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	<title>Kommentare zu: Das Ehrenmal der Bundeswehr: Vom Erinnerungs- zum Legitimationsdefizit</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Von: Auf den Punkt gebracht</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4912</link>
		<dc:creator>Auf den Punkt gebracht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 10:15:31 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Brights Marburg &#187; Blog Archiv &#187; Unzivilisiert gegen Kritiker</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4854</link>
		<dc:creator>Brights Marburg &#187; Blog Archiv &#187; Unzivilisiert gegen Kritiker</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 11:22:00 +0000</pubDate>
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		<description>[...] nachdenken m&#246;chte, findet eine sachkundige Auseinandersetzung bei Erik Meyers Carta-Beitrag:  Das Ehrenmal der Bundeswehr: Vom Erinnerungs- zum [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] nachdenken m&#246;chte, findet eine sachkundige Auseinandersetzung bei Erik Meyers Carta-Beitrag:  Das Ehrenmal der Bundeswehr: Vom Erinnerungs- zum [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Gefunden ...</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4844</link>
		<dc:creator>Gefunden ...</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 16:49:08 +0000</pubDate>
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		<description>... hier: http://www.kassandrus.de/blog/wir-sind-amerikaner

&#220;ber die US-Au&#223;enpolitik wird gespottet, dass sie f&#252;r jedes Problem grunds&#228;tzlich die optimale L&#246;sung findet – allerdings erst, nachdem s&#228;mtliche Alternativen ausprobiert wurden. Mittlerweile kopiert man diese Taktik in vielen anderen L&#228;ndern, so auch bei uns.

In der neuzeitlichen Politik gibt es viele verabscheuungsw&#252;rdige Mechanismen. Dazu geh&#246;rt auch das zwanghafte Leugnen offenkundiger Wahrheiten, solange kein aktenkundiger Beweis erbracht wurde. Diese hartn&#228;ckige Weigerung, der offenkundigen Realit&#228;t ins Auge zu sehen, nenne ich das Galileo-Syndrom. Verteidigungsminister Jung lebt demzufolge auf einer Scheibe, die unverr&#252;ckbar mitten im samtschwarzen Weltenraum ruht und hurtig von Sonne, Mond und Sternen umkreist wird.

Sein Mantra lautet: Bisher keine Beweise ziviler Opfer durch das Bombardement beim Dorf Hadschi Amanullah. Als Zweij&#228;hriger hielt ich mir die Augen zu und rief „Sucht mich!“. Das war kindisch. Franz Josef Jung, der sich bereits mit seiner st&#246;rrischen Weigerung, die Vorg&#228;nge in Afghanistan beim Namen und einen Krieg zu nennen, l&#228;cherlich machte, hat das Vorschulalter anscheinend noch nicht erreicht und verh&#228;lt sich ebenso kindisch. Man muss nicht einmal die Bilder verletzter Frauen und Kinder aus den Krankenh&#228;usern bei Kundus anschauen, um die Tatsachen zu erkennen – etwas gesunder Menschenverstand reicht vollkommen. Aber den darf ein Politiker im Wahlkampf offenbar nicht einsetzen, oder ist der Mann wirklich so minderbemittelt, wie er tut?

Wenn in einem Dorf irgendwo in der Pampa – und dabei ist es v&#246;llig egal, ob in Spanien, Tunesien, Afghanistan oder Nepal – mitten in der Nacht zwei Tanklaster und diverse Begleitfahrzeuge auftauchen, kl&#228;ffen sofort s&#228;mtliche Hunde in heiserem Chor und die ersten Dorfbewohner erwachen aus ihrem leichten Schlaf. Wenn diese Lastwagen sich dann in einem Flussbett festfahren, wenn schwere Dieselmotoren durch die n&#228;chtliche Stille dr&#246;hnen, w&#252;tende Stimmen gellen und schlie&#223;lich ein paar M&#228;nner auftauchen, um einen Traktor auszuleihen, sind in jenem Dorf bis auf ein paar S&#228;uglinge und stocktaube Greise garantiert alle wach. Sp&#228;testens nach einer Viertelstunde versammelt sich die halbe Gemeinde am Flussufer, auch wenn es ein Uhr morgens ist, denn in der Pampa gibt es nicht viel Aufregung. Dort passiert selten etwas, da will man eben dabei sein, sogar wenn kein kostenloses Benzin zu ergattern ist.

Wenn dann eine halbe Stunde sp&#228;ter Kampfbomber am Nachthimmel erscheinen und ihre t&#246;dliche Fracht abwerfen, k&#246;nnen die Bomben logischerweise nicht nur die b&#246;sen Taliban treffen, dann werden ganz selbstverst&#228;ndlich auch Dorfbewohner getroffen, verletzt, get&#246;tet. Das ist normal. Nicht normal ist es, wenn ein Mann im Alter von sechzig Jahren das nicht versteht. Skandal&#246;s wird es, wenn dieser Mann auch noch Verteidigungsminister eines Landes ist, das seine Truppen nicht weit von dem bombardierten Dorf stationiert hat. Hohl und verlogen klingen alle Beteuerungen, man w&#252;rde zivile Opfer – so es sie denn gegeben habe, was aber noch untersucht werden m&#252;sse – bedauern und den Familien volle Sympathie zusichern.

