#228;chsten Apotheke.

Durch den Zwang zum Her&#252;berreichen von Medikamenten &#252;ber einen Apothekencounter wird der Gesundheitsschutz leider nicht verl&#228;sslich und systematisch gesteigert. Er wird vor allem verteuert.

Da sie ja offenbar in der Branche arbeiten, kann ich Ihnen sagen, jede Branche findet f&#252;r sich argumente, warum es dem B&#252;rger und der Gesellschaft ungemein dient, wenn sie nicht im Wettbewerb behaupten muss. Das machen Journalisten, Verlage und Buchh&#228;ndler auch so.

@ A. G.: Auch Sie benutzen einen beliebten Journalistentrick. Sie sprechen von der &quot;Qualit&#228;t des Medienkamentenversorgung&quot;. Was dabei Qualit&#228;t ist, legen offenbar Sie fest - und nicht der  Konsument.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Apothekerin: F&#252;r die H&#228;rte m&#246;chte ich mich gerne gleich einmal entschuldigen. Sch&#246;n, dass wir uns weitgehend einig sind.</p>
<p>Dann gehen wir doch in medias res: Warum gef&#228;hrden denn die Pickup-Stellen den Gesundheitsschutz? Der Arzt hat mir das Medikament doch verschrieben.</p>
<p>Wenn ich in eine Apotheke gehe, kann ich auch sagen: Reden Sie nicht rum, ich will das Medikament und meine Ruhe &#8211; selbst wenn es einen Apotheker geben sollte, der mir dann ein Medikament nicht aush&#228;ndigen sollte &#8211; dann gehe ich eben zur n&#228;chsten Apotheke.</p>
<p>Durch den Zwang zum Her&#252;berreichen von Medikamenten &#252;ber einen Apothekencounter wird der Gesundheitsschutz leider nicht verl&#228;sslich und systematisch gesteigert. Er wird vor allem verteuert.</p>
<p>Da sie ja offenbar in der Branche arbeiten, kann ich Ihnen sagen, jede Branche findet f&#252;r sich argumente, warum es dem B&#252;rger und der Gesellschaft ungemein dient, wenn sie nicht im Wettbewerb behaupten muss. Das machen Journalisten, Verlage und Buchh&#228;ndler auch so.</p>
<p>@ A. G.: Auch Sie benutzen einen beliebten Journalistentrick. Sie sprechen von der &#8220;Qualit&#228;t des Medienkamentenversorgung&#8221;. Was dabei Qualit&#228;t ist, legen offenbar Sie fest &#8211; und nicht der  Konsument.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Apothekerin</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6194</link>
		<dc:creator>Apothekerin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:01:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6194</guid>
		<description>Wichtig ist doch folgende Absicht der schwarzgelben Koalition:

&quot;Wir wollen, dass das allgemeine Wettbewerbsrecht als Ordnungsrahmen grunds&#228;tzlich auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung Anwendung findet. Insbesondere bei Rabattvertr&#228;gen, Fusionen von Krankenh&#228;usern und Krankenkassen sehen wir &#220;berpr&#252;fungsbedarf.&quot;

Wenn endlich das Kartellrecht im Gesundheitsrecht gilt, dann werden viele Wettbewerbsbremsen fallen, viel wichtiger als die Einschr&#228;nkung des Arzneimittelhandels: Das Oligopol der Krankenkassen w&#252;rde endlich gestutzt, und die Absprachen zwischen Krankenkassen und gewissen Pharmaunternehmen w&#252;rden endlich auf ihrer wettbewerbssch&#228;dliche Wirkung untersucht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wichtig ist doch folgende Absicht der schwarzgelben Koalition:</p>
<p>&#8220;Wir wollen, dass das allgemeine Wettbewerbsrecht als Ordnungsrahmen grunds&#228;tzlich auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung Anwendung findet. Insbesondere bei Rabattvertr&#228;gen, Fusionen von Krankenh&#228;usern und Krankenkassen sehen wir &#220;berpr&#252;fungsbedarf.&#8221;</p>
<p>Wenn endlich das Kartellrecht im Gesundheitsrecht gilt, dann werden viele Wettbewerbsbremsen fallen, viel wichtiger als die Einschr&#228;nkung des Arzneimittelhandels: Das Oligopol der Krankenkassen w&#252;rde endlich gestutzt, und die Absprachen zwischen Krankenkassen und gewissen Pharmaunternehmen w&#252;rden endlich auf ihrer wettbewerbssch&#228;dliche Wirkung untersucht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: A. G.</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6191</link>
		<dc:creator>A. G.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 14:44:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6191</guid>
		<description>@Robin Meyer-Lucht, der Gesundheitsschutz ist schon ein ziemlich treffendes Argument, um Wettbewerbseinschr&#228;nkungen bei Arzneimitteln zu rechtfertigen. Es geht hier nicht um den Versand von Bonbons. Mit dem Internetversandhandel haben die Neuverpackungen von Medikamenten als auch Medikamentef&#228;lschungen zugenommen. Je st&#228;rker der Handel mit Arzneimitteln liberalisiert werden w&#252;rde, desto mehr kann die Qualit&#228;t der Medikamentenversorgung sinken. Im Verh&#228;ltnis Pharmaindustrie/Gro&#223;handel/Apotheker/Verbraucher g&#228;be es hingegen einiges aufzuarbeiten.

