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	<title>Kommentare zu: Zeitungskrise: Was Europa von den USA unterscheidet</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 01:08:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: &#8230; die Zukunft der Printmedien? &#8211; Zeitungen &#171; Was macht eigentlich &#8230;?</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-15417</link>
		<dc:creator>&#8230; die Zukunft der Printmedien? &#8211; Zeitungen &#171; Was macht eigentlich &#8230;?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 18:23:13 +0000</pubDate>
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		<description>[...] die bisher bei weitem nicht ein so dramatisches Ausma&#223; angenommen haben, wie in den USA, werden in Medienmagazinen hei&#223; [...]</description>
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		<title>Von: Nachwuchsjournalisten der Christlichen Medienakademie &#187; Blog Archiv &#187; Paid Content &#38; Co.</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4289</link>
		<dc:creator>Nachwuchsjournalisten der Christlichen Medienakademie &#187; Blog Archiv &#187; Paid Content &#38; Co.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 09:14:47 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Tagen &#252;ber die Zukunft der bezahlten Medien: von Stefan Niggemeier, Rainer Meyer, Marc Serrao, Stephan Russ-Mohl&#8230; und was sagen oder schreiben unsere Leser?    Tags &#187; Journalismus, Zukunft &#171;  [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Tagen &#252;ber die Zukunft der bezahlten Medien: von Stefan Niggemeier, Rainer Meyer, Marc Serrao, Stephan Russ-Mohl&#8230; und was sagen oder schreiben unsere Leser?    Tags &raquo; Journalismus, Zukunft &laquo;  [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: links for 2009-08-07 &#171; Nur mein Standpunkt</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4150</link>
		<dc:creator>links for 2009-08-07 &#171; Nur mein Standpunkt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 12:05:27 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zeitungskrise: Was Europa von den USA unterscheidet — CARTA Eine postmoderne und basisdemokratische Geschichtsschreibung der Metastories ohne Zutun Einzelner fragmentiert in Tausenden Blogposts, Twitterstreamentit&#228;ten und Halbs&#228;tzen im Ged&#228;chtnis der KI-Drogens&#252;chtigen à la Google, die nichts lieber tun, als jeden denkbaren Buchstaben, den ein menschliches Wesen absondert in die allwissende M&#252;llhalde einzutrichtern und so lange mit mathematischen Regularien zu traktieren, bis ein Sinn entstellt ist, der dem Suchenden Projektionsfl&#228;che seiner Sehns&#252;chte sein.- Denkt mal dr&#252;ber nach was der Kommentator Nummer Eins da wohl gemeint hat. (tags: Internet Zeitungen Zukunft Niedergang) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zeitungskrise: Was Europa von den USA unterscheidet — CARTA Eine postmoderne und basisdemokratische Geschichtsschreibung der Metastories ohne Zutun Einzelner fragmentiert in Tausenden Blogposts, Twitterstreamentit&#228;ten und Halbs&#228;tzen im Ged&#228;chtnis der KI-Drogens&#252;chtigen à la Google, die nichts lieber tun, als jeden denkbaren Buchstaben, den ein menschliches Wesen absondert in die allwissende M&#252;llhalde einzutrichtern und so lange mit mathematischen Regularien zu traktieren, bis ein Sinn entstellt ist, der dem Suchenden Projektionsfl&#228;che seiner Sehns&#252;chte sein.- Denkt mal dr&#252;ber nach was der Kommentator Nummer Eins da wohl gemeint hat. (tags: Internet Zeitungen Zukunft Niedergang) [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Google ist der Kiosk im Netz » Von Richard Schnabl » Beitrag » Redaktionsblog</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4147</link>
		<dc:creator>Google ist der Kiosk im Netz » Von Richard Schnabl » Beitrag » Redaktionsblog</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 09:02:17 +0000</pubDate>