Wenn der Einsatz gesunden Menschenverstandes in der Weltpolitik nicht bei Strafe verboten w&#228;re, w&#252;rde die NATO nicht in Afghanistan k&#228;mpfen, dann m&#252;ssten dort weder Soldaten noch Zivilisten sterben oder mit verbrannter Haut in &#252;berf&#252;llten Hospit&#228;lern liegen. Ich wiederhole mich ungern (sechster Absatz), aber man muss nur den afghanischen Bauern das Rohopium zu einem fairen Preis abkaufen und so den Taliban den Geldhahn abdrehen. Man k&#246;nnte, wie es seit Jahrzehnten mit t&#252;rkischem Opium geschieht, Morphium daraus machen oder es in Gottes Namen eben vernichten, selbst das w&#228;re garantiert billiger als dieser vollkommen idiotische Krieg, den keine Armee der Welt gewinnen kann. Fragt die Russen, die haben es versucht.

Aber weil wir so gern Amerikaner sein wollen, werden wir es weiter mit Waffengewalt versuchen. Und die Erde ist eine Scheibe, um die unsere Sonne flei&#223;ig kreist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; hier: <a href="http://www.kassandrus.de/blog/wir-sind-amerikaner" rel="nofollow">http://www.kassandrus.de/blog/wir-sind-amerikaner</a></p>
<p>&#220;ber die US-Au&#223;enpolitik wird gespottet, dass sie f&#252;r jedes Problem grunds&#228;tzlich die optimale L&#246;sung findet – allerdings erst, nachdem s&#228;mtliche Alternativen ausprobiert wurden. Mittlerweile kopiert man diese Taktik in vielen anderen L&#228;ndern, so auch bei uns.</p>
<p>In der neuzeitlichen Politik gibt es viele verabscheuungsw&#252;rdige Mechanismen. Dazu geh&#246;rt auch das zwanghafte Leugnen offenkundiger Wahrheiten, solange kein aktenkundiger Beweis erbracht wurde. Diese hartn&#228;ckige Weigerung, der offenkundigen Realit&#228;t ins Auge zu sehen, nenne ich das Galileo-Syndrom. Verteidigungsminister Jung lebt demzufolge auf einer Scheibe, die unverr&#252;ckbar mitten im samtschwarzen Weltenraum ruht und hurtig von Sonne, Mond und Sternen umkreist wird.</p>
<p>Sein Mantra lautet: Bisher keine Beweise ziviler Opfer durch das Bombardement beim Dorf Hadschi Amanullah. Als Zweij&#228;hriger hielt ich mir die Augen zu und rief „Sucht mich!“. Das war kindisch. Franz Josef Jung, der sich bereits mit seiner st&#246;rrischen Weigerung, die Vorg&#228;nge in Afghanistan beim Namen und einen Krieg zu nennen, l&#228;cherlich machte, hat das Vorschulalter anscheinend noch nicht erreicht und verh&#228;lt sich ebenso kindisch. Man muss nicht einmal die Bilder verletzter Frauen und Kinder aus den Krankenh&#228;usern bei Kundus anschauen, um die Tatsachen zu erkennen – etwas gesunder Menschenverstand reicht vollkommen. Aber den darf ein Politiker im Wahlkampf offenbar nicht einsetzen, oder ist der Mann wirklich so minderbemittelt, wie er tut?</p>
<p>Wenn in einem Dorf irgendwo in der Pampa – und dabei ist es v&#246;llig egal, ob in Spanien, Tunesien, Afghanistan oder Nepal – mitten in der Nacht zwei Tanklaster und diverse Begleitfahrzeuge auftauchen, kl&#228;ffen sofort s&#228;mtliche Hunde in heiserem Chor und die ersten Dorfbewohner erwachen aus ihrem leichten Schlaf. Wenn diese Lastwagen sich dann in einem Flussbett festfahren, wenn schwere Dieselmotoren durch die n&#228;chtliche Stille dr&#246;hnen, w&#252;tende Stimmen gellen und schlie&#223;lich ein paar M&#228;nner auftauchen, um einen Traktor auszuleihen, sind in jenem Dorf bis auf ein paar S&#228;uglinge und stocktaube Greise garantiert alle wach. Sp&#228;testens nach einer Viertelstunde versammelt sich die halbe Gemeinde am Flussufer, auch wenn es ein Uhr morgens ist, denn in der Pampa gibt es nicht viel Aufregung. Dort passiert selten etwas, da will man eben dabei sein, sogar wenn kein kostenloses Benzin zu ergattern ist.</p>
<p>Wenn dann eine halbe Stunde sp&#228;ter Kampfbomber am Nachthimmel erscheinen und ihre t&#246;dliche Fracht abwerfen, k&#246;nnen die Bomben logischerweise nicht nur die b&#246;sen Taliban treffen, dann werden ganz selbstverst&#228;ndlich auch Dorfbewohner getroffen, verletzt, get&#246;tet. Das ist normal. Nicht normal ist es, wenn ein Mann im Alter von sechzig Jahren das nicht versteht. Skandal&#246;s wird es, wenn dieser Mann auch noch Verteidigungsminister eines Landes ist, das seine Truppen nicht weit von dem bombardierten Dorf stationiert hat. Hohl und verlogen klingen alle Beteuerungen, man w&#252;rde zivile Opfer – so es sie denn gegeben habe, was aber noch untersucht werden m&#252;sse – bedauern und den Familien volle Sympathie zusichern.</p>
<p>Wenn der Einsatz gesunden Menschenverstandes in der Weltpolitik nicht bei Strafe verboten w&#228;re, w&#252;rde die NATO nicht in Afghanistan k&#228;mpfen, dann m&#252;ssten dort weder Soldaten noch Zivilisten sterben oder mit verbrannter Haut in &#252;berf&#252;llten Hospit&#228;lern liegen. Ich wiederhole mich ungern (sechster Absatz), aber man muss nur den afghanischen Bauern das Rohopium zu einem fairen Preis abkaufen und so den Taliban den Geldhahn abdrehen. Man k&#246;nnte, wie es seit Jahrzehnten mit t&#252;rkischem Opium geschieht, Morphium daraus machen oder es in Gottes Namen eben vernichten, selbst das w&#228;re garantiert billiger als dieser vollkommen idiotische Krieg, den keine Armee der Welt gewinnen kann. Fragt die Russen, die haben es versucht.</p>
<p>Aber weil wir so gern Amerikaner sein wollen, werden wir es weiter mit Waffengewalt versuchen. Und die Erde ist eine Scheibe, um die unsere Sonne flei&#223;ig kreist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael S.</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4821</link>
		<dc:creator>Michael S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 15:38:15 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Meyer, 