Amtsapotheker k&#246;nnten zum Thema Gesundheitsschutz sicherlich fundiert ausf&#252;hren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Robin Meyer-Lucht, der Gesundheitsschutz ist schon ein ziemlich treffendes Argument, um Wettbewerbseinschr&#228;nkungen bei Arzneimitteln zu rechtfertigen. Es geht hier nicht um den Versand von Bonbons. Mit dem Internetversandhandel haben die Neuverpackungen von Medikamenten als auch Medikamentef&#228;lschungen zugenommen. Je st&#228;rker der Handel mit Arzneimitteln liberalisiert werden w&#252;rde, desto mehr kann die Qualit&#228;t der Medikamentenversorgung sinken. Im Verh&#228;ltnis Pharmaindustrie/Gro&#223;handel/Apotheker/Verbraucher g&#228;be es hingegen einiges aufzuarbeiten.</p>
<p>Amtsapotheker k&#246;nnten zum Thema Gesundheitsschutz sicherlich fundiert ausf&#252;hren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Apothekerin</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6190</link>
		<dc:creator>Apothekerin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 14:41:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6190</guid>
		<description>@ Robin Meyer-Lucht: Danke f&#252;r Ihren Beitrag. Ich bin eigentlich ganz ihrer Meinung, und wundere mich, das sie mich so hart angehen. Jedenfalls glaube ich auch nicht an einen sehr unm&#252;ndigen, st&#228;ndig beaufsichtigungsbed&#252;rftigen Konsumenten. Das geht aus meinem Beitrag auch nicht hervor, dass ich daran glaube.

Ich wollte Herrn Haucap lediglich deutlich machen, dass Wettbewerb eben nicht alles ist, wenn es wichtige Schutzzwecke gibt. Ob es die gibt, ist eben die Frage. Ob es darauf wohl immer eine eindeutige Antwort gibt? Vielleicht gibt es ja Unterschiede zwischen der Post und dem Arzneimittelmarkt? Kann doch sein? 

