<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die Selbstentmachtung der W&#228;hler</title>
	<atom:link href="http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 01:08:11 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: WKou1en</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-5202</link>
		<dc:creator>WKou1en</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 19:28:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-5202</guid>
		<description>&quot;Klaus-Peter Sch&#246;ppner wird sich gleich dazu &#228;u&#223;ern.&quot;

Ich will ja nicht dr&#228;ngeln: aber wann ist &quot;gleich&quot;?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Klaus-Peter Sch&#246;ppner wird sich gleich dazu &#228;u&#223;ern.&#8221;</p>
<p>Ich will ja nicht dr&#228;ngeln: aber wann ist &#8220;gleich&#8221;?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kuro Sawai</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4982</link>
		<dc:creator>Kuro Sawai</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 16:04:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4982</guid>
		<description>Ich kann ihrer Philippika nicht zustimmen, Herr Sch&#246;ppner. Die Entstehung neuer Parteien ist keine Gef&#228;hrdung der Demokratie sondern ein Anzeichen ihrer Vitalit&#228;t. 
Die Kommentare 7, 9 und 10 sind auch ganz in diesem Sinne und m.E. zutreffend.

Ein Mehrheitswahlrecht wie es Frau Langer bef&#252;rwortet w&#228;re &#252;berhaupt kein Fortschritt. Kriterium: Sind die Briten etwa gl&#252;cklicher &#252;ber ihre Regierung? kein bisschen, denn es bringt keinerlei demokratischen Mehrwert! Nur ein Mehr an Direkter Demokratie à la Schweiz sowie der Bann des verfassungswidrigen Fraktionszwangs w&#228;ren Fortschritte gegen&#252;ber dem gegenw&#228;rtigen Stand.

Weitaus bedrohlicher finde ich die reale Aussicht, dass es am 27. 9. eine linke Stimmen-Mehrheit geben k&#246;nnte und wegen der zu erwartenden (verfassungswidrigen, aber das VerfG-Urteil wurde ja noch nicht umgesetzt) CDU-&#220;berhangsmadate trotzdem eine Mandatsmehrheit f&#252;r Gelb-Schwarz eintritt. Das w&#228;re ein feiner Super-GAU f&#252;r die Legitimation der deutschen Demokratie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann ihrer Philippika nicht zustimmen, Herr Sch&#246;ppner. Die Entstehung neuer Parteien ist keine Gef&#228;hrdung der Demokratie sondern ein Anzeichen ihrer Vitalit&#228;t.<br />
Die Kommentare 7, 9 und 10 sind auch ganz in diesem Sinne und m.E. zutreffend.</p>
<p>Ein Mehrheitswahlrecht wie es Frau Langer bef&#252;rwortet w&#228;re &#252;berhaupt kein Fortschritt. Kriterium: Sind die Briten etwa gl&#252;cklicher &#252;ber ihre Regierung? kein bisschen, denn es bringt keinerlei demokratischen Mehrwert! Nur ein Mehr an Direkter Demokratie à la Schweiz sowie der Bann des verfassungswidrigen Fraktionszwangs w&#228;ren Fortschritte gegen&#252;ber dem gegenw&#228;rtigen Stand.</p>
<p>Weitaus bedrohlicher finde ich die reale Aussicht, dass es am 27. 9. eine linke Stimmen-Mehrheit geben k&#246;nnte und wegen der zu erwartenden (verfassungswidrigen, aber das VerfG-Urteil wurde ja noch nicht umgesetzt) CDU-&#220;berhangsmadate trotzdem eine Mandatsmehrheit f&#252;r Gelb-Schwarz eintritt. Das w&#228;re ein feiner Super-GAU f&#252;r die Legitimation der deutschen Demokratie.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4974</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 12:54:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4974</guid>
		<description>Danke f&#252;r die vielen Kommentare. Klaus-Peter Sch&#246;ppner wird sich gleich dazu &#228;u&#223;ern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die vielen Kommentare. Klaus-Peter Sch&#246;ppner wird sich gleich dazu &#228;u&#223;ern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wahl 2009: Wie Politiker uns Politikverdrossenheit vorleben &#171; TV&#8230; und so</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4973</link>
		<dc:creator>Wahl 2009: Wie Politiker uns Politikverdrossenheit vorleben &#171; TV&#8230; und so</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 12:51:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4973</guid>
		<description>[...] Parteien fest verankert im deutschen Bundestag. Ist ein Ende abzusehen? Klaus-Peter Sch&#246;ppner stellt auf Carta fest: &#8222;Das alte Freund-Feind-Denken aus Zeiten der schwarzgelben oder rotgr&#252;nen Lagerbildung [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Parteien fest verankert im deutschen Bundestag. Ist ein Ende abzusehen? Klaus-Peter Sch&#246;ppner stellt auf Carta fest: &#8222;Das alte Freund-Feind-Denken aus Zeiten der schwarzgelben oder rotgr&#252;nen Lagerbildung [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Television</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4967</link>
		<dc:creator>Thomas Television</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 11:44:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4967</guid>
		<description>Ich sehe vor allem das Problem, dass es in Deutschland, wie Klaus-Peter Sch&#246;ppner schreibt, keine klassischen Lager mehr gibt. CDU, SPD, Gr&#252;ne und FDP sind (auch wenn sie das teilweise nicht tun) grunds&#228;tzlich beliebig untereinander koalitionsf&#228;hig, was sie ja auch demokratisch gesehen sein sollen, ich meine allerdings auch inhaltlich. Von Themen wie Atomausstieg und Mindestlohn w&#252;rde ich mich da erstmal nicht abschrecken lassen: grunds&#228;tzlich handelt es sich um vier b&#252;rgerliche, gem&#228;&#223;igt neoliberale Parteien, die verwechselbar und wenig konkret in ihrer politischen Ausrichtung sind. Einzig Die Linke vertritt zumindest scheinbar eine ganz andere Politik. W&#252;rde die SPD mit ihr koalieren wollen, g&#228;be es m&#246;glicherweise eine sozialdemokratische Mehrheit gegen&#252;ber der b&#252;rgerlich-neoliberalen. Dann k&#246;nnte der W&#228;hler auch klar entscheiden, welches von beidem er will. Im Moment steht nichts zur Wahl au&#223;er der Fortsetzung des status quo.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe vor allem das Problem, dass es in Deutschland, wie Klaus-Peter Sch&#246;ppner schreibt, keine klassischen Lager mehr gibt. CDU, SPD, Gr&#252;ne und FDP sind (auch wenn sie das teilweise nicht tun) grunds&#228;tzlich beliebig untereinander koalitionsf&#228;hig, was sie ja auch demokratisch gesehen sein sollen, ich meine allerdings auch inhaltlich. Von Themen wie Atomausstieg und Mindestlohn w&#252;rde ich mich da erstmal nicht abschrecken lassen: grunds&#228;tzlich handelt es sich um vier b&#252;rgerliche, gem&#228;&#223;igt neoliberale Parteien, die verwechselbar und wenig konkret in ihrer politischen Ausrichtung sind. Einzig Die Linke vertritt zumindest scheinbar eine ganz andere Politik. W&#252;rde die SPD mit ihr koalieren wollen, g&#228;be es m&#246;glicherweise eine sozialdemokratische Mehrheit gegen&#252;ber der b&#252;rgerlich-neoliberalen. Dann k&#246;nnte der W&#228;hler auch klar entscheiden, welches von beidem er will. Im Moment steht nichts zur Wahl au&#223;er der Fortsetzung des status quo.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: eParanoid</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4964</link>
		<dc:creator>eParanoid</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 10:14:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4964</guid>
		<description>Die W&#228;hler entmachten sich aus meiner Sicht nicht, indem sie sich von den sogenannten Volksparteien abwenden. Im Gegenteil: Sie emanizpieren sich. Sie sind dabei, sich aus der Bevormundung der reinen Machterhaltungsparteien zu befreien, die schon lange keine politische Identit&#228;t mehr haben.