meinen Vollnamen vermeide ich bei Blog-Eintr&#228;gen. Heute googelt jeder jeden (und ihre Kommentarfunktion ist nicht &quot;google-sicher&quot;, wird also gefunden) und das Internet vergisst nichts. Ergo halte ich es hier mit der Piraten-Partei und pl&#228;diere auf Freiheit. Dazu geh&#246;rt bei mir, dass ich gerne selber entscheide, wer welche Daten von mir erh&#228;lt - und das w&#252;rde ansonsten nicht gew&#228;hrleistet. Meine E-Mail Adresse ist aber in dieser Kommentarfunktion hinterlegt, Sie haben also einen steten Ansprechpartner. :-)

Ihre jetzige Erkl&#228;rung erfreut mich, liest sie sich doch g&#228;nzlich unterschiedlich zum Artikel. Wenn es Ihnen &quot;nur&quot; um das Verfahren geht, dann haben wir eine ganz andere Basis. 
Hingegen m&#252;ssen wir uns fragen, ob die Bundeswehr davon ausgehen durfte, dass mit der Beteiligung - pauschal - &quot;der &#214;ffentlichkeit&quot; ein angemessenes Mahnmal gestaltet worden w&#228;re. Ich pers&#246;nlich meine - Nein. 
Meine Meinung begr&#252;ndet sich auch in der Erfahrung des Zentrums der Vertriebenen. Ich m&#246;chte nicht auf die Streitst&#228;nde der Diskussion eingehen, aber es zeigt sich doch, dass bei dem Zentrum nicht ausschlie&#223;lich sachlich, sondern politisch vorgegangen wird - was das Zentrum auf jeden Fall zu einem NICHT macht; zu einem Anlaufpunkt f&#252;r deutsche Vertriebene, die ihren Nachfahren die Geschichte erl&#228;utern m&#246;chten. Sollten Sie das nicht so sehen, dann bitte ich Sie, einmal mit Vertriebenen ins Gespr&#228;ch zu kommen.

Machen wir es doch mal konkret: h&#228;tte &quot;die &#214;ffentlichkeit&quot; ein Mahnmal der Bundeswehr unbewacht au&#223;erhalb des Bendlerblocks akzeptiert oder w&#228;re es h&#228;ufig beschmiert und zerst&#246;rt worden? Dies w&#228;re n&#228;mlich besonders tragisch, wenn die Angeh&#246;rigen auf eine solche Art sehen m&#252;ssten, dass das Ansehen der Gefallenen in den Dreck gezogen wird. Zum anderen: w&#228;re es gleich gestaltet worden? Ich nehme mal die symbolischen Knick-Marken (Identifizierungsmarken) der Gefallenen, welche das Mahnmal gestalterisch pr&#228;gen. Sie sind f&#252;r Soldaten essentiell, stellen sie doch sicher, dass die K&#246;rper gefunden, identifiziert und r&#252;ckgef&#252;hrt werden. Gerade die in die Wand eingelassenen ovalen &#214;ffnungen, welche ungeknickte Marken symbolisieren, zeigen auf, dass Soldaten auch vollst&#228;ndig verloren und zur&#252;ckgelassen werden mussten. Ich bezweifel, dass eine politisch zusammengestellte &#214;ffentlichkeit diesen Weg gegangen w&#228;re, weil die Beteiligten dann vor ihrem jeweiligen Hintergrund eigene Anliegen und Interessen mit in die Kommission genommen h&#228;tten. 