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		<description>[...] auf die Dauer wohl nur geben, wenn wir daf&#252;r bezahlen.&#8221; Das meint Stephan Ru&#223;-Mohl auf carta.info.          Aktuelles Heft Nr. 3-2009 [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] auf die Dauer wohl nur geben, wenn wir daf&#252;r bezahlen.&#8221; Das meint Stephan Ru&#223;-Mohl auf carta.info.          Aktuelles Heft Nr. 3-2009 [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Fritz Goergen</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4146</link>
		<dc:creator>Fritz Goergen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 08:17:22 +0000</pubDate>
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		<description>Es kommt wie in den USA - nur sp&#228;ter und kleinkarierter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt wie in den USA &#8211; nur sp&#228;ter und kleinkarierter.</p>
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		<title>Von: links for 2009-08-06 : Bibliothekarisch.de</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4144</link>
		<dc:creator>links for 2009-08-06 : Bibliothekarisch.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 06:03:25 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zeitungskrise: Was Europa von den USA unterscheidet — CARTA Die technologischen Bedingungen, unter denen sich die amerikanische Zeitungskrise ereignet, sind f&#252;r Europa dieselben. Aber kulturelle Unterschiede k&#246;nnten f&#252;r einen anderen Verlauf des Medienwandels sorgen. (tags: zeitungskrise usa deutschland unterschied 2009 08/2009 medienwandel) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zeitungskrise: Was Europa von den USA unterscheidet — CARTA Die technologischen Bedingungen, unter denen sich die amerikanische Zeitungskrise ereignet, sind f&#252;r Europa dieselben. Aber kulturelle Unterschiede k&#246;nnten f&#252;r einen anderen Verlauf des Medienwandels sorgen. (tags: zeitungskrise usa deutschland unterschied 2009 08/2009 medienwandel) [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Christopher Buschow</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4141</link>
		<dc:creator>Christopher Buschow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 18:28:53 +0000</pubDate>
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		<description>Sie schreiben: &quot;Es ist kaum zehn beziehungsweise 15 Jahre her, da konnten Medienforscher an vielen Beispielen zeigen, wie innovativ amerikanische Tageszeitungen damals waren.&quot;

Ich frage mich: Wer sind diese Medienforscher und welche Innovationen in welchen Bereichen konnten sie identifizieren? 

Bisher war ich der Meinung, dass Journalisten redaktionelles Marketing und Redaktionsmanagement, die zentralen Ver&#228;nderungsprozesse in den Redaktionen US-amerikanischer Zeitungsverlage in den neunziger Jahren, nicht als &quot;innovativ&quot; sondern schlicht als anma&#223;end und journalismusfeindlich empfanden - Doug Underwood hat das in &quot;When MBAs Rule the Newsroom&quot; (1993) deutlich gemacht. Neumann (1997) untersuchte die &quot;Seattle Times&quot; und konnte bez&#252;glich der eingef&#252;hrten Neuerungen kein positives Fazit ziehen. Vielmehr res&#252;mierte sie, dass sich deutsche Verlage nicht an den amerikanischen Vorbildern orientieren sollten. Auch &quot;public journalism&quot;, das in der Literatur vor 15 Jahren ja als neue Form des Story Tellings noch als chic galt, wurde in den USA sicher nicht umgesetzt, wie es einmal intendiert war. Organisatorische Ver&#228;nderungen in den Redaktionsstrukturen (Aufl&#246;sung von Ressorts, Teamsysteme, Reporter-Pools) konnten vielleicht die Effizienz steigern, aber es ist doch sehr fraglich, inwieweit man sie als Innovationen bezeichnen kann. Die einschl&#228;gige US-amerikanische Forschung zu redaktionellen Wandlungsprozesse ab etwa 1995 (vor allem Peter Gade und George Sylvie und Mitarbeiter) zeigt au&#223;erdem sehr deutlich, dass es den Verlagsmanagern fast nie gelang, ihre Journalisten f&#252;r diese - m&#246;glicherweise betriebswirtschaftlichen - Innovationen zu gewinnen. Insgesamt ergibt sich ein Bild, das andeutet, dass man schon damals nicht wusste, was mit Ausnahme der angesprochenen &quot;K&#252;rzungen&quot; zu tun sei. 