Neue Parteien bilden sich &#252;ber Themen und Inhalte, die von den &quot;etablierten&quot; Parteien ignoriert werden. So sind die Gr&#252;nen &#252;ber das Thema Umweltschutz entstanden. Und so wurde es auch der Linke &#252;ber &quot;soziale Gerechtigkeit&quot; erm&#246;glicht, mehr als die Partei der DDR-Nostalgiker zu werden. Vielleicht schaffen es demn&#228;chst die Piraten als Partei des &quot;Verfassungsschutzes&quot; (im eigentlichen Wortsinn) in der Politik eine parlamentarische Rolle zu spielen.

Ich finde es hoffnungsvoll, da&#223; unsere Demokratie durch neue Parteien &#252;ber die Kraft der Selbsterneuerung verf&#252;gt.

Noch ein Wort des Trostes f&#252;r die Gegner eines Vielparteiensystems:
Die von mir begr&#252;&#223;te Selbsterneuerung mu&#223; sich nicht nur durch die Entstehung neuer Parteien manifestieren. Sie k&#246;nnte das durchaus auch durch das Verschwinden &#252;berholter Parteien. Die SPD hat meines Erachtens gute Chancen, in 2-3 Wahlperioden an der 5%-H&#252;rde zu scheitern. Das Aussterben der (Stamm-)W&#228;hler der CDU wird sich wahrscheinlich noch etwas l&#228;nger hinziehen.