Ergo: ja, das Verfahren entsprach nicht dem Stand einer Parlamentsarmee, aber das Parlament muss auch die Bed&#252;rfnisse der Bundwehr anerkennen. Derzeit sehe ich dies nicht als gegeben an und daher muss bei einigen Diskussionen und Entscheidungen auch ein Schirm gezogen werden, welcher Beteiligte abhalten, die kein ehrliches Interesse an der Bundeswehr an sich haben und denen es nicht um die Bundeswehr, sondern um ihre eigenen Standpunkte geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Meyer, </p>
<p>meinen Vollnamen vermeide ich bei Blog-Eintr&#228;gen. Heute googelt jeder jeden (und ihre Kommentarfunktion ist nicht &#8220;google-sicher&#8221;, wird also gefunden) und das Internet vergisst nichts. Ergo halte ich es hier mit der Piraten-Partei und pl&#228;diere auf Freiheit. Dazu geh&#246;rt bei mir, dass ich gerne selber entscheide, wer welche Daten von mir erh&#228;lt &#8211; und das w&#252;rde ansonsten nicht gew&#228;hrleistet. Meine E-Mail Adresse ist aber in dieser Kommentarfunktion hinterlegt, Sie haben also einen steten Ansprechpartner. :-)</p>
<p>Ihre jetzige Erkl&#228;rung erfreut mich, liest sie sich doch g&#228;nzlich unterschiedlich zum Artikel. Wenn es Ihnen &#8220;nur&#8221; um das Verfahren geht, dann haben wir eine ganz andere Basis.<br />
Hingegen m&#252;ssen wir uns fragen, ob die Bundeswehr davon ausgehen durfte, dass mit der Beteiligung &#8211; pauschal &#8211; &#8220;der &#214;ffentlichkeit&#8221; ein angemessenes Mahnmal gestaltet worden w&#228;re. Ich pers&#246;nlich meine &#8211; Nein.<br />
Meine Meinung begr&#252;ndet sich auch in der Erfahrung des Zentrums der Vertriebenen. Ich m&#246;chte nicht auf die Streitst&#228;nde der Diskussion eingehen, aber es zeigt sich doch, dass bei dem Zentrum nicht ausschlie&#223;lich sachlich, sondern politisch vorgegangen wird &#8211; was das Zentrum auf jeden Fall zu einem NICHT macht; zu einem Anlaufpunkt f&#252;r deutsche Vertriebene, die ihren Nachfahren die Geschichte erl&#228;utern m&#246;chten. Sollten Sie das nicht so sehen, dann bitte ich Sie, einmal mit Vertriebenen ins Gespr&#228;ch zu kommen.</p>
<p>Machen wir es doch mal konkret: h&#228;tte &#8220;die &#214;ffentlichkeit&#8221; ein Mahnmal der Bundeswehr unbewacht au&#223;erhalb des Bendlerblocks akzeptiert oder w&#228;re es h&#228;ufig beschmiert und zerst&#246;rt worden? Dies w&#228;re n&#228;mlich besonders tragisch, wenn die Angeh&#246;rigen auf eine solche Art sehen m&#252;ssten, dass das Ansehen der Gefallenen in den Dreck gezogen wird. Zum anderen: w&#228;re es gleich gestaltet worden? Ich nehme mal die symbolischen Knick-Marken (Identifizierungsmarken) der Gefallenen, welche das Mahnmal gestalterisch pr&#228;gen. Sie sind f&#252;r Soldaten essentiell, stellen sie doch sicher, dass die K&#246;rper gefunden, identifiziert und r&#252;ckgef&#252;hrt werden. Gerade die in die Wand eingelassenen ovalen &#214;ffnungen, welche ungeknickte Marken symbolisieren, zeigen auf, dass Soldaten auch vollst&#228;ndig verloren und zur&#252;ckgelassen werden mussten. Ich bezweifel, dass eine politisch zusammengestellte &#214;ffentlichkeit diesen Weg gegangen w&#228;re, weil die Beteiligten dann vor ihrem jeweiligen Hintergrund eigene Anliegen und Interessen mit in die Kommission genommen h&#228;tten. </p>
<p>Ergo: ja, das Verfahren entsprach nicht dem Stand einer Parlamentsarmee, aber das Parlament muss auch die Bed&#252;rfnisse der Bundwehr anerkennen. Derzeit sehe ich dies nicht als gegeben an und daher muss bei einigen Diskussionen und Entscheidungen auch ein Schirm gezogen werden, welcher Beteiligte abhalten, die kein ehrliches Interesse an der Bundeswehr an sich haben und denen es nicht um die Bundeswehr, sondern um ihre eigenen Standpunkte geht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Erik Meyer</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4814</link>
		<dc:creator>Erik Meyer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 14:31:30 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr S., besten Dank f&#252;r Ihre engagierte Replik, aber ich reagiere lieber, wenn alle ihre Beitr&#228;ge mit ihrem Namen zeichnen. Nein, ich habe nicht gedient, erlaube mir aber als B&#252;rger trotzdem eine Meinung zur Vorgehensweise im vorliegenden Fall. Und um Missverst&#228;ndnisse auch bei den anderen Kommentatoren zu vermeiden: darum ging es mir prim&#228;r. Denn das Anliegen, einen entsprechenden Erinnerungsort zu errichten, halte ich f&#252;r berechtigt. Soll es sich dabei aber nicht um eine interne Gedenkst&#228;tte der Bundeswehr handeln, dann l&#228;sst sich die Wahl des Standorts sowie die Gestaltung nicht einfach anordnen, sondern es w&#228;re zumindest das Parlament angemessen zu beteiligen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr S., besten Dank f&#252;r Ihre engagierte Replik, aber ich reagiere lieber, wenn alle ihre Beitr&#228;ge mit ihrem Namen zeichnen. Nein, ich habe nicht gedient, erlaube mir aber als B&#252;rger trotzdem eine Meinung zur Vorgehensweise im vorliegenden Fall. Und um Missverst&#228;ndnisse auch bei den anderen Kommentatoren zu vermeiden: darum ging es mir prim&#228;r. Denn das Anliegen, einen entsprechenden Erinnerungsort zu errichten, halte ich f&#252;r berechtigt. Soll es sich dabei aber nicht um eine interne Gedenkst&#228;tte der Bundeswehr handeln, dann l&#228;sst sich die Wahl des Standorts sowie die Gestaltung nicht einfach anordnen, sondern es w&#228;re zumindest das Parlament angemessen zu beteiligen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4813</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 14:29:14 +0000</pubDate>
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		<description>@ Michael S.: Ich bitte um Entschuldigung, dass sich Erik Meyer noch nicht in die Diskussion eingebracht hat. Ich habe ihm eine entsprechende Bitte per Mail zukommen lassen. Er wird das sicher gerne tun.