Ich bin gespannt auf Ihre neues Buch, in dem ich sicherlich einige Antworten auf meine Fragen finde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sie schreiben: &#8220;Es ist kaum zehn beziehungsweise 15 Jahre her, da konnten Medienforscher an vielen Beispielen zeigen, wie innovativ amerikanische Tageszeitungen damals waren.&#8221;</p>
<p>Ich frage mich: Wer sind diese Medienforscher und welche Innovationen in welchen Bereichen konnten sie identifizieren? </p>
<p>Bisher war ich der Meinung, dass Journalisten redaktionelles Marketing und Redaktionsmanagement, die zentralen Ver&#228;nderungsprozesse in den Redaktionen US-amerikanischer Zeitungsverlage in den neunziger Jahren, nicht als &#8220;innovativ&#8221; sondern schlicht als anma&#223;end und journalismusfeindlich empfanden &#8211; Doug Underwood hat das in &#8220;When MBAs Rule the Newsroom&#8221; (1993) deutlich gemacht. Neumann (1997) untersuchte die &#8220;Seattle Times&#8221; und konnte bez&#252;glich der eingef&#252;hrten Neuerungen kein positives Fazit ziehen. Vielmehr res&#252;mierte sie, dass sich deutsche Verlage nicht an den amerikanischen Vorbildern orientieren sollten. Auch &#8220;public journalism&#8221;, das in der Literatur vor 15 Jahren ja als neue Form des Story Tellings noch als chic galt, wurde in den USA sicher nicht umgesetzt, wie es einmal intendiert war. Organisatorische Ver&#228;nderungen in den Redaktionsstrukturen (Aufl&#246;sung von Ressorts, Teamsysteme, Reporter-Pools) konnten vielleicht die Effizienz steigern, aber es ist doch sehr fraglich, inwieweit man sie als Innovationen bezeichnen kann. Die einschl&#228;gige US-amerikanische Forschung zu redaktionellen Wandlungsprozesse ab etwa 1995 (vor allem Peter Gade und George Sylvie und Mitarbeiter) zeigt au&#223;erdem sehr deutlich, dass es den Verlagsmanagern fast nie gelang, ihre Journalisten f&#252;r diese &#8211; m&#246;glicherweise betriebswirtschaftlichen &#8211; Innovationen zu gewinnen. Insgesamt ergibt sich ein Bild, das andeutet, dass man schon damals nicht wusste, was mit Ausnahme der angesprochenen &#8220;K&#252;rzungen&#8221; zu tun sei. </p>
<p>Ich bin gespannt auf Ihre neues Buch, in dem ich sicherlich einige Antworten auf meine Fragen finde.</p>
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	<item>
		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4139</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 14:31:02 +0000</pubDate>
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		<description>Rupert Murdoch gibt heute Umsatzverlust bekannt, 8% um rund 200 Millionen.

Der Medienkonzern Axel Springer leidet unter dem Einbruch der Werbem&#228;rkte. Im ersten Halbjahr 2009 ging der Umsatz von Europas gr&#246;&#223;tem Zeitungshaus um 6,6 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zur&#252;ck.

Es k&#246;nnte sein, dass der Unterschied zwischen USA und Deutschland angesichts des Kontexts Welt, seit zehn Jahren als Globalisierung bezeichnet, wahrscheinlich doch eher geographischer Natur ist.

Um nochmals die Frage aus dem Titel zu beantworten. Sehr wenig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rupert Murdoch gibt heute Umsatzverlust bekannt, 8% um rund 200 Millionen.</p>
<p>Der Medienkonzern Axel Springer leidet unter dem Einbruch der Werbem&#228;rkte. Im ersten Halbjahr 2009 ging der Umsatz von Europas gr&#246;&#223;tem Zeitungshaus um 6,6 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zur&#252;ck.</p>
<p>Es k&#246;nnte sein, dass der Unterschied zwischen USA und Deutschland angesichts des Kontexts Welt, seit zehn Jahren als Globalisierung bezeichnet, wahrscheinlich doch eher geographischer Natur ist.</p>
<p>Um nochmals die Frage aus dem Titel zu beantworten. Sehr wenig.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Spielkamp</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4137</link>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 13:40:00 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Die Basislektion jedweder &#214;konomie: There&#039;s no such thing as a free lunch&quot; - ich kann&#039;s nicht mehr h&#246;ren. &quot;What&#039;s wrong with a free lunch?&quot; Diese Frage hat Philippe van Parijs in einem seiner ber&#252;hmtesten Aufs&#228;tze gestellt (http://tinyurl.com/mkxx3w), und die sich daran anschlie&#223;ende Diskussion mit Philosophen, Wirtschaftsnobelpreistr&#228;gern und Aktivisten ist eine Offenbarung f&#252;r diejenigen, die sich mit dem Thema Grundeinkommen besch&#228;ftigen. (Und: sie ist weiterhin frei abrufbar beim Boston Review - http://bostonreview.net/BR25.5/vanparijs.html).