Ich halte das gegenw&#228;rtige Gesundheitssystem nicht f&#252;r effizient, es gibt viel Verschwendung. Ich sage auch nicht : &quot;Alles was derzeit an Wettbewerbsbremsen (und damit kostensteigernd) in das Apothekensystem eingebaut ist, dient dem Gesundheitsschutz&quot;. Das w&#228;re ja Bl&#246;dsinn. Aber: man muss gucken, ob etwas nun dem Gesundheitsschutz dient oder nicht. Ob das so ist, ist doch bei der von der Koalition beabsichtigten Reglung die Frage. Die Frage stellt sich Herr Haucap in dem Beitrag nicht, f&#252;r ihn ist das klar. Aber warum denn?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Robin Meyer-Lucht: Danke f&#252;r Ihren Beitrag. Ich bin eigentlich ganz ihrer Meinung, und wundere mich, das sie mich so hart angehen. Jedenfalls glaube ich auch nicht an einen sehr unm&#252;ndigen, st&#228;ndig beaufsichtigungsbed&#252;rftigen Konsumenten. Das geht aus meinem Beitrag auch nicht hervor, dass ich daran glaube.</p>
<p>Ich wollte Herrn Haucap lediglich deutlich machen, dass Wettbewerb eben nicht alles ist, wenn es wichtige Schutzzwecke gibt. Ob es die gibt, ist eben die Frage. Ob es darauf wohl immer eine eindeutige Antwort gibt? Vielleicht gibt es ja Unterschiede zwischen der Post und dem Arzneimittelmarkt? Kann doch sein? </p>
<p>Ich halte das gegenw&#228;rtige Gesundheitssystem nicht f&#252;r effizient, es gibt viel Verschwendung. Ich sage auch nicht : &#8220;Alles was derzeit an Wettbewerbsbremsen (und damit kostensteigernd) in das Apothekensystem eingebaut ist, dient dem Gesundheitsschutz&#8221;. Das w&#228;re ja Bl&#246;dsinn. Aber: man muss gucken, ob etwas nun dem Gesundheitsschutz dient oder nicht. Ob das so ist, ist doch bei der von der Koalition beabsichtigten Reglung die Frage. Die Frage stellt sich Herr Haucap in dem Beitrag nicht, f&#252;r ihn ist das klar. Aber warum denn?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6185</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 14:13:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6185</guid>
		<description>@ Apothekerin: Wie sollen also sagen: Alles was derzeit an Wettbewerbsbremsen (und damit kostensteigernd) in das Apothekensystem eingebaut ist, dient dem Gesundheitsschutz?

Das erinnert mich fatal an die Argumente von Schornsteinfegern ....

Es gilt also dem Gesundheitsschutz, dass man in Deutschland Apirin nicht in der Drogerie kaufen darf - anders in Gro&#223;britannien? 

Sie glauben leider an einen sehr unm&#252;ndigen, st&#228;ndig beaufsichtigungsbed&#252;rftigen Konsumenten. Bitte haben Sie Verst&#228;ndnis, dass Herr Haucap diese Menschenbild nicht teilt.

F&#252;r den Vergleich mit den USA m&#252;ssen Sie nat&#252;rlich nur die Kosten des Arzneimitelvertriebs jeweils vergleich - nicht die Kosten des Gesundheitssystems.

Selbst die Behauptung, dass die USA das teuerste Gesundheitssystem h&#228;tten, w&#228;re mit Angabe des Vergleichsfaktors zu machen.

Besten Gruss,


Robin Meyer-Lucht</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Apothekerin: Wie sollen also sagen: Alles was derzeit an Wettbewerbsbremsen (und damit kostensteigernd) in das Apothekensystem eingebaut ist, dient dem Gesundheitsschutz?</p>
<p>Das erinnert mich fatal an die Argumente von Schornsteinfegern &#8230;.</p>
<p>Es gilt also dem Gesundheitsschutz, dass man in Deutschland Apirin nicht in der Drogerie kaufen darf &#8211; anders in Gro&#223;britannien? </p>
<p>Sie glauben leider an einen sehr unm&#252;ndigen, st&#228;ndig beaufsichtigungsbed&#252;rftigen Konsumenten. Bitte haben Sie Verst&#228;ndnis, dass Herr Haucap diese Menschenbild nicht teilt.</p>
<p>F&#252;r den Vergleich mit den USA m&#252;ssen Sie nat&#252;rlich nur die Kosten des Arzneimitelvertriebs jeweils vergleich &#8211; nicht die Kosten des Gesundheitssystems.</p>
<p>Selbst die Behauptung, dass die USA das teuerste Gesundheitssystem h&#228;tten, w&#228;re mit Angabe des Vergleichsfaktors zu machen.</p>
<p>Besten Gruss,</p>
<p>Robin Meyer-Lucht</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Apothekerin</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6184</link>
		<dc:creator>Apothekerin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 13:54:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6184</guid>
		<description>@Justus Haucap: wie kann man so platt argumentieren?

&quot;Liberale Gesundheitspolitik&quot; ist es doch auch nicht, die Rezeptpflicht abzuschaffen, oder? Oder die Arzenimittelzulassungspflicht? Die beiden Pflichten sind aber auch wettbewerbssch&#228;dlich. Und das aus gutem Grund: Gesundheitsschutz!