rml</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Michael S.: Ich bitte um Entschuldigung, dass sich Erik Meyer noch nicht in die Diskussion eingebracht hat. Ich habe ihm eine entsprechende Bitte per Mail zukommen lassen. Er wird das sicher gerne tun.</p>
<p>rml</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael S.</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4812</link>
		<dc:creator>Michael S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 11:58:04 +0000</pubDate>
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		<description>wenn schon der Autor sich nicht um den Austausch mit den Lesern schert, dann diskutieren mal die Leser untereinander.

@Kuro: lustiger Gedanke. In der Folge stellt sich dann doch aber die Frage, ob der Deutsche Bundestag Mandate beschlie&#223;en darf, die kein &quot;vern&#252;nftiger Mensch&quot; ausf&#252;hren kann. Baut also unsere Parlamentsarmee nur auf degenerierte Menschen, so wie Sie es darstellen? Was halten Sie pers&#246;nlich vom Bundeswehrkonzept des &quot;Staatsb&#252;rgers in Uniform&quot;?

Weiterhin: bei Ihnen ist wiederum erkennbar, dass Sie keine Erfahrung mit gef&#228;hrlichen Berufen haben. Gerade in Polizei und Bundeswehr brauchen wir besonnen handelnde B&#252;rger und keine Rambos. Gerade die Leute, von denen Sie bei der Bundeswehr ausgehen, geh&#246;ren nicht zum Idealbild (nicht, dass es sie nicht auch g&#228;be, aber die Verantwortungstr&#228;ger werden anders ausgesucht).

Das Argument der Partikularinteressen ist f&#252;r mich verwirrend. Wem dient ein Grabstein auf dem Dorffriedhof? Den Angeh&#246;rigen oder dem Gemeinwohl? Es ist Teil des Allgemeinwohls, dass die Angeh&#246;rigen der gefallenen Soldaten einen Platz zum Trauern haben. Gerade WEIL der Bundestag jeden einzelnen Toten verantwortet, ist es auch Aufgabe der Bundesrepublik f&#252;r eine Trauerst&#228;tte zu sorgen. 

Nochmal kurz: wir haben eine Parlamentsarmee: der Bundestag schickt die Soldaten ins Ausland mit dem Wissen, dass dort Soldaten sterben (in Afghanistan ganz gewiss, am Horn von Afrika ist das wahrscheinlich, im Kosovo heute eher unwahrscheinlich). Um es mal hart zu sagen: der Bundestag schickt unsere Soldaten in den Tod. Das nehmen wir in Kauf, um unsere Ideale und Vorstellungen in der Welt zu verbreiten. Aber wollte der Bundestag nicht, dass Soldaten sterben, dann d&#252;rfte er sie nicht ins Ausland schicken. F&#252;r alles ungef&#228;hrliche schicken wir immer das THW.

Und Sie behaupten, dass der Bundestag sich dann hinterher nicht um die Angeh&#246;rigen scheren soll?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wenn schon der Autor sich nicht um den Austausch mit den Lesern schert, dann diskutieren mal die Leser untereinander.</p>
<p>@Kuro: lustiger Gedanke. In der Folge stellt sich dann doch aber die Frage, ob der Deutsche Bundestag Mandate beschlie&#223;en darf, die kein &#8220;vern&#252;nftiger Mensch&#8221; ausf&#252;hren kann. Baut also unsere Parlamentsarmee nur auf degenerierte Menschen, so wie Sie es darstellen? Was halten Sie pers&#246;nlich vom Bundeswehrkonzept des &#8220;Staatsb&#252;rgers in Uniform&#8221;?</p>
<p>Weiterhin: bei Ihnen ist wiederum erkennbar, dass Sie keine Erfahrung mit gef&#228;hrlichen Berufen haben. Gerade in Polizei und Bundeswehr brauchen wir besonnen handelnde B&#252;rger und keine Rambos. Gerade die Leute, von denen Sie bei der Bundeswehr ausgehen, geh&#246;ren nicht zum Idealbild (nicht, dass es sie nicht auch g&#228;be, aber die Verantwortungstr&#228;ger werden anders ausgesucht).</p>
<p>Das Argument der Partikularinteressen ist f&#252;r mich verwirrend. Wem dient ein Grabstein auf dem Dorffriedhof? Den Angeh&#246;rigen oder dem Gemeinwohl? Es ist Teil des Allgemeinwohls, dass die Angeh&#246;rigen der gefallenen Soldaten einen Platz zum Trauern haben. Gerade WEIL der Bundestag jeden einzelnen Toten verantwortet, ist es auch Aufgabe der Bundesrepublik f&#252;r eine Trauerst&#228;tte zu sorgen. </p>
<p>Nochmal kurz: wir haben eine Parlamentsarmee: der Bundestag schickt die Soldaten ins Ausland mit dem Wissen, dass dort Soldaten sterben (in Afghanistan ganz gewiss, am Horn von Afrika ist das wahrscheinlich, im Kosovo heute eher unwahrscheinlich). Um es mal hart zu sagen: der Bundestag schickt unsere Soldaten in den Tod. Das nehmen wir in Kauf, um unsere Ideale und Vorstellungen in der Welt zu verbreiten. Aber wollte der Bundestag nicht, dass Soldaten sterben, dann d&#252;rfte er sie nicht ins Ausland schicken. F&#252;r alles ungef&#228;hrliche schicken wir immer das THW.</p>
<p>Und Sie behaupten, dass der Bundestag sich dann hinterher nicht um die Angeh&#246;rigen scheren soll?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kuro Sawai</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4806</link>
		<dc:creator>Kuro Sawai</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 08:31:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14500#comment-4806</guid>
		<description>Das abseits der &#214;ffentlichkeit neu errichtete Ehrenmal der Bundeswehr ist ein Projekt der Selbstbeweihr&#228;ucherung. Es ist in seiner Tendenz zur &#220;berh&#246;hung und &#228;sthetisierenden Sakralisierung des Soldatentods eher ein &#196;rgernis als ein rechtfertigbares Denkmal. 
Ihre Kritik am Vorgehen der Bundeswehr-Chefs, zumal ihres r&#252;cktrittsreifen Polit-H&#228;uptlings Jung, finde ich daher inhaltlich nachvollziehbar. Leider ist ihre Sprache eher verschl&#252;sselt als einnehmend und zug&#228;nglich. Die Entwicklungslinie einer &quot;Zivilisierung des Milit&#228;rischen&quot; halte auch ich f&#252;r bedroht.