Wer postuliert, es gebe keinen Free Lunch, kennt die Debatte &#252;ber Gemeing&#252;ter nicht (neudeutsch Commons Based Peer Production). Und wer annimmt, dass &quot;bezahlen&quot; nur so funktioniert, dass ein Kunde Geld f&#252;r ein Produkt auf den Tisch legt, der kann eigentlich vom Verlagswesen nicht viel wissen. Aber das ist ja beim Autoren nicht der Fall - daher verstehe ich diese seltsame (falsche) Verk&#252;rzung nicht. Dass &quot;Einnahmen&quot; nicht das gleiche ist wie &quot;Paid content&quot;, sollte doch wirklich klar sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Basislektion jedweder &#214;konomie: There&#8217;s no such thing as a free lunch&#8221; &#8211; ich kann&#8217;s nicht mehr h&#246;ren. &#8220;What&#8217;s wrong with a free lunch?&#8221; Diese Frage hat Philippe van Parijs in einem seiner ber&#252;hmtesten Aufs&#228;tze gestellt (<a href="http://tinyurl.com/mkxx3w" rel="nofollow">http://tinyurl.com/mkxx3w</a>), und die sich daran anschlie&#223;ende Diskussion mit Philosophen, Wirtschaftsnobelpreistr&#228;gern und Aktivisten ist eine Offenbarung f&#252;r diejenigen, die sich mit dem Thema Grundeinkommen besch&#228;ftigen. (Und: sie ist weiterhin frei abrufbar beim Boston Review &#8211; <a href="http://bostonreview.net/BR25.5/vanparijs.html" rel="nofollow">http://bostonreview.net/BR25.5/vanparijs.html</a>).<br />
Wer postuliert, es gebe keinen Free Lunch, kennt die Debatte &#252;ber Gemeing&#252;ter nicht (neudeutsch Commons Based Peer Production). Und wer annimmt, dass &#8220;bezahlen&#8221; nur so funktioniert, dass ein Kunde Geld f&#252;r ein Produkt auf den Tisch legt, der kann eigentlich vom Verlagswesen nicht viel wissen. Aber das ist ja beim Autoren nicht der Fall &#8211; daher verstehe ich diese seltsame (falsche) Verk&#252;rzung nicht. Dass &#8220;Einnahmen&#8221; nicht das gleiche ist wie &#8220;Paid content&#8221;, sollte doch wirklich klar sein.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tarantoga</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4136</link>
		<dc:creator>Tarantoga</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 13:04:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12818#comment-4136</guid>
		<description>Das wirkliche Problem zuk&#252;nftiger Zeitungen ist ihr Mangel an Relevanz. Derzeit beruht die Reichweite sowohl von gedruckten Zeitungen als auch der Online-Portale derselben Verlage darauf, dass die Leser ihnen ein gr&#246;&#223;eres Vertrauen entgegen bringen. Unsere Medienwirklichkeit ist eine konstruierte Wirklichkeit. Bei den etablierten Namen suchen und finden (ganz subjektiv) heute die Nutzer ihr sicheres Fundament der Meinungsbildung. Wie hier auf Carta k&#252;rzlich dargelegt wurde ist es die St&#228;rke der Tagesschau &quot;Wahrheit&quot; zu setzen. In abgeschw&#228;chter Form gilt das auch f&#252;r alle anderen gro&#223;en Medien. Wenn eine Nachricht in so einem Medium auftaucht, dann wird die Mehrzahl der Leute sie f&#252;r wahr halten.
Dieser Zustand muss jedoch keineswegs anhalten. Die Insider der Medienbranche wissen l&#228;ngst, welchen Einfluss kommerzielle Interessen Dritter auf die Berichterstattung nehmen. Auch wenn Journalisten das anscheinend kaum glauben k&#246;nnen: Die Leser wissen das nicht oder jedenfalls haben sie noch(!) keine Konsequenzen daraus gezogen. 
Das vielleicht noch gr&#246;&#223;ere Problem sind die Kriterien des &quot;Qualit&#228;tsjournalismus&quot; selbst: Je mehr ein Journalist darauf achten muss, nicht einer Falschmeldung, einer &quot;Fehlmeinung&quot; oder einem Versto&#223; gegen andere m&#228;chtige Interessen aufzusitzen, umso weichgesp&#252;lter, beliebiger und nutzloser wird sein Inhalt. Viele der neuen Medien im Internet haben dieses Problem nicht. Sie k&#246;nnen mutig, subjektiv, ja sogar ins Blaue geraten sein und auch wenn dabei f&#252;r jeden einzelnen Anbieter das Risiko der Fehlinformation steigt, &#252;ber die Summe der Angebote wird f&#252;r den kundigen Nutzer die Geschwindigkeit, Relevanz und Qualit&#228;t der Information und der Analyse steigen. Wenn man sich einmal daran gew&#246;hnt hat, dann sind schon die Online-Angebote der Zeitungen mindestens von gestern. 