Mehr Wettbewerb ist kein Wert und Ziel an sich! Wettbewerb muss es geben, wenn damit mehr Effizienz in einem Wirtschaftsbereich erzielt werden kann. Die Einschr&#228;nkung des Wettbewerbs, um Fehlentwicklungen zu vermeiden und um andere, legitime Ziele wie z.B. den Gesundheitschutz, zu verwirklichen, ist vern&#252;nftig. Und die Verhinderung von Wettbewerb, der nicht zu mehr Effizienz f&#252;hrt, ist liberal und &#246;konomisch vern&#252;nftig. Vor allem ist es richtig, den Mi&#223;brauch der Wettbewerbsfreiheit zu verhindern und vorzubeugen (Stichwort: Apothekenketten mit Lohndumping und &quot;Gammel-Medikamenten&quot; darf es nicht geben, k&#246;nnte es aber im Zuge einer Liberalisierung geben), und Entwicklungen, die dies Vorbereiten, zu stoppen.

Geschieht dies mit der beabsichtigten Regelung? Das ist die Frage! Ist es so, dann ist die beabsichtigte Regelung liberal und konsistent.

Und: Momentan arbeiten vorwiegend Frauen in Apotheken, zu guten L&#246;hnen und mit einer recht familienfreundlichen Flexibilit&#228;t. Das mag ja auf Kosten der Verbraucher gehen. Aber klar sollte doch sein, dass eine Liberalisierung des Apothekenmarktes dazu f&#252;hren kann, dass noch mehr Frauen in Billigjobs gesto&#223;en werden.... Apothekenketten werden intern so liberal gef&#252;hrt werden wie Schlecker oder Lidl. Es mag in manchen Apotheken auch heute schon schlechte Arbeitsbedingungen geben, aber in den meisten nicht!

Und: Wettbewerb ist sch&#246;n, aber es gibt eben auch andere Schutzg&#252;ter, die eben die Einschr&#228;nkung des Wettbewerbs notwendig machen.

