Ulrike Langer

Medienlinks zum Wochenstart: Fragmentierung als Normalfall

Ulrike Langer | 4 Kommentar(e)


Diesmal mit: Medienfragmentierung – Geschichte des CAR – Ökonomie journalistischer Inhalte – Abgesang auf den Lokaljournalismus – Letzter Teil von McAdams’ Multimedia-Webseminar erschienen

09.08.2009 | 

Die kommende Fragmentierung der Medienbranche

Eine Must-read-Zukunftsvision von Andreas Göldi bei netzwertig. Göldi glaubt, dass der Medienkonzentrationsprozess aus analogen Zeiten eine Anomalie ist, die sich im Web nicht wiederholen wird.

How Computer-Assisted Reporters Evolved into Programmer/Journalists

Megan Taylor analysiert bei MediaShift die Geschichte des Computer-Assisted Reporting seit den 60er Jahren.

Ein Versuch über die Ökonomie journalistischer Inhalte

Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer unternimmt in Indiskretion Ehrensache ein sehr ernsthaften und lesenswerten Versuch, Qualität von Journalismus im Webzeitalter und ihren ökonomischen Wert zu definieren.

free journalism!

BR-Reporter und “Rundschau”-Moderator Richard Gutjahr setzt sich intelligent und rhetorisch geschliffen mit Paid Content, der sogenannten ”Gratiskultur” und den Folgen für den Journalismus auseinander: “Uninspirierte, abgekupferte 0815-Texte, schlampig recherchiert und schon 100 mal gelesen; dafür ist heute niemand mehr bereit zu zahlen – egal ob gedruckt oder online. DAS ist der wahre Grund, warum die Zeitungen Probleme haben!”

Vorschlag an Burda und Konken: Macht endlich selbst eine Suchmaschine!

Was haben der VDZ und der DJV gemeinsam? Laut Heinz Wittenbrink “ein ganz schlichtes materielles Interesse, und dafür treten sie ein wie seinerzeit Arbeitgeber und Arbeitnehmer an der Ruhr für die Erhaltung des unwirtschaftlichen Bergbaus.” Der Grazer Onlinejournalismus-Dozent sieht Burda in einer guten Position, um eine eigene Suchmaschine zu entwickeln.

Image by couchpotatoes via Flickr

Wir waren Heimat

Christian Jakubetz wirft im JakBlog einen schonungslosen Blick auf den Zustand des deutschen Lokaljournalismus.

RGMP 15: Maintain and update your skills

Im letzten Teil ihrer 15-teiligen Serie “Reporter’s Guide to Multimedia Proficiency” betont Journalismus-Professorin Mindy McAdams, wie wichtig es ist, neue Fähigkeiten immer wieder zu üben, damit man sie nicht verlernt – “das ist wie Fahrradfahren”. Und: Journalisten sollten sich damit abfinden, dass sie ihr Wissen schon in zwei, drei Jahren wieder komplett veraltet sein kann. Die gesamte Serie ist didaktisch sehr gut gestaltet, setzt kein technisches Vorwissen voraus und ist m.E. vor allem für freie Printjournalisten, die sich keine teuren Schulungen leisten können, wirklich nützlich, um sich autodidaktisch neue multimediale Kenntnisse anzueignen.

What the F**K is Social Media: One Year Later

Gute Präsentation bei Slideshare. Einfach durchklicken.

Die Fachjournalistin Ulrike Langer bloggt auf medialdigital, wo sie auch diese Linkstipps regelmäßig veröffentlicht. Carta übernimmt die Linktipps mit freundlicher Genehmigung der Autorin als Crossposting.

4 Kommentare

  1. ralf schwartz |  09.08.2009 | 19:10 | permalink  

    Die F**K-Präsentation ist durchschnittlich gut, ohne wirklich Neues zu bieten. Ich behaupte, “Ohne F**K hätte wieder keine S** geguckt!”

  2. Ulrike Langer |  10.08.2009 | 05:53 | permalink  

    F**K mag ein Fakor sein, warum die Datei viral ganz gut verbreitet wird. Deshalb habe ich sie aber nicht empfohlen, sondern weil ich sie gut finde. Grundlegende Fakten werden eingängig aufbereitet darstellt. Die Linktipps lesen ja nicht nur Social Media Experten…

  3. ralf schwartz |  10.08.2009 | 13:27 | permalink  

    Es steht nichts Neues drin, aber die Fakten sind gut aufbereitet, da hast Du recht.
    Und es ist natürlich ein guter Startpunkt, um über Social Networking nachzudenken.

    Wollte die Präsentation (oder den Linktipp) mit meiner Anmerkung auch gar nicht schlecht machen. ;-)

  4. Wittkewitz |  10.08.2009 | 16:09 | permalink  

    Man muss halt konstatieren, dass es für die USA gemacht ist, dass es für Werber und Marketingleute ist und dass es leider keine klare Aussagen zu dem möglichen gesellschaftlichen Implus gibt. Aber es ist wie immer bei den US Präsentationen eine nette Verpackung für ein etwas Dröges Thema, nämlich das Verhökern von Konversationen an Anzeigenkunden…

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