Auch was die kommerzielle Seite angeht sind die Probleme immens. F&#252;r weichgesp&#252;lte Nachrichten der obigen Form wird niemand Geld bezahlen und wer keinen Werbeblocker einsetzt ist selber schuld wenn er mit der Informationsmenge nicht klarkommt. 
In puncto Publizieren sind die Markteintrittsbarrieren derart niedrig geworden, dass es keinesfalls sicher ist, dass die Menge der preisdr&#252;ckenden Neuangebote abrei&#223;t nur weil sich die Kosten nicht einspielen lassen. In einem perfekten Markt verdient nun mal niemand Geld.
Das Ergebnis wird ein Konsolidierungsprozess kommerzieller Nachrichtenmedien sein. F&#252;r das Umverpacken von dpa-Texten reicht in ganz Deutschland im Prinzip ein Journalist. Das jede Redaktion daf&#252;r einen ganzen Stab h&#228;lt, wird sich nicht bezahlen lassen. Umgekehrt sollten Werke, die auf echter teurer Eigenrecherche beruhen in m&#246;glichst vielen Medien erscheinen. Die Vervielf&#228;ltigungskosten sind gleich 0 aber die Einnahmem&#246;glichkeiten je Nutzer sind gleichfalls nur geringf&#252;gig &#252;ber 0. Das Problem kann daher nur &#252;ber die Menge gel&#246;st werden. Im Ergebnis werden teilweise kluge Kooperationen gesucht werden m&#252;ssen und parallel wird ein gro&#223;er Teil der Nachrichtenanbieter schlicht durch Pleite vom Markt verschwinden.

Zus&#228;tzlich wird ein bedeutender Teil zuk&#252;nftiger Nachrichtenproduktion nichtkommerziell oder zumindest nicht direkt kommerziell sein. Die Bedingungen, die heute f&#252;r Blogger gelten, werden f&#252;r gr&#246;&#223;ere Teile der Medien in Zukunft auch gelten. Meinungs- und Informationsaustausch sind Belange von &#246;ffentlichem Interesse. Daher wird es immer Menschen geben, die das auch ohne direkte Bezahlung machen werden. In diesem Sinne wird die f&#252;r den Leser beste &quot;Zeitung&quot; der Zukunft wahrscheinlich ein gemeinn&#252;tziger Verein auf Spenden- oder Beteiligungsbasis sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das wirkliche Problem zuk&#252;nftiger Zeitungen ist ihr Mangel an Relevanz. Derzeit beruht die Reichweite sowohl von gedruckten Zeitungen als auch der Online-Portale derselben Verlage darauf, dass die Leser ihnen ein gr&#246;&#223;eres Vertrauen entgegen bringen. Unsere Medienwirklichkeit ist eine konstruierte Wirklichkeit. Bei den etablierten Namen suchen und finden (ganz subjektiv) heute die Nutzer ihr sicheres Fundament der Meinungsbildung. Wie hier auf Carta k&#252;rzlich dargelegt wurde ist es die St&#228;rke der Tagesschau &#8220;Wahrheit&#8221; zu setzen. In abgeschw&#228;chter Form gilt das auch f&#252;r alle anderen gro&#223;en Medien. Wenn eine Nachricht in so einem Medium auftaucht, dann wird die Mehrzahl der Leute sie f&#252;r wahr halten.<br />
Dieser Zustand muss jedoch keineswegs anhalten. Die Insider der Medienbranche wissen l&#228;ngst, welchen Einfluss kommerzielle Interessen Dritter auf die Berichterstattung nehmen. Auch wenn Journalisten das anscheinend kaum glauben k&#246;nnen: Die Leser wissen das nicht oder jedenfalls haben sie noch(!) keine Konsequenzen daraus gezogen.<br />
Das vielleicht noch gr&#246;&#223;ere Problem sind die Kriterien des &#8220;Qualit&#228;tsjournalismus&#8221; selbst: Je mehr ein Journalist darauf achten muss, nicht einer Falschmeldung, einer &#8220;Fehlmeinung&#8221; oder einem Versto&#223; gegen andere m&#228;chtige Interessen aufzusitzen, umso weichgesp&#252;lter, beliebiger und nutzloser wird sein Inhalt. Viele der neuen Medien im Internet haben dieses Problem nicht. Sie k&#246;nnen mutig, subjektiv, ja sogar ins Blaue geraten sein und auch wenn dabei f&#252;r jeden einzelnen Anbieter das Risiko der Fehlinformation steigt, &#252;ber die Summe der Angebote wird f&#252;r den kundigen Nutzer die Geschwindigkeit, Relevanz und Qualit&#228;t der Information und der Analyse steigen. Wenn man sich einmal daran gew&#246;hnt hat, dann sind schon die Online-Angebote der Zeitungen mindestens von gestern. </p>