Wenn der Wettbewerb immer gut und richtig w&#228;re.. ja dann....Wettbewerb dient eben nur der effizienten Verteilung von G&#252;tern.... und es k&#246;nnte doch sein, dass ein freier Apothekenmarkt h&#246;here Kosten macht... in den USA sind die Gesundheitskosten jedenfalls h&#246;her, und da ist der Apothekenmarkt liberalisiert...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Justus Haucap: wie kann man so platt argumentieren?</p>
<p>&#8220;Liberale Gesundheitspolitik&#8221; ist es doch auch nicht, die Rezeptpflicht abzuschaffen, oder? Oder die Arzenimittelzulassungspflicht? Die beiden Pflichten sind aber auch wettbewerbssch&#228;dlich. Und das aus gutem Grund: Gesundheitsschutz!</p>
<p>Mehr Wettbewerb ist kein Wert und Ziel an sich! Wettbewerb muss es geben, wenn damit mehr Effizienz in einem Wirtschaftsbereich erzielt werden kann. Die Einschr&#228;nkung des Wettbewerbs, um Fehlentwicklungen zu vermeiden und um andere, legitime Ziele wie z.B. den Gesundheitschutz, zu verwirklichen, ist vern&#252;nftig. Und die Verhinderung von Wettbewerb, der nicht zu mehr Effizienz f&#252;hrt, ist liberal und &#246;konomisch vern&#252;nftig. Vor allem ist es richtig, den Mi&#223;brauch der Wettbewerbsfreiheit zu verhindern und vorzubeugen (Stichwort: Apothekenketten mit Lohndumping und &#8220;Gammel-Medikamenten&#8221; darf es nicht geben, k&#246;nnte es aber im Zuge einer Liberalisierung geben), und Entwicklungen, die dies Vorbereiten, zu stoppen.</p>
<p>Geschieht dies mit der beabsichtigten Regelung? Das ist die Frage! Ist es so, dann ist die beabsichtigte Regelung liberal und konsistent.</p>
<p>Und: Momentan arbeiten vorwiegend Frauen in Apotheken, zu guten L&#246;hnen und mit einer recht familienfreundlichen Flexibilit&#228;t. Das mag ja auf Kosten der Verbraucher gehen. Aber klar sollte doch sein, dass eine Liberalisierung des Apothekenmarktes dazu f&#252;hren kann, dass noch mehr Frauen in Billigjobs gesto&#223;en werden&#8230;. Apothekenketten werden intern so liberal gef&#252;hrt werden wie Schlecker oder Lidl. Es mag in manchen Apotheken auch heute schon schlechte Arbeitsbedingungen geben, aber in den meisten nicht!</p>
<p>Und: Wettbewerb ist sch&#246;n, aber es gibt eben auch andere Schutzg&#252;ter, die eben die Einschr&#228;nkung des Wettbewerbs notwendig machen.</p>
<p>Wenn der Wettbewerb immer gut und richtig w&#228;re.. ja dann&#8230;.Wettbewerb dient eben nur der effizienten Verteilung von G&#252;tern&#8230;. und es k&#246;nnte doch sein, dass ein freier Apothekenmarkt h&#246;here Kosten macht&#8230; in den USA sind die Gesundheitskosten jedenfalls h&#246;her, und da ist der Apothekenmarkt liberalisiert&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: A. G.</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6170</link>
		<dc:creator>A. G.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 08:39:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6170</guid>
		<description>Noch ein Gedanke: 
Es geht offenbar auch um die Frage, welchen Stellenwert der Apotheker als Freiberufler haben soll. Theoretisch lie&#223;e sich eine Apotheke &#252;ber eine Kapitalgesellschaft f&#252;hren. Dar&#252;ber wurde in der Branche mal diskutiert. 
Die neue Regierung beachtet grunds&#228;tzlich, dass der Apotheker immer noch ein Freiberufler ist, eine schwierige Ausbildung hinter sich gebracht hat und in jeder Apotheke immer ein approbierter Apotheker – ob nun der Inhaber oder ein angestellter Apotheker – anwesend sein muss (!). Allerdings habe ich meine Zweifel daran, dass ein Apotheker mit vier Apotheken noch wirklich freiberuflich agiert. Ich pers&#246;nlich bin f&#252;r eine F&#246;rderung der freiberuflichen T&#228;tigkeit… So verkehrt finde ich die obige Idee im Koalitionsvertrag nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein Gedanke:<br />
Es geht offenbar auch um die Frage, welchen Stellenwert der Apotheker als Freiberufler haben soll. Theoretisch lie&#223;e sich eine Apotheke &#252;ber eine Kapitalgesellschaft f&#252;hren. Dar&#252;ber wurde in der Branche mal diskutiert.<br />
Die neue Regierung beachtet grunds&#228;tzlich, dass der Apotheker immer noch ein Freiberufler ist, eine schwierige Ausbildung hinter sich gebracht hat und in jeder Apotheke immer ein approbierter Apotheker – ob nun der Inhaber oder ein angestellter Apotheker – anwesend sein muss (!). Allerdings habe ich meine Zweifel daran, dass ein Apotheker mit vier Apotheken noch wirklich freiberuflich agiert. Ich pers&#246;nlich bin f&#252;r eine F&#246;rderung der freiberuflichen T&#228;tigkeit… So verkehrt finde ich die obige Idee im Koalitionsvertrag nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: A. G.</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6168</link>
		<dc:creator>A. G.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 08:10:39 +0000</pubDate>
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		<description>Zu den „Pick-Up-Stellen“: Derzeit braucht eine Internetversandapotheke nur an eine „Pick-Up-Stelle“ angekn&#252;pft zu sein, damit der Versandhandel zul&#228;ssig ist. Vielleicht geht es doch mehr um eine Eind&#228;mmung des Versandhandels?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den „Pick-Up-Stellen“: Derzeit braucht eine Internetversandapotheke nur an eine „Pick-Up-Stelle“ angekn&#252;pft zu sein, damit der Versandhandel zul&#228;ssig ist. Vielleicht geht es doch mehr um eine Eind&#228;mmung des Versandhandels?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>Von: A. G.</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6165</link>
		<dc:creator>A. G.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 08:05:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6165</guid>
		<description>Seit 01.01.2004 hat der Konkurrenzdruck bei den Apothekern bereits zugenommen, denn es d&#252;rfen drei Filialbetriebe gef&#252;hrt werden. Einige approbierte Apotheker haben hiervon Gebrauch gemacht und bieten vorwiegend &#252;ber Filialapotheken mit einer g&#252;nstigeren Preisstruktur ihre Arzneimittel und sonstige Produkte bis hin zu Asien-Importen an. In vielen St&#228;dten konnte in den vergangenen Jahren ein rasanter Zuwachs an Apotheken festgestellt werden. 

