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	<title>Kommentare zu: SZ-Magazin: Qualit&#228;tskreativit&#228;t ohne Quellenangabe</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 08:58:34 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Leonard Novy</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3839</link>
		<dc:creator>Leonard Novy</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 09:51:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Tobias Morstedt: klar, &quot;facebook-fiction&quot; gibt es schon l&#228;nger und der Atlantic Monthly hat sie nicht erfunden. Das hat aber auch niemand behauptet. Es w&#228;re ja merkw&#252;rdig, wenn soziale Netzwerke und die dort herrschenden Ausdrucksformen nicht l&#228;ngst Gegenstand satirischer Spielereien w&#228;ren (die Murdoch-Geschichte ist eine der sch&#246;nsten). 

Ebenso selbstverst&#228;ndlich ist, dass niemand ein „Patent“ auf dieses junge Genre anmelden kann. Es lebt ja gerade davon, dass es permanent &quot;weitergesponnen&quot; wird. Das Gegenteil hat allerdings auch niemand gefordert.

Worum es ging, waren zwei konkrete St&#252;cke „facebook-fiction“, die kurz hintereinander erschienen und auff&#228;llige &#196;hnlichkeiten („world leaders“) aufwiesen. Die Frage, ob die SZ-Geschichte auch so gebracht worden w&#228;re, wenn der Atlantic Monthly ein deutsches Magazin w&#228;re bzw. wenn die US-Karikaturistin in hier arbeiten w&#252;rde, ist letztlich m&#252;&#223;ig. Die kreative Eigenleistung h&#228;lt sich einfach in Grenzen. 

Das war zun&#228;chst mal eine Beobachtung, nicht mehr. „Enth&#252;llungseuphorie“ schaut anders aus und w&#228;re im &#220;brigen auch &#252;bertrieben. Daf&#252;r ist die &#220;bernahme von US-Geschichten durch dt. Medien eine zu g&#228;ngige Praxis und das Ph&#228;nomen – siehe der Kommentar von Marianne oben – ein zu alter Hut. 

Grunds&#228;tzlich interessant finde ich daran, dass manche Redaktionen/Korrespondenten die Tatsache, dass sich &#214;ffentlichkeitsstrukturen und Informationsfl&#252;sse in den letzten Jahren rasant transnational verschr&#228;nkt  haben, anscheinend noch untersch&#228;tzen bzw. in ihrer Arbeit nur bedingt nachvollzogen haben; die Tatsache also, dass Geschichten (oder ganze Formate) bspw. aus US-Medien, von denen man hierzulande fr&#252;her wochenlang nichts erfahren hat (und wenn dann h&#228;ufig als Eigenleistung