<p>Auch was die kommerzielle Seite angeht sind die Probleme immens. F&#252;r weichgesp&#252;lte Nachrichten der obigen Form wird niemand Geld bezahlen und wer keinen Werbeblocker einsetzt ist selber schuld wenn er mit der Informationsmenge nicht klarkommt.<br />
In puncto Publizieren sind die Markteintrittsbarrieren derart niedrig geworden, dass es keinesfalls sicher ist, dass die Menge der preisdr&#252;ckenden Neuangebote abrei&#223;t nur weil sich die Kosten nicht einspielen lassen. In einem perfekten Markt verdient nun mal niemand Geld.<br />
Das Ergebnis wird ein Konsolidierungsprozess kommerzieller Nachrichtenmedien sein. F&#252;r das Umverpacken von dpa-Texten reicht in ganz Deutschland im Prinzip ein Journalist. Das jede Redaktion daf&#252;r einen ganzen Stab h&#228;lt, wird sich nicht bezahlen lassen. Umgekehrt sollten Werke, die auf echter teurer Eigenrecherche beruhen in m&#246;glichst vielen Medien erscheinen. Die Vervielf&#228;ltigungskosten sind gleich 0 aber die Einnahmem&#246;glichkeiten je Nutzer sind gleichfalls nur geringf&#252;gig &#252;ber 0. Das Problem kann daher nur &#252;ber die Menge gel&#246;st werden. Im Ergebnis werden teilweise kluge Kooperationen gesucht werden m&#252;ssen und parallel wird ein gro&#223;er Teil der Nachrichtenanbieter schlicht durch Pleite vom Markt verschwinden.</p>
<p>Zus&#228;tzlich wird ein bedeutender Teil zuk&#252;nftiger Nachrichtenproduktion nichtkommerziell oder zumindest nicht direkt kommerziell sein. Die Bedingungen, die heute f&#252;r Blogger gelten, werden f&#252;r gr&#246;&#223;ere Teile der Medien in Zukunft auch gelten. Meinungs- und Informationsaustausch sind Belange von &#246;ffentlichem Interesse. Daher wird es immer Menschen geben, die das auch ohne direkte Bezahlung machen werden. In diesem Sinne wird die f&#252;r den Leser beste &#8220;Zeitung&#8221; der Zukunft wahrscheinlich ein gemeinn&#252;tziger Verein auf Spenden- oder Beteiligungsbasis sein.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: @hbortels</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4134</link>
		<dc:creator>@hbortels</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 12:12:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12818#comment-4134</guid>
		<description>Was unterscheidet denn nun Europa von den USA? Kann Europa besser turnen und damit die bezahlte &quot;Rolle r&#252;ckw&#228;rts&quot; durchf&#252;hren? Gibt es nicht auch kommerzielle Radiosender, die kostenfrei geh&#246;rt werden k&#246;nnen? OK, intellektuell bewegen sich diese Stationen nicht auf h&#246;chstem Niveau. Aber sie leben noch.

Warum soll das f&#252;r Internetauftritte von Zeitungen nicht auch m&#246;glich sein? Die Kunst besteht doch darin, inhaltlich eine gute Mischung herzustellen. M&#246;glichst geringe Produktionskosten mit m&#246;glichst hohen (Werbe-)Erl&#246;sen. Das wird doch hoffentlich noch in Medien&#246;konomie gelehrt. 

Wird die Produktion der Inhalte sehr teuer, dann m&#252;ssen es schon so exklusive Inhalte sein, dass die Nutzer daf&#252;r auch gern (und einfach) bezahlen. Doch hier dreht sich die Branche im Kreis: Online soll in der Produktion m&#246;glichst wenig kosten, aber die Nutzer sollen trotzdem zahlen. Komisch, dass die Kunden schlauer sind und zu kostenfreien guten Alternativen wechseln.

