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Miriam Meckel

12 Fragen zur Bundestagswahl

Miriam Meckel | 9 Kommentar(e)


29.09.2009 | 


1. Welche Drogen braucht man in der ARD, um mitten im Wahlabend die Lindenstraße zu zeigen?

2. Welche Phase genau war in diesem Wahlkampf die, die als „heiße Phase“ bezeichnet wird?

3. Warum dringen die doch beachtlichen programmatischen Unterschiede zwischen den Parteien im öffentlichen Diskurs kaum noch durch?

4. Ab wie viel Prozent der Wählerstimmen ist eine Partei keine Volkspartei mehr?

5. Kann Nichtwählen in einer Demokratie überhaupt ein geeignetes Mittel der demokratischen Meinungsäußerung sein oder ist das eine contradictio in adiecto?

6. Warum wurden die exit polls aufgrund der vorangehenden Twitterleaks diesmal wie eine geheime Verschlusssache behandelt, während einzelne Meinungsforschungsinstitute Tage vor der Wahl ihre Prognosen als Gewissheiten veröffentlichen dürfen?

7. Haben sich die politisch bewussten digital natives mit der Gründung einer Partei und dem Weg in die politische Institutionalisierung einen Gefallen getan?

8. Begreift die SPD jetzt mal, dass die Tabuisierung von Themen und Gegnern politisch nicht funktionieren kann?

9. Wollte schon mal jemand nur Kanzlerin/Kanzler von einem Drittel der Deutschen sein statt von allen?

10. Was legitimiert eigentlich die Ausschließeritis der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl, wenn doch Koalitionen Wahlergebnisse abbilden sollen und nicht umgekehrt?

11. Wie werden wir in vier Jahren den Begriff der „sozialen Marktwirtschaft“ interpretieren?

12. Warum spenden die Parteien nicht ihre gesamten Wahlkampfbudgets an die Bundeszentrale für politische Bildung und initiieren im Bundestag eine Verfassungsänderung, die eine Ad-hoc-Wahl (heute ankündigen, morgen wählen) ermöglicht?

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[via MiriamMeckel]

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9 Kommentare

  1. sebsn |  29.09.2009 | 03:12 | permalink  

    12. Warum spenden die Parteien nicht ihre gesamten Wahlkampfbudgets an die Bundeszentrale für politische Bildung und initiieren im Bundestag eine Verfassungsänderung, die eine Ad-hoc-Wahl (heute ankündigen, morgen wählen) ermöglicht?

    WORD! :D

  2. Felix Neumann |  29.09.2009 | 09:28 | permalink  

    Ad 1) Was wurde denn nach 18.05 noch gesendet, was zu berichten sich gelohnt hätte? Gelegentliche Hochrechnungen kann man auch als Lauftext im meinetwegen Tatort oder der Lindenstraße einblenden, ansonsten besteht Wahlberichterstattung daraus, daß entweder Politiker ihre vorhersehbare Sicht des Ergebnisses kundtun oder Politiker genötigt werden, Koalitionsverhandlungen vorzugreifen, was sie dann nicht tun.

    Gut, gelegentlich gibt es noch wirklich neue Informationen (Wählerwanderungen, regionale Verteilungen, Rücktritte) – aber der Fokus liegt erstens darauf, das nur nebenbei zwischen der provozierten Phrasenabholung zu tun, und zweitens wird das Potential von recht schnell zur Verfügung stehenden Datenmassen nicht genutzt. (Kein Vergleich mit CNNs virtuosem Umgang mit der Magic Wall.)

  3. Fups |  29.09.2009 | 11:51 | permalink  

    Schätze ich bin gegenwärtig zu dumm. Ich verstehe das Zettelchen immer noch nicht… Erkenntnis der Faltenanalyse? (siehe “die zukunft ist schön” bei google) ;-)

  4. Fups |  29.09.2009 | 11:54 | permalink  

    Frau Meckel, versuchen Sie es doch mal hiermit: http://www.schoenerezukunft.at

  5. twente |  29.09.2009 | 14:23 | permalink  

    danke! die lindenstrasse hat mich auch sehr verwirrt.

  6. westernworld |  29.09.2009 | 22:59 | permalink  

    zu 4. irgendwo zwischen 30-40% wird das rubrum albern, hängt ein bißchen auch von der bandbreite der vertretenen milieus ab. unter 30% wird es sinnlos von volkspartei zu sprechen.

    zu 5. in einer demokratie nicht, die frage ist aber ob wir uns nicht schon längst in einem ganz anderen system oder auf dem weg dahin befinden und die wahlenhaltung hierfür nur ein symptom darstellt. ich spreche in diesem zusammenhang gerne polemisch von der repräsentativen plutokratie durchzusetzen scheint sich aber der begriff der postdemokratie.

  7. Juza |  30.09.2009 | 18:42 | permalink  

    Also Fups, http://www.schoenerezukunft.at ist ja noch gräßlicher als der Zettel!

  8. Chantal |  01.10.2009 | 09:19 | permalink  

    @Fups, ich vermute, dass Immobilien hier nicht angeboten werden dürfen. Bitte keine Geschäfte über carta.

    Bye, Chantal

  9. Ellen Alex Morgan |  01.10.2009 | 20:12 | permalink  

    Christean Wagner von der Hessen CDU möchte dass C bei der CDU wieder größer schreiben, Rückbesinnung an alte Tugenden…die Homo Ehe gehört da natürlich gar nicht dazu. Peter Zudeik wurde heute abend zu Werten befragt, hatte sehr gute Antworten…finde die Wertediskussion sinnvoll, aber warum können Werte nicht auch tolerant sein? Und die Äußerungen zu Westerwelle zeigen, wir sind lange nicht am Ziel was die Aktzeptanz bedeutet, erstaunlicherweise finden dass viele Homosexuelle in Ordnung. Ja wir können froh sein nicht mehr uns nach §175 straffällig zu machen, was für eine Errungenschaft! Freue mich jeden Tag darüber sehr aber bitte, ich darf ja machen was ich will, aber bitte nicht es zum ständigen Thema machen, dann habe ich doch zu ein großes Geltungs und Sendebewußtsein… Und die Lesben helfen mir da auch nicht wirklich weiter, habe dass Gefühl viele haben sich Schachteln gebastelt und das Guckloch aus der Schachtel ist halb verklebt…mit Vorurteilen, habe selten so wenig Toleranz gespürt wie bei dieser Gruppe… Aber dies ist ein anderes Thema…aber es regt es mich so auf dass Koch und Konsorten an der Regierung sind denn dass bedeutet für die Homo Rechte Stillstand! Und ich bein keine Markt Radikale, lache sehr gerne und mag Männer…und gehe jetzt mal lieber schlafen…

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