Die meisten Apotheker finanzieren ihren Betrieb mit einem Gro&#223;h&#228;ndler und meistens der Apotheker- und &#196;rztebank. &quot;Man&quot; kennt sich in der Branche.

Ein „freier Wettbewerb“, insbesondere mit starkem Internetversandhandel, w&#252;rde die Strukturen in der Pharma- und Apotheker-Branche ver&#228;ndern, zulasten der selbst&#228;ndigen Apotheker und Pharmakonzerne und zugunsten der Verbraucher und Generikahersteller. Dass das von Schwarz-Gelb nicht gewollt ist, verwundert nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 01.01.2004 hat der Konkurrenzdruck bei den Apothekern bereits zugenommen, denn es d&#252;rfen drei Filialbetriebe gef&#252;hrt werden. Einige approbierte Apotheker haben hiervon Gebrauch gemacht und bieten vorwiegend &#252;ber Filialapotheken mit einer g&#252;nstigeren Preisstruktur ihre Arzneimittel und sonstige Produkte bis hin zu Asien-Importen an. In vielen St&#228;dten konnte in den vergangenen Jahren ein rasanter Zuwachs an Apotheken festgestellt werden. </p>
<p>Die meisten Apotheker finanzieren ihren Betrieb mit einem Gro&#223;h&#228;ndler und meistens der Apotheker- und &#196;rztebank. &#8220;Man&#8221; kennt sich in der Branche.</p>
<p>Ein „freier Wettbewerb“, insbesondere mit starkem Internetversandhandel, w&#252;rde die Strukturen in der Pharma- und Apotheker-Branche ver&#228;ndern, zulasten der selbst&#228;ndigen Apotheker und Pharmakonzerne und zugunsten der Verbraucher und Generikahersteller. Dass das von Schwarz-Gelb nicht gewollt ist, verwundert nicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: robin</title>
		<link>http://carta.info/17036/besser-verdienende-sind-vom-wettbewerb-auszunehmen/comment-page-1/#comment-6138</link>
		<dc:creator>robin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 14:28:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17036#comment-6138</guid>
		<description>Irrsin! Zum Gl&#252;ck ist der Klientelismus der Wettbewerbspartei FDP ja in vielen klassischen Medien hinl&#228;nglich kommentiert worden.

Die Sache hat eine Vorgeschichte, die auch - peinlicherweise - der Zuk&#252;nftige Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle unterst&#252;tzt hat. Mitte letzten Jahres brachte die FDP die Drucksache 16/9752 in den Bundestag ein:
dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/097/1609752.pdf

Der Bundestag wolle beschlie&#223;en:
Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
umgehend einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Abgabe von Arzneimitteln u¨ber Abholstellen, wie es zurzeit z. B. von Drogeriem&#228;rkten angeboten wird, unterbindet.
Berlin, den 24. Juni 2008

In der Begr&#252;ndung hei&#223;t es unter anderen:

&quot;Drogerien, Tankstellen oder Kioskbetriebe sollen sich nicht den Anschein einer Apotheke geben k&#246;nnen, ohne die Qualit&#228;tsvoraussetzungen und Pflichten (z. B. Nacht- und Wochenenddienst, Labor, etc.) zu u¨bernehmen. Deshalb muss im Gesetz klargestellt werden, dass ein Versand von Arzneimitteln nur unmittelbar an den Endverbraucher zul&#228;ssig ist. Auf diese Weise wird den Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit Rechnung getragen und ein Aufweichen des Bewusstseins, dass Arzneimittel ganz besondere Gu¨ter mit zum Teil schweren Nebenwirkungen sind, vermieden, ohne die Berufsfreiheit unangemessen ein- zuschr&#228;nken. Ein solches Verbot des Arzneimittelversandes nach dem „Abhol- konzept“ wu¨rde zwar in das durch Artikel 12 Abs. 1 des Grundgesetzes ge- schu¨tzte Grundrecht der Berufsfreiheit der Apotheker und der Abholstellen- betreiber eingreifen. Ein solcher Eingriff w&#228;re jedoch verfassungsrechtlich gerechtfertigt. Erw&#228;gungen der Arzneimittelsicherheit erfu¨llen den Gemein- wohlzweck, der eine Berufsausu¨bungsregelung zu rechtfertigen vermag. Im Hinblick darauf, dass das Verbot der Vorbeugung des Arzneimittelmissbrauchs sowie der Sicherstellung einer sachgem&#228;&#223;en Behandlung und Lagerung der ver- sandten Medikamente dient, ist es geeignet, erforderlich und zumutbar. Das gilt auch im Hinblick auf das Gemeinschaftsrecht.&quot;