@ Michael S.
Ihr Statement trieft vor Selbstmitleid. Sie sind ein Vertreter von Partikularinteressen und nicht des Gemeinwohls.
Niemand der seine Frau liebt, wom&#246;glich Kinder hat und &#252;ber Vernunft verf&#252;gt, wird sich nach Afghanistan in den Kriegseinsatz schicken lassen. Die Chancen, dort in einem nicht zu gewinnenden, sinnlosen Guerillakrieg wenn nicht k&#246;rperlich verkr&#252;ppelt so doch seelisch traumatisiert (PSBT) zu werden, sind hoch. Nur Perspektivlose, Gl&#252;cksritter, Nachdenkresistente und Lebensm&#252;de lassen sich davon nicht abhalten. Sage niemand, dass es die hierzulande nicht gebe.

@ Martin Landis 
Ihr  Gedanke vom &quot;Gew&#246;hnungseffekt&quot; ist h&#252;bsch. Sch&#246;n ironisch auch die Idee, dass die seit den Abgr&#252;nden des 2. Weltkriegs verp&#246;nte Heldenverehrung und Idealisierung der Soldateska noch einen weiten Weges bed&#252;rfe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das abseits der &#214;ffentlichkeit neu errichtete Ehrenmal der Bundeswehr ist ein Projekt der Selbstbeweihr&#228;ucherung. Es ist in seiner Tendenz zur &#220;berh&#246;hung und &#228;sthetisierenden Sakralisierung des Soldatentods eher ein &#196;rgernis als ein rechtfertigbares Denkmal.<br />
Ihre Kritik am Vorgehen der Bundeswehr-Chefs, zumal ihres r&#252;cktrittsreifen Polit-H&#228;uptlings Jung, finde ich daher inhaltlich nachvollziehbar. Leider ist ihre Sprache eher verschl&#252;sselt als einnehmend und zug&#228;nglich. Die Entwicklungslinie einer &#8220;Zivilisierung des Milit&#228;rischen&#8221; halte auch ich f&#252;r bedroht.</p>
<p>@ Michael S.<br />
Ihr Statement trieft vor Selbstmitleid. Sie sind ein Vertreter von Partikularinteressen und nicht des Gemeinwohls.<br />
Niemand der seine Frau liebt, wom&#246;glich Kinder hat und &#252;ber Vernunft verf&#252;gt, wird sich nach Afghanistan in den Kriegseinsatz schicken lassen. Die Chancen, dort in einem nicht zu gewinnenden, sinnlosen Guerillakrieg wenn nicht k&#246;rperlich verkr&#252;ppelt so doch seelisch traumatisiert (PSBT) zu werden, sind hoch. Nur Perspektivlose, Gl&#252;cksritter, Nachdenkresistente und Lebensm&#252;de lassen sich davon nicht abhalten. Sage niemand, dass es die hierzulande nicht gebe.</p>
<p>@ Martin Landis<br />
Ihr  Gedanke vom &#8220;Gew&#246;hnungseffekt&#8221; ist h&#252;bsch. Sch&#246;n ironisch auch die Idee, dass die seit den Abgr&#252;nden des 2. Weltkriegs verp&#246;nte Heldenverehrung und Idealisierung der Soldateska noch einen weiten Weges bed&#252;rfe.</p>
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	<item>
		<title>Von: Martin J. Landis</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4781</link>
		<dc:creator>Martin J. Landis</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 09:35:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14500#comment-4781</guid>
		<description>Eine k&#228;mpfende Truppe braucht in den Interessenkriegen des 21. Jahrhunderts Traditionen, Tapferkeitsorden und die &#246;ffentliche W&#252;rdigung gefallener Helden. Das ist alles hinl&#228;nglich erprobt und milit&#228;rsoziologisch belegt. 

L&#228;cherlich ist dagegen das Kasperltheater, dass die Politik hier auff&#252;hrt, um diese Erfordnisse - scheinbar demokratisch verbr&#228;mt - scheibchenweise wieder einzuf&#252;hren. Auch wenn man den als unterbelichteten Buchhalter verkleideten Verteidigungsminister hier untersch&#228;tzt, und taktische Erfolge im Ressortgewirr und gegen ideologische Vorbehalte scheinbar schwer erkauft wurden, steht dahinter doch eine klare Strategie und ein stillschweigender Grundkonsens der staatstragenden Parteien. Die &quot;Zivilisierung des Milit&#228;rischen&quot; wird schrittweise abgeschafft. 