eParanoid</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die W&#228;hler entmachten sich aus meiner Sicht nicht, indem sie sich von den sogenannten Volksparteien abwenden. Im Gegenteil: Sie emanizpieren sich. Sie sind dabei, sich aus der Bevormundung der reinen Machterhaltungsparteien zu befreien, die schon lange keine politische Identit&#228;t mehr haben.</p>
<p>Neue Parteien bilden sich &#252;ber Themen und Inhalte, die von den &#8220;etablierten&#8221; Parteien ignoriert werden. So sind die Gr&#252;nen &#252;ber das Thema Umweltschutz entstanden. Und so wurde es auch der Linke &#252;ber &#8220;soziale Gerechtigkeit&#8221; erm&#246;glicht, mehr als die Partei der DDR-Nostalgiker zu werden. Vielleicht schaffen es demn&#228;chst die Piraten als Partei des &#8220;Verfassungsschutzes&#8221; (im eigentlichen Wortsinn) in der Politik eine parlamentarische Rolle zu spielen.</p>
<p>Ich finde es hoffnungsvoll, da&#223; unsere Demokratie durch neue Parteien &#252;ber die Kraft der Selbsterneuerung verf&#252;gt.</p>
<p>Noch ein Wort des Trostes f&#252;r die Gegner eines Vielparteiensystems:<br />
Die von mir begr&#252;&#223;te Selbsterneuerung mu&#223; sich nicht nur durch die Entstehung neuer Parteien manifestieren. Sie k&#246;nnte das durchaus auch durch das Verschwinden &#252;berholter Parteien. Die SPD hat meines Erachtens gute Chancen, in 2-3 Wahlperioden an der 5%-H&#252;rde zu scheitern. Das Aussterben der (Stamm-)W&#228;hler der CDU wird sich wahrscheinlich noch etwas l&#228;nger hinziehen.</p>
<p>eParanoid</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tarantoga</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4962</link>
		<dc:creator>Tarantoga</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 06:31:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4962</guid>
		<description>Auch wenn es oberfl&#228;chlich betrachtet nach W&#228;hlerentmachtung aussieht, es ist keine sondern nur eine Ver&#228;nderung wann und wo entschieden wird. Im &quot;alten&quot; System konnte zwar nach der Wahl nicht so viel durch die Gew&#228;hlten gestaltet werden, daf&#252;r hatten sie aber schon da die Macht im Vorfeld der Wahl ihr Angebot zu formulieren und dadurch die Wahlm&#246;glichkeiten der W&#228;hler einzugrenzen. Wer fr&#252;her den linken Rand der SPD w&#228;hlen wollte, dem blieb nur die Hoffnung, dass entsprechende Listen und Programme aufgestellt werden und er dar&#252;ber am Wahltag &#252;berhaupt abstimmen darf. Wenn dann wie unter Schr&#246;der der linke Fl&#252;gel keine Rolle spielte, so konnte der W&#228;hler sich zwar sicher sein mit seiner SPD-Stimme f&#252;r eine bestimmte Regierungskoalition zu stimmen, aber er hatte &#252;berhaupt keine Chance seine eigentliche politische Richtung zu w&#228;hlen. Heute dagegen k&#246;nnte er einfach die Linke w&#228;hlen und er kann damit mit seiner Stimme seinem politischen Willen einen pr&#228;ziseren Ausdruck geben. Es handelt sich damit nicht um einen Machtverlust des W&#228;hlers, vielleicht ist es sogar eine Steigerung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es oberfl&#228;chlich betrachtet nach W&#228;hlerentmachtung aussieht, es ist keine sondern nur eine Ver&#228;nderung wann und wo entschieden wird. Im &#8220;alten&#8221; System konnte zwar nach der Wahl nicht so viel durch die Gew&#228;hlten gestaltet werden, daf&#252;r hatten sie aber schon da die Macht im Vorfeld der Wahl ihr Angebot zu formulieren und dadurch die Wahlm&#246;glichkeiten der W&#228;hler einzugrenzen. Wer fr&#252;her den linken Rand der SPD w&#228;hlen wollte, dem blieb nur die Hoffnung, dass entsprechende Listen und Programme aufgestellt werden und er dar&#252;ber am Wahltag &#252;berhaupt abstimmen darf. Wenn dann wie unter Schr&#246;der der linke Fl&#252;gel keine Rolle spielte, so konnte der W&#228;hler sich zwar sicher sein mit seiner SPD-Stimme f&#252;r eine bestimmte Regierungskoalition zu stimmen, aber er hatte &#252;berhaupt keine Chance seine eigentliche politische Richtung zu w&#228;hlen. Heute dagegen k&#246;nnte er einfach die Linke w&#228;hlen und er kann damit mit seiner Stimme seinem politischen Willen einen pr&#228;ziseren Ausdruck geben. Es handelt sich damit nicht um einen Machtverlust des W&#228;hlers, vielleicht ist es sogar eine Steigerung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Solon</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4960</link>
		<dc:creator>Solon</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 04:29:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4960</guid>
		<description>Das eigentliche Problem ist doch, dass die jeweilige Mehrheitskoalition immer sowohl die Regierung stellt als auch die Mehrheit im Parlament. Damit wird die Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Legislative ausgehebelt, weil beide Gewalten durch die Parteifunktion&#228;re der Mehrheitskoalition kontrolliert werden. So ist das Parlament nur noch dazu da, die Regierung zu w&#228;hlen und kann sich dann als echter Kontrolleur der Regierung verabschieden.

Wenn hingegen alle Abgeordneten direkt gew&#228;hlt w&#252;rden (also ohne Parteilisten, ohne Zweitstimme) und dazu eventuell sogar noch der Regierungschef direkt gew&#228;hlt w&#252;rde, h&#228;tten wir wieder echte politische Auseinandersetzungen und gegenseitige Kontrollen zwischen Exekutive und Legislative. Modell USA halt.