Mein Ma&#223;stab f&#252;r bezahlbare Inhalte ist &quot;need to have&quot;, die Notwendigkeit. Die meisten Inhalte im Internet sind jedoch eher &quot;nice to have&quot;, die Belanglosigkeit. Und daf&#252;r m&#246;chte verst&#228;ndlicherweise kaum jemand zahlen. Gibt es ein Internetangebot, dass wirklich wichtige Informationen verbreitet, dann zahle ich gern daf&#252;r. Bislang komme ich weltweit aber immer noch sehr gut ohne Bezahlung aus. So gro&#223; unterscheidet sich Europa also doch nicht von den USA.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was unterscheidet denn nun Europa von den USA? Kann Europa besser turnen und damit die bezahlte &#8220;Rolle r&#252;ckw&#228;rts&#8221; durchf&#252;hren? Gibt es nicht auch kommerzielle Radiosender, die kostenfrei geh&#246;rt werden k&#246;nnen? OK, intellektuell bewegen sich diese Stationen nicht auf h&#246;chstem Niveau. Aber sie leben noch.</p>
<p>Warum soll das f&#252;r Internetauftritte von Zeitungen nicht auch m&#246;glich sein? Die Kunst besteht doch darin, inhaltlich eine gute Mischung herzustellen. M&#246;glichst geringe Produktionskosten mit m&#246;glichst hohen (Werbe-)Erl&#246;sen. Das wird doch hoffentlich noch in Medien&#246;konomie gelehrt. </p>
<p>Wird die Produktion der Inhalte sehr teuer, dann m&#252;ssen es schon so exklusive Inhalte sein, dass die Nutzer daf&#252;r auch gern (und einfach) bezahlen. Doch hier dreht sich die Branche im Kreis: Online soll in der Produktion m&#246;glichst wenig kosten, aber die Nutzer sollen trotzdem zahlen. Komisch, dass die Kunden schlauer sind und zu kostenfreien guten Alternativen wechseln.</p>
<p>Mein Ma&#223;stab f&#252;r bezahlbare Inhalte ist &#8220;need to have&#8221;, die Notwendigkeit. Die meisten Inhalte im Internet sind jedoch eher &#8220;nice to have&#8221;, die Belanglosigkeit. Und daf&#252;r m&#246;chte verst&#228;ndlicherweise kaum jemand zahlen. Gibt es ein Internetangebot, dass wirklich wichtige Informationen verbreitet, dann zahle ich gern daf&#252;r. Bislang komme ich weltweit aber immer noch sehr gut ohne Bezahlung aus. So gro&#223; unterscheidet sich Europa also doch nicht von den USA.</p>
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		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://carta.info/12818/zeitungskrise-was-europa-von-den-usa-unterscheidet/comment-page-1/#comment-4133</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 11:38:53 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ich nicht w&#252;&#223;te, wer das geschrieben hat, w&#252;rde ich wohl einfach l&#228;cheln und weiterklicken. Das Problem der Druckmaschinenmonopolisten besteht nicht unbedingt in einem R&#252;ckgang der Werbeeinnahmen. Das war ja klar angesichts des hauseigenen Kannibalismus, immer mehr Bl&#228;tter an demselben Werbekuchen zu beteiligen. Auch diese Krise ist ja nun einfach eine vielen Rezessionen, die kommen und gehen. Da drunter k&#246;nnte dem jungen Dozenten schon die eine oder andere Problematik aufgefallen sein, die anders ist. Dass ein Paradigmenwechsel stattfindet scheint noch nicht bis in die Schweiz vorgedrungen zu sein. 
Seltsam, warum kauft Ringier Radiosender?

Die Diskussion um neue Gesch&#228;ftsmodelle wie sie Haque, Hagel und Anderson ansto&#223;en, erreicht offenbar nur in ihrer trivialen Form die europ&#228;ischen akademischen Hallen. Dass allerdings ist weitaus fahrl&#228;ssiger als das beif&#228;llige Abwatschen defizienten Investorentums.

Was an der Zeitungskrise aber vor allem gelernt werden k&#246;nnte, ist nicht nur das Fanal der 1:n-Relationen, das ja schon in Nebenbeimedien wie Radio und Fernsehen erkannt wurde und das auch dem Web droht.