Die Unf&#228;lle der Bundeswehr am Hindukusch steuern einen Gew&#246;hnungseffekt in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung bei. Vorgestern war es eine Familie mit ihren kleinen Kindern, die an einer Stra&#223;ensperre vom MG-Feuer zersiebt wurden, gestern Dorfbewohner, die durch explodierende Tanklaster bei lebendigem Leib verbrannten, morgen wird es vermutlich eine von Taliban aufgestachelte Menschenmenge sein, gegen die man sich in Notwehr verteidigen muss.

Andererseits: Bis in den zweiten Weltkriegs hinein marschierten Teile des Wachregiments - der sp&#228;teren Division Gro&#223;deutschland, die an der Ostfront mehrfach aufgerieben werden sollte - jahrzehntelang mit Stechschritt und klingendem Spiel w&#246;chentlich unter begeisterter Anteilnahme der Bev&#246;lkerung, begleitet von mitmarschierenden Kindern, w&#246;chentlich durch Berlin. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine k&#228;mpfende Truppe braucht in den Interessenkriegen des 21. Jahrhunderts Traditionen, Tapferkeitsorden und die &#246;ffentliche W&#252;rdigung gefallener Helden. Das ist alles hinl&#228;nglich erprobt und milit&#228;rsoziologisch belegt. </p>
<p>L&#228;cherlich ist dagegen das Kasperltheater, dass die Politik hier auff&#252;hrt, um diese Erfordnisse &#8211; scheinbar demokratisch verbr&#228;mt &#8211; scheibchenweise wieder einzuf&#252;hren. Auch wenn man den als unterbelichteten Buchhalter verkleideten Verteidigungsminister hier untersch&#228;tzt, und taktische Erfolge im Ressortgewirr und gegen ideologische Vorbehalte scheinbar schwer erkauft wurden, steht dahinter doch eine klare Strategie und ein stillschweigender Grundkonsens der staatstragenden Parteien. Die &#8220;Zivilisierung des Milit&#228;rischen&#8221; wird schrittweise abgeschafft. </p>
<p>Die Unf&#228;lle der Bundeswehr am Hindukusch steuern einen Gew&#246;hnungseffekt in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung bei. Vorgestern war es eine Familie mit ihren kleinen Kindern, die an einer Stra&#223;ensperre vom MG-Feuer zersiebt wurden, gestern Dorfbewohner, die durch explodierende Tanklaster bei lebendigem Leib verbrannten, morgen wird es vermutlich eine von Taliban aufgestachelte Menschenmenge sein, gegen die man sich in Notwehr verteidigen muss.</p>
<p>Andererseits: Bis in den zweiten Weltkriegs hinein marschierten Teile des Wachregiments &#8211; der sp&#228;teren Division Gro&#223;deutschland, die an der Ostfront mehrfach aufgerieben werden sollte &#8211; jahrzehntelang mit Stechschritt und klingendem Spiel w&#246;chentlich unter begeisterter Anteilnahme der Bev&#246;lkerung, begleitet von mitmarschierenden Kindern, w&#246;chentlich durch Berlin. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.</p>
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	<item>
		<title>Von: Michael S.</title>
		<link>http://carta.info/14500/ehrenmal-bundeswehr-legitimationsdefizit/comment-page-1/#comment-4758</link>
		<dc:creator>Michael S.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 11:09:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14500#comment-4758</guid>
		<description>Dieser Beitrag ruft dazu, ihn inhaltlich auseinanderzunehmen. Die Vorw&#252;rfe und Darstellungen sind unsubstantiiert, vor allem zeigen sie jedoch eine Ferne an emotionaler Beteiligung, geschweige denn Anteilnahme.

Das pr&#228;gt die Antwort von mir denn auch ma&#223;geblich: Lieber Herr Meyer, ich vermute, Sie haben keinen Bezug zur Bundeswehr, weder als aktiver Soldat, noch als partizipierender Zivilist. Viel mehr machen Sie sich aber auch nicht die M&#252;he, die Stimmung, die Gef&#252;hle und die Einstellung von Soldaten zu erfragen, sich hierf&#252;r zu interessieren oder sich in sie hineinzuversetzen. 
Eine inhaltliche Auseinandersetzung w&#252;rde aber genau dies voraussetzen. Das Ehrenmal wird f&#252;r die Bundeswehr errichtet; und um der Bundeswehr gerecht zu werden, m&#252;ssten Sie sich f&#252;r sie interessieren. Ohne ihr authentisches Interesse hingegen ist keine der Sache angessenen Diskussion m&#246;glich.