Das einzige Problem dabei ist, dass bei Direktwahlen nur die Siegerkandidaten eines Wahlkreises ins Parlament ziehen und so - selbst bei einer Stichwahl - h&#228;ufig die H&#228;lfte der Stimmen in einem Wahlkreis keine politische Repr&#228;sentanz im Parlament bekommt. Hier sollte ja eigentlich die Zweitstimme f&#252;r Ausgleich sorgen. Inzwischen jedoch haben die politischen Parteien dank der Zweitstimme eine durch den W&#228;hler nur noch schwer zu kontrollierende Macht bekommen. G&#228;be es jedoch nur Direktkandidaten, w&#228;ren die gew&#228;hlten Abgeordneten viel abh&#228;ngiger von ihren W&#228;hlern in ihrem Wahlkreis, m&#252;ssten also unbedingt auf deren W&#252;nsche eingehen, w&#228;ren somit wahre Repr&#228;sentanten ihrer W&#228;hler.

Frage:
Gibt es nicht L&#246;sungen, um selbst bei einer reinen Direktwahl der Kandidaten auch die Stimmen der unterlegenen Kandidaten im Parlament zu repr&#228;sentieren? Wie w&#228;re es z.B., wenn nicht nur die Siegerkandidaten ins Parlament ziehen, sondern auch unterlegene Kandidaten? Wie w&#228;re es, wenn also z.B. alle Kandidaten eines Wahlkreises, die mehr als 10% oder mehr als 25% der Stimmen bekamen, ins Parlament ziehen, dort im Parlament jedoch ihre Stimmen bei Abstimmungen gewichtet werden mit der Prozentzahl der Stimmen, die sie in ihrem Wahlkreis auf sich vereinen konnten? Das d&#252;rfte heute doch technisch kein Problem mehr sein.

Parteien w&#228;ren dann nur noch eine Art Organisationsplattform, denen sich Kandidaten anschlie&#223;en k&#246;nnen, um Unterst&#252;tzung in ihrem Wahlkampf zu bekommen und um ihren W&#228;hlern zu signalisieren, f&#252;r welche programmatische Richtung sie stehen.

Solch eine umfassende Wahlreform br&#228;chte nat&#252;rlich viele &#196;nderungen mit sich. Zum Beispiel m&#252;ssten die Wahlkreise vergr&#246;&#223;ert werden und die gesamte politische Berichterstattung w&#252;rde sich &#228;ndern, sich vermutlich regionalisieren: Denn dann w&#228;ren f&#252;r den W&#228;hler nicht mehr die gro&#223;en Parteien wichtig, sondern ihre Kandidaten in ihrem Wahlkreis. Aber in den USA funktioniert dieses System ja eigentlich sehr gut - zumindest wenn man als Kriterium heranzieht, ob die einzelnen W&#228;hler Einfluss aus&#252;ben auf ihre Kandidaten oder nicht. Und darauf kommt es ja letztlich an in einer Demokratie.

Diese Reform der repr&#228;sentativen Demokratie w&#228;re auch vermutlich technisch einfacher durchzuf&#252;hren, als beispielsweise von heute auf morgen eher in ein Schweizer Modell mit mehr direkter Demokratie umzuschwenken (so sch&#246;n das auch w&#228;re).

Aber trotzdem bef&#252;rchte ich, dass die politischen Parteien in Deutschland bereits solch eine Macht haben, dass sie mit aller Kraft verhindern w&#252;rden, das System abzuschaffen, das sie so gro&#223; und m&#228;chtig hat werden lassen.

Somit werden wir wohl noch viele Jahrzehnte mit dieser Parteiendemokratie leben m&#252;ssen, bis sie von selbst in irgendeiner Weise auseinanderfliegt oder zusammenbricht, bef&#252;rchte ich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das eigentliche Problem ist doch, dass die jeweilige Mehrheitskoalition immer sowohl die Regierung stellt als auch die Mehrheit im Parlament. Damit wird die Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Legislative ausgehebelt, weil beide Gewalten durch die Parteifunktion&#228;re der Mehrheitskoalition kontrolliert werden. So ist das Parlament nur noch dazu da, die Regierung zu w&#228;hlen und kann sich dann als echter Kontrolleur der Regierung verabschieden.</p>
<p>Wenn hingegen alle Abgeordneten direkt gew&#228;hlt w&#252;rden (also ohne Parteilisten, ohne Zweitstimme) und dazu eventuell sogar noch der Regierungschef direkt gew&#228;hlt w&#252;rde, h&#228;tten wir wieder echte politische Auseinandersetzungen und gegenseitige Kontrollen zwischen Exekutive und Legislative. Modell USA halt.</p>
<p>Das einzige Problem dabei ist, dass bei Direktwahlen nur die Siegerkandidaten eines Wahlkreises ins Parlament ziehen und so &#8211; selbst bei einer Stichwahl &#8211; h&#228;ufig die H&#228;lfte der Stimmen in einem Wahlkreis keine politische Repr&#228;sentanz im Parlament bekommt. Hier sollte ja eigentlich die Zweitstimme f&#252;r Ausgleich sorgen. Inzwischen jedoch haben die politischen Parteien dank der Zweitstimme eine durch den W&#228;hler nur noch schwer zu kontrollierende Macht bekommen. G&#228;be es jedoch nur Direktkandidaten, w&#228;ren die gew&#228;hlten Abgeordneten viel abh&#228;ngiger von ihren W&#228;hlern in ihrem Wahlkreis, m&#252;ssten also unbedingt auf deren W&#252;nsche eingehen, w&#228;ren somit wahre Repr&#228;sentanten ihrer W&#228;hler.</p>
<p>Frage:<br />
Gibt es nicht L&#246;sungen, um selbst bei einer reinen Direktwahl der Kandidaten auch die Stimmen der unterlegenen Kandidaten im Parlament zu repr&#228;sentieren? Wie w&#228;re es z.B., wenn nicht nur die Siegerkandidaten ins Parlament ziehen, sondern auch unterlegene Kandidaten? Wie w&#228;re es, wenn also z.B. alle Kandidaten eines Wahlkreises, die mehr als 10% oder mehr als 25% der Stimmen bekamen, ins Parlament ziehen, dort im Parlament jedoch ihre Stimmen bei Abstimmungen gewichtet werden mit der Prozentzahl der Stimmen, die sie in ihrem Wahlkreis auf sich vereinen konnten? Das d&#252;rfte heute doch technisch kein Problem mehr sein.</p>
<p>Parteien w&#228;ren dann nur noch eine Art Organisationsplattform, denen sich Kandidaten anschlie&#223;en k&#246;nnen, um Unterst&#252;tzung in ihrem Wahlkampf zu bekommen und um ihren W&#228;hlern zu signalisieren, f&#252;r welche programmatische Richtung sie stehen.</p>
<p>Solch eine umfassende Wahlreform br&#228;chte nat&#252;rlich viele &#196;nderungen mit sich. Zum Beispiel m&#252;ssten die Wahlkreise vergr&#246;&#223;ert werden und die gesamte politische Berichterstattung w&#252;rde sich &#228;ndern, sich vermutlich regionalisieren: Denn dann w&#228;ren f&#252;r den W&#228;hler nicht mehr die gro&#223;en Parteien wichtig, sondern ihre Kandidaten in ihrem Wahlkreis. Aber in den USA funktioniert dieses System ja eigentlich sehr gut &#8211; zumindest wenn man als Kriterium heranzieht, ob die einzelnen W&#228;hler Einfluss aus&#252;ben auf ihre Kandidaten oder nicht. Und darauf kommt es ja letztlich an in einer Demokratie.</p>
<p>Diese Reform der repr&#228;sentativen Demokratie w&#228;re auch vermutlich technisch einfacher durchzuf&#252;hren, als beispielsweise von heute auf morgen eher in ein Schweizer Modell mit mehr direkter Demokratie umzuschwenken (so sch&#246;n das auch w&#228;re).</p>
<p>Aber trotzdem bef&#252;rchte ich, dass die politischen Parteien in Deutschland bereits solch eine Macht haben, dass sie mit aller Kraft verhindern w&#252;rden, das System abzuschaffen, das sie so gro&#223; und m&#228;chtig hat werden lassen.</p>
<p>Somit werden wir wohl noch viele Jahrzehnte mit dieser Parteiendemokratie leben m&#252;ssen, bis sie von selbst in irgendeiner Weise auseinanderfliegt oder zusammenbricht, bef&#252;rchte ich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: WKou1en</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4958</link>
		<dc:creator>WKou1en</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 23:24:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4958</guid>
		<description>Da, wo W&#228;hler sich nicht mehr repr&#228;sentiert f&#252;hlen, entstehen neue Parteien. So sind die Gr&#252;nen entstanden und so sind die Linken entstanden. Vermasselt hat es jeweils die SPD. 
Die neuen Parteien sind nicht Ausdruck einer &quot;Selbstentmachtung&quot;. Im Gegenteil! Sie sind der verzweifelte Versuch der W&#228;hler, die Politik der etablierten Parteien zu korrigieren. Das Problem ist, dass mit Ausnahme der (Noch-)Schmuddelkinder (&quot;Linken&quot;) alle anderen Parteien untereinander koalitionsf&#228;hig sind. Sie unterscheiden sich nur noch in Nuancen. Nicht die W&#228;hler entmachten sich, sondern die W&#228;hler werden entmachtet durch ein Kartell von Parteien, die sich immer &#228;hnlicher werden. Dieses Kartell besteht aus CDU/CSU, SPD, FDP und Gr&#252;nen. Egal, welche Mehrheit sich findet, die Politik &#228;ndert sich nicht wirklich. Und gegen dieses Kartell sind die W&#228;hler machtlos.
Die einzige M&#246;glichkeit, dieses Machtkartell zu durchbrechen, ist die konsequente Forderung nach direkter Demokratie, d.h. nach Volksentscheiden und -abstimmungen. Wir leben in keiner Demokratie (=Volksherrschaft), sondern in einer Parteiendiktatur. 
Nicht die Anzahl der Parteien ist das Problem, sondern die Herrschaft der Parteien an sich ist das Problem.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da, wo W&#228;hler sich nicht mehr repr&#228;sentiert f&#252;hlen, entstehen neue Parteien. So sind die Gr&#252;nen entstanden und so sind die Linken entstanden. Vermasselt hat es jeweils die SPD.<br />
Die neuen Parteien sind nicht Ausdruck einer &#8220;Selbstentmachtung&#8221;. Im Gegenteil! Sie sind der verzweifelte Versuch der W&#228;hler, die Politik der etablierten Parteien zu korrigieren. Das Problem ist, dass mit Ausnahme der (Noch-)Schmuddelkinder (&#8220;Linken&#8221;) alle anderen Parteien untereinander koalitionsf&#228;hig sind. Sie unterscheiden sich nur noch in Nuancen. Nicht die W&#228;hler entmachten sich, sondern die W&#228;hler werden entmachtet durch ein Kartell von Parteien, die sich immer &#228;hnlicher werden. Dieses Kartell besteht aus CDU/CSU, SPD, FDP und Gr&#252;nen. Egal, welche Mehrheit sich findet, die Politik &#228;ndert sich nicht wirklich. Und gegen dieses Kartell sind die W&#228;hler machtlos.<br />
Die einzige M&#246;glichkeit, dieses Machtkartell zu durchbrechen, ist die konsequente Forderung nach direkter Demokratie, d.h. nach Volksentscheiden und -abstimmungen. Wir leben in keiner Demokratie (=Volksherrschaft), sondern in einer Parteiendiktatur.<br />
Nicht die Anzahl der Parteien ist das Problem, sondern die Herrschaft der Parteien an sich ist das Problem.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jon</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4956</link>
		<dc:creator>jon</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 20:21:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4956</guid>
		<description>Ich sags mal so: Alle 4 Jahre einen Zufallsgenerator nach einer Art Qualifikation der Parteien f&#252;r die Lottobox anzuwerfen w&#228;re g&#252;nstiger und h&#228;tte den gleichen Effekt. Der Autor hat nen Sockenschuss so rumzuheulen weil seine Erwartungen nicht erf&#252;llt werden. In Frankreich fusionieren die kleinen Parteien links und rechts auch langsam schon wieder zusammen. Das wird auch in D passieren. Danach ist die Linke noch st&#228;rker als je zuvor, soviel steht fest! Und dann gibts auch wieder die vielbeschworenen Hochprozenter-Schwergewichtsgorillas, nach denen sich der Autor scheinbar so sehr sehnt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sags mal so: Alle 4 Jahre einen Zufallsgenerator nach einer Art Qualifikation der Parteien f&#252;r die Lottobox anzuwerfen w&#228;re g&#252;nstiger und h&#228;tte den gleichen Effekt. Der Autor hat nen Sockenschuss so rumzuheulen weil seine Erwartungen nicht erf&#252;llt werden. In Frankreich fusionieren die kleinen Parteien links und rechts auch langsam schon wieder zusammen. Das wird auch in D passieren. Danach ist die Linke noch st&#228;rker als je zuvor, soviel steht fest! Und dann gibts auch wieder die vielbeschworenen Hochprozenter-Schwergewichtsgorillas, nach denen sich der Autor scheinbar so sehr sehnt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Demosthenes</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4951</link>
		<dc:creator>Demosthenes</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 17:26:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4951</guid>
		<description>Auch ich kann und m&#246;chte dem Autor nicht zustimmen!

Grunds&#228;tzlich liest sich dieser Artikel wie ein Hilferuf: Das alte System funktioniert nicht mehr, bringt den Souver&#228;n (das Volk) zur&#252;ck zum alten Verhalten!

Der Ansatz muss jedoch anderswo gefunden werden: bei den Herrschenden (der Politik). Lohnt es sich &#252;ber alternativen zu Koalitionen, bzw. dem Fraktionszwang nachzudenken? Ich denke ja! Direkte Kanzlerwahl und Abstimmungsverhalten der Kandidaten je nach Sachlage (Wie in den USA, da stimmen Senatoren wie sie es f&#252;r richtig halten - nicht unbedingt immer auf Linie der Partei) w&#228;ren eine M&#246;glichkeit. Diese k&#246;nnte nebenbei zu MEHR statt weniger Interesse an der Politik f&#252;hren: Wenn der (Direkt-)Kandidat pl&#246;tzlich sein Abstimmungsverhalten bei den eigenen W&#228;hlern aus dem Wahlkreis (vor der Wahl) rechtfertigen muss.

Dann weiss man auch wieder, wof&#252;r man w&#228;hlen geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich kann und m&#246;chte dem Autor nicht zustimmen!</p>
<p>Grunds&#228;tzlich liest sich dieser Artikel wie ein Hilferuf: Das alte System funktioniert nicht mehr, bringt den Souver&#228;n (das Volk) zur&#252;ck zum alten Verhalten!</p>
<p>Der Ansatz muss jedoch anderswo gefunden werden: bei den Herrschenden (der Politik). Lohnt es sich &#252;ber alternativen zu Koalitionen, bzw. dem Fraktionszwang nachzudenken? Ich denke ja! Direkte Kanzlerwahl und Abstimmungsverhalten der Kandidaten je nach Sachlage (Wie in den USA, da stimmen Senatoren wie sie es f&#252;r richtig halten &#8211; nicht unbedingt immer auf Linie der Partei) w&#228;ren eine M&#246;glichkeit. Diese k&#246;nnte nebenbei zu MEHR statt weniger Interesse an der Politik f&#252;hren: Wenn der (Direkt-)Kandidat pl&#246;tzlich sein Abstimmungsverhalten bei den eigenen W&#228;hlern aus dem Wahlkreis (vor der Wahl) rechtfertigen muss.</p>
<p>Dann weiss man auch wieder, wof&#252;r man w&#228;hlen geht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Fricke</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4950</link>
		<dc:creator>Stefan Fricke</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 17:22:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4950</guid>
		<description>Mehrparteienkoalitionen funktionieren anderswo auch. Dass das hier nicht funktioniert, liegt an unserer Funktion&#228;rsherrschaft. Der einzelne Abgeordnete hat wenig zu sagen, alles wird in Hinterzimmern ausgekl&#252;ngelt und vom Bundestag oder den Landtagen nur noch abgenickt. Daran w&#252;rde auch ein Dreiparteiensystem nichts &#228;ndern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrparteienkoalitionen funktionieren anderswo auch. Dass das hier nicht funktioniert, liegt an unserer Funktion&#228;rsherrschaft. Der einzelne Abgeordnete hat wenig zu sagen, alles wird in Hinterzimmern ausgekl&#252;ngelt und vom Bundestag oder den Landtagen nur noch abgenickt. Daran w&#252;rde auch ein Dreiparteiensystem nichts &#228;ndern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Niggo</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4943</link>
		<dc:creator>Niggo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 13:34:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4943</guid>
		<description>Ich kann dem Author insoweit nicht zustimmen, als dass ich solche Lager Wahlk&#228;mpfe und Regierungen nicht gut finde, da diese h&#246;chstens helfen extremere Meinungen und Gesetzte in die Politik einzubringen. Meiner Meinung nach sind Kompromisse, und auf nichts anderes L&#228;uft diese Entwicklung hinaus, wichtig f&#252;r Demokratie. In dem Artikel wird aber richtigerweise angedeutet, dass der W&#228;hler immer weniger Einfluss darauf hat, wie und auf welcher Grundlage diese Kompromisse zustande kommen, da man nur sehr schwer einsch&#228;tzen kann, welche Partei bei welchen Entscheidungen nachgibt und bei welchen Punkten sie hart bleibt. Daher ist ist meiner Meinung wichtig den B&#252;rger / W&#228;hler mehr in diese Kompromissbildung und die entsprechenden Entscheidungen einzubeziehen. Mir sind die Probleme, die mit einer Verst&#228;rkung der direktdemokratischen Elemente in unserer Gesellschaft einhergehen k&#246;nnten bewusst, dennoch zeigt diese Entwicklung auch, dass es Zeit wird sich ernsthafter mit den M&#246;glichkeiten repr&#228;sentative und direkte Demokratie zu verbinden, zu besch&#228;ftigen. Beispiele die zumindest diskutiert werden sollten sind &quot;Delegated Voting&quot; oder auch &quot;Liquid Democracy&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann dem Author insoweit nicht zustimmen, als dass ich solche Lager Wahlk&#228;mpfe und Regierungen nicht gut finde, da diese h&#246;chstens helfen extremere Meinungen und Gesetzte in die Politik einzubringen. Meiner Meinung nach sind Kompromisse, und auf nichts anderes L&#228;uft diese Entwicklung hinaus, wichtig f&#252;r Demokratie. In dem Artikel wird aber richtigerweise angedeutet, dass der W&#228;hler immer weniger Einfluss darauf hat, wie und auf welcher Grundlage diese Kompromisse zustande kommen, da man nur sehr schwer einsch&#228;tzen kann, welche Partei bei welchen Entscheidungen nachgibt und bei welchen Punkten sie hart bleibt. Daher ist ist meiner Meinung wichtig den B&#252;rger / W&#228;hler mehr in diese Kompromissbildung und die entsprechenden Entscheidungen einzubeziehen. Mir sind die Probleme, die mit einer Verst&#228;rkung der direktdemokratischen Elemente in unserer Gesellschaft einhergehen k&#246;nnten bewusst, dennoch zeigt diese Entwicklung auch, dass es Zeit wird sich ernsthafter mit den M&#246;glichkeiten repr&#228;sentative und direkte Demokratie zu verbinden, zu besch&#228;ftigen. Beispiele die zumindest diskutiert werden sollten sind &#8220;Delegated Voting&#8221; oder auch &#8220;Liquid Democracy&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexander Achenbach</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4939</link>
		<dc:creator>Alexander Achenbach</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 10:52:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4939</guid>
		<description>Was will uns der Autor damit sagen? Lieber doch die &quot;kleinen&quot; Gro&#223;en w&#228;hlen oder vielleicht die &quot;gro&#223;en&quot; Kleinen oder nicht?

Die gegenw&#228;rtige Parteienlandschaft verdeutlicht letztlich, dass es bei Wahlen nicht wirklich darum geht, Volkeswillen zur Durchsetzung zu verhelfen. Das k&#246;nnte man mit direkter Demokratie wesentlich besser erreichen. Technisch w&#228;re direkte Demokratie mit &#252;berschaubaren Mitteln zu l&#246;sen.

Bei Wahlen geht es um die Unvorhersehbarkeit des &quot;Pendels der Macht&quot;. Wie es ausschl&#228;gt, kann niemand vorhersagen. Gerade deshalb gibt es kein besseres Mittel gegen Machtmissbrauch.

In Deutschland jedoch m&#252;ssen wir mit dem viel ernsteren Problemen des politischen Stillstands aufgrund des F&#246;deralismus k&#228;mpfen. Gro&#223;e Koalition, Dreier-B&#252;ndnis, Minderheitsregierung - alles machbar. Wenn aber die L&#228;nderf&#252;rsten nicht wollen, geht es in Deutschland keinen Schritt voran.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was will uns der Autor damit sagen? Lieber doch die &#8220;kleinen&#8221; Gro&#223;en w&#228;hlen oder vielleicht die &#8220;gro&#223;en&#8221; Kleinen oder nicht?</p>
<p>Die gegenw&#228;rtige Parteienlandschaft verdeutlicht letztlich, dass es bei Wahlen nicht wirklich darum geht, Volkeswillen zur Durchsetzung zu verhelfen. Das k&#246;nnte man mit direkter Demokratie wesentlich besser erreichen. Technisch w&#228;re direkte Demokratie mit &#252;berschaubaren Mitteln zu l&#246;sen.</p>
<p>Bei Wahlen geht es um die Unvorhersehbarkeit des &#8220;Pendels der Macht&#8221;. Wie es ausschl&#228;gt, kann niemand vorhersagen. Gerade deshalb gibt es kein besseres Mittel gegen Machtmissbrauch.</p>
<p>In Deutschland jedoch m&#252;ssen wir mit dem viel ernsteren Problemen des politischen Stillstands aufgrund des F&#246;deralismus k&#228;mpfen. Gro&#223;e Koalition, Dreier-B&#252;ndnis, Minderheitsregierung &#8211; alles machbar. Wenn aber die L&#228;nderf&#252;rsten nicht wollen, geht es in Deutschland keinen Schritt voran.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulrike Langer</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/comment-page-1/#comment-4938</link>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 10:47:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922#comment-4938</guid>
		<description>Der Titel ist etwas missverst&#228;ndlich. Kein W&#228;hler entmachtet sich selbst, nur weil er eine bestimmte Partei w&#228;hlt. Es entmachten sich h&#246;chstens die Nichtw&#228;hler. Ein Hauptproblem liegt m.E. darin, dass unser Verh&#228;ltniswahlrecht in einem Immer-mehr-Parteien-System nicht mehr richtig funktioniert. Man w&#228;hlt rot, schwarz, gelb, gr&#252;n, tiefrot, manche sogar braun. Und was bekommt man? Eine gro&#223;e Koalition, die niemand gew&#228;hlt hat. Oder andere Koalitionen, die auch niemand gew&#228;hlt hat. Die kann auch niemand gezielt w&#228;hlen, weil au&#223;er der FDP alle Parteien vor der Wahl m&#246;glichst viele taktische M&#246;glichkeiten offen lassen wollen. Ich bin schon lange f&#252;r ein Mehrheitswahlrecht wie in USA und GB. Klare Verh&#228;ltnisse f&#252;r vier Jahre mit dem Mandat, unverw&#228;sserte Reformideen auch wirklich umzusetzen. Und wenn&#039;s Mist war, dann wird die regierende Partei nach vier Jahren eben abgestraft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel ist etwas missverst&#228;ndlich. Kein W&#228;hler entmachtet sich selbst, nur weil er eine bestimmte Partei w&#228;hlt. Es entmachten sich h&#246;chstens die Nichtw&#228;hler. Ein Hauptproblem liegt m.E. darin, dass unser Verh&#228;ltniswahlrecht in einem Immer-mehr-Parteien-System nicht mehr richtig funktioniert. Man w&#228;hlt rot, schwarz, gelb, gr&#252;n, tiefrot, manche sogar braun. Und was bekommt man? Eine gro&#223;e Koalition, die niemand gew&#228;hlt hat. Oder andere Koalitionen, die auch niemand gew&#228;hlt hat. Die kann auch niemand gezielt w&#228;hlen, weil au&#223;er der FDP alle Parteien vor der Wahl m&#246;glichst viele taktische M&#246;glichkeiten offen lassen wollen. Ich bin schon lange f&#252;r ein Mehrheitswahlrecht wie in USA und GB. Klare Verh&#228;ltnisse f&#252;r vier Jahre mit dem Mandat, unverw&#228;sserte Reformideen auch wirklich umzusetzen. Und wenn&#8217;s Mist war, dann wird die regierende Partei nach vier Jahren eben abgestraft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