Dr. Guido Westerwelle und Fraktion

Immerhin geht es offenbar aber &quot;nur&quot; um die Pick-Up-Stellen, nicht um den Arzneimittelversand &#252;berhaupt. 

Interessant w&#228;re, inwieweit Pick-Up-Stellen eigentlich eine gr&#246;&#223;ere Konkurrenz zu Apotheken darstellen als der klassische Arznei-Versandhandel - ob es sich also um ein sehr umsatzrelevantes oder vor allem ein symbolisches Thema handelt?

rml</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Irrsin! Zum Gl&#252;ck ist der Klientelismus der Wettbewerbspartei FDP ja in vielen klassischen Medien hinl&#228;nglich kommentiert worden.</p>
<p>Die Sache hat eine Vorgeschichte, die auch &#8211; peinlicherweise &#8211; der Zuk&#252;nftige Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle unterst&#252;tzt hat. Mitte letzten Jahres brachte die FDP die Drucksache 16/9752 in den Bundestag ein:<br />
dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/097/1609752.pdf</p>
<p>Der Bundestag wolle beschlie&#223;en:<br />
Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,<br />
umgehend einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Abgabe von Arzneimitteln u¨ber Abholstellen, wie es zurzeit z. B. von Drogeriem&#228;rkten angeboten wird, unterbindet.<br />
Berlin, den 24. Juni 2008</p>
<p>In der Begr&#252;ndung hei&#223;t es unter anderen:</p>
<p>&#8220;Drogerien, Tankstellen oder Kioskbetriebe sollen sich nicht den Anschein einer Apotheke geben k&#246;nnen, ohne die Qualit&#228;tsvoraussetzungen und Pflichten (z. B. Nacht- und Wochenenddienst, Labor, etc.) zu u¨bernehmen. Deshalb muss im Gesetz klargestellt werden, dass ein Versand von Arzneimitteln nur unmittelbar an den Endverbraucher zul&#228;ssig ist. Auf diese Weise wird den Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit Rechnung getragen und ein Aufweichen des Bewusstseins, dass Arzneimittel ganz besondere Gu¨ter mit zum Teil schweren Nebenwirkungen sind, vermieden, ohne die Berufsfreiheit unangemessen ein- zuschr&#228;nken. Ein solches Verbot des Arzneimittelversandes nach dem „Abhol- konzept“ wu¨rde zwar in das durch Artikel 12 Abs. 1 des Grundgesetzes ge- schu¨tzte Grundrecht der Berufsfreiheit der Apotheker und der Abholstellen- betreiber eingreifen. Ein solcher Eingriff w&#228;re jedoch verfassungsrechtlich gerechtfertigt. Erw&#228;gungen der Arzneimittelsicherheit erfu¨llen den Gemein- wohlzweck, der eine Berufsausu¨bungsregelung zu rechtfertigen vermag. Im Hinblick darauf, dass das Verbot der Vorbeugung des Arzneimittelmissbrauchs sowie der Sicherstellung einer sachgem&#228;&#223;en Behandlung und Lagerung der ver- sandten Medikamente dient, ist es geeignet, erforderlich und zumutbar. Das gilt auch im Hinblick auf das Gemeinschaftsrecht.&#8221;</p>
<p>Dr. Guido Westerwelle und Fraktion</p>
<p>Immerhin geht es offenbar aber &#8220;nur&#8221; um die Pick-Up-Stellen, nicht um den Arzneimittelversand &#252;berhaupt. </p>
<p>Interessant w&#228;re, inwieweit Pick-Up-Stellen eigentlich eine gr&#246;&#223;ere Konkurrenz zu Apotheken darstellen als der klassische Arznei-Versandhandel &#8211; ob es sich also um ein sehr umsatzrelevantes oder vor allem ein symbolisches Thema handelt?</p>
<p>rml</p>
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