Es geht ganz schlicht darum, dass die alte Referenz und Deutungshoheit Zeitung (die eben nicht nebenbei angeschaltet bleibt!) vollst&#228;ndig und restlos getilgt wird von der Transparenz der n:n Konversationen. Das ist keine Krise die in den fernen USA stattfindet. Das ist ein evolutiver Prozess, der im citizen und new journalism eine Entwicklungsphase erlebt, die durchaus viel tiefer und viel weiter geht und &#252;ber semantische und pragmatische Gepl&#228;nkel der Semiotiker hinaus die Grundfesten der Gesellschaft neu definieren wird. Die Verleger- und Industriellenfamilie als Oheim der Mittelschichtskinder im Abgeordnetenhaus k&#246;nnte ihren Gegenpart erleben. Eine postmoderne und basisdemokratische Geschichtsschreibung der Metastories ohne Zutun Einzelner fragmentiert in Tausenden Blogposts, Twitterstreamentit&#228;ten und Halbs&#228;tzen im Ged&#228;chtnis der KI-Drogens&#252;chtigen à la Google, die nichts lieber tun, als jeden denkbaren Buchstaben, den ein menschliches Wesen absondert in die allwissende M&#252;llhalde einzutrichtern und so lange mit mathematischen Regularien zu traktieren, bis ein Sinn entstellt ist, der dem Suchenden Projektionsfl&#228;che seiner Sehns&#252;chte sein. Das kann kein Medium mehr leisten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich nicht w&#252;&#223;te, wer das geschrieben hat, w&#252;rde ich wohl einfach l&#228;cheln und weiterklicken. Das Problem der Druckmaschinenmonopolisten besteht nicht unbedingt in einem R&#252;ckgang der Werbeeinnahmen. Das war ja klar angesichts des hauseigenen Kannibalismus, immer mehr Bl&#228;tter an demselben Werbekuchen zu beteiligen. Auch diese Krise ist ja nun einfach eine vielen Rezessionen, die kommen und gehen. Da drunter k&#246;nnte dem jungen Dozenten schon die eine oder andere Problematik aufgefallen sein, die anders ist. Dass ein Paradigmenwechsel stattfindet scheint noch nicht bis in die Schweiz vorgedrungen zu sein.<br />
Seltsam, warum kauft Ringier Radiosender?</p>
<p>Die Diskussion um neue Gesch&#228;ftsmodelle wie sie Haque, Hagel und Anderson ansto&#223;en, erreicht offenbar nur in ihrer trivialen Form die europ&#228;ischen akademischen Hallen. Dass allerdings ist weitaus fahrl&#228;ssiger als das beif&#228;llige Abwatschen defizienten Investorentums.</p>
<p>Was an der Zeitungskrise aber vor allem gelernt werden k&#246;nnte, ist nicht nur das Fanal der 1:n-Relationen, das ja schon in Nebenbeimedien wie Radio und Fernsehen erkannt wurde und das auch dem Web droht.<br />
Es geht ganz schlicht darum, dass die alte Referenz und Deutungshoheit Zeitung (die eben nicht nebenbei angeschaltet bleibt!) vollst&#228;ndig und restlos getilgt wird von der Transparenz der n:n Konversationen. Das ist keine Krise die in den fernen USA stattfindet. Das ist ein evolutiver Prozess, der im citizen und new journalism eine Entwicklungsphase erlebt, die durchaus viel tiefer und viel weiter geht und &#252;ber semantische und pragmatische Gepl&#228;nkel der Semiotiker hinaus die Grundfesten der Gesellschaft neu definieren wird. Die Verleger- und Industriellenfamilie als Oheim der Mittelschichtskinder im Abgeordnetenhaus k&#246;nnte ihren Gegenpart erleben. Eine postmoderne und basisdemokratische Geschichtsschreibung der Metastories ohne Zutun Einzelner fragmentiert in Tausenden Blogposts, Twitterstreamentit&#228;ten und Halbs&#228;tzen im Ged&#228;chtnis der KI-Drogens&#252;chtigen à la Google, die nichts lieber tun, als jeden denkbaren Buchstaben, den ein menschliches Wesen absondert in die allwissende M&#252;llhalde einzutrichtern und so lange mit mathematischen Regularien zu traktieren, bis ein Sinn entstellt ist, der dem Suchenden Projektionsfl&#228;che seiner Sehns&#252;chte sein. Das kann kein Medium mehr leisten.</p>
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