Mit dem Ehrenmal und dem Tapferkeitsorden haben Sie weiterhin zur Schau gestellt, dass f&#252;r Sie die Geschichte Deutschlands 1933 anf&#228;ngt. Es wird Sie &#252;berraschen, aber dies ist nicht der Fall. Auch das deutsche Milit&#228;r hat eine lange Geschichte und selbst das von Ihnen vielleicht sogleich als schrecklich dargestellte Preu&#223;en hat in der Schlacht von Waterloo die Freiheit erk&#228;mpft und nicht oktruiert (wei die Engl&#228;nder z.B. immernoch sehr deutlich herausstellen).
Und wenn sie jetzt das Eiserne Kreuz ansprechen (was dem Tapferkeitsorden zugrunde liegt), dann geht dieses auf die Freiheitsk&#228;mpfe von 1813 zur&#252;ck - an diese Tradition anzukn&#252;pfen scheint mir wenig nazibelastet. Vielmehr dr&#252;ckt das Eiserne Kreuz, weil es nicht wie der Orden des Pour le mérite den Offizieren vorbehalten war, die Gleichheit der Soldaten in unserem Herr aus &quot;Staatsb&#252;rgern in Uniform&quot; aus. Aber auch daran werden Sie nicht ankn&#252;pfen wollen, weil das Eiserne Kreuz aus Ihrer Sicht durch den 2. Weltkrieg im wahrsten Sinne des Wortes &quot;untragbar&quot; geworden ist. 

Lieber Herr Meyer, mit Ihrer Einstellung m&#252;ssen Sie sich fragen, WER eigentlich noch in der Bundeswehr dienen soll. Denn dieser Mensch muss gleichzeitig sein Leben in Afghanistan aufs Spiel setzen und verdient dabei genauso viel, wie ein vgl. Verwaltungsbeamter in Deutschland (Auslandszuschl&#228;ge au&#223;er Acht, denn die gehen fast vollst&#228;ndig f&#252;r eine ad&#228;quate Versicherung und Absicherung der Familie drauf). Gleichzeitig muss dieser Soldat sich aber am liebsten in seiner Heimat auch noch sch&#228;men f&#252;r die Arbeit, die er tut und die Vorg&#228;nger im Amte, welche die Armee vor 70 Jahren pr&#228;gte. 
Ob Sie da die Leute finden, die am besten Deutschland repr&#228;sentieren, das wage ich zu bezweifeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag ruft dazu, ihn inhaltlich auseinanderzunehmen. Die Vorw&#252;rfe und Darstellungen sind unsubstantiiert, vor allem zeigen sie jedoch eine Ferne an emotionaler Beteiligung, geschweige denn Anteilnahme.</p>
<p>Das pr&#228;gt die Antwort von mir denn auch ma&#223;geblich: Lieber Herr Meyer, ich vermute, Sie haben keinen Bezug zur Bundeswehr, weder als aktiver Soldat, noch als partizipierender Zivilist. Viel mehr machen Sie sich aber auch nicht die M&#252;he, die Stimmung, die Gef&#252;hle und die Einstellung von Soldaten zu erfragen, sich hierf&#252;r zu interessieren oder sich in sie hineinzuversetzen.<br />
Eine inhaltliche Auseinandersetzung w&#252;rde aber genau dies voraussetzen. Das Ehrenmal wird f&#252;r die Bundeswehr errichtet; und um der Bundeswehr gerecht zu werden, m&#252;ssten Sie sich f&#252;r sie interessieren. Ohne ihr authentisches Interesse hingegen ist keine der Sache angessenen Diskussion m&#246;glich.</p>
<p>Mit dem Ehrenmal und dem Tapferkeitsorden haben Sie weiterhin zur Schau gestellt, dass f&#252;r Sie die Geschichte Deutschlands 1933 anf&#228;ngt. Es wird Sie &#252;berraschen, aber dies ist nicht der Fall. Auch das deutsche Milit&#228;r hat eine lange Geschichte und selbst das von Ihnen vielleicht sogleich als schrecklich dargestellte Preu&#223;en hat in der Schlacht von Waterloo die Freiheit erk&#228;mpft und nicht oktruiert (wei die Engl&#228;nder z.B. immernoch sehr deutlich herausstellen).<br />
Und wenn sie jetzt das Eiserne Kreuz ansprechen (was dem Tapferkeitsorden zugrunde liegt), dann geht dieses auf die Freiheitsk&#228;mpfe von 1813 zur&#252;ck &#8211; an diese Tradition anzukn&#252;pfen scheint mir wenig nazibelastet. Vielmehr dr&#252;ckt das Eiserne Kreuz, weil es nicht wie der Orden des Pour le mérite den Offizieren vorbehalten war, die Gleichheit der Soldaten in unserem Herr aus &#8220;Staatsb&#252;rgern in Uniform&#8221; aus. Aber auch daran werden Sie nicht ankn&#252;pfen wollen, weil das Eiserne Kreuz aus Ihrer Sicht durch den 2. Weltkrieg im wahrsten Sinne des Wortes &#8220;untragbar&#8221; geworden ist. </p>
<p>Lieber Herr Meyer, mit Ihrer Einstellung m&#252;ssen Sie sich fragen, WER eigentlich noch in der Bundeswehr dienen soll. Denn dieser Mensch muss gleichzeitig sein Leben in Afghanistan aufs Spiel setzen und verdient dabei genauso viel, wie ein vgl. Verwaltungsbeamter in Deutschland (Auslandszuschl&#228;ge au&#223;er Acht, denn die gehen fast vollst&#228;ndig f&#252;r eine ad&#228;quate Versicherung und Absicherung der Familie drauf). Gleichzeitig muss dieser Soldat sich aber am liebsten in seiner Heimat auch noch sch&#228;men f&#252;r die Arbeit, die er tut und die Vorg&#228;nger im Amte, welche die Armee vor 70 Jahren pr&#228;gte.<br />
Ob Sie da die Leute finden, die am besten Deutschland repr&#228;sentieren, das wage ich zu bezweifeln.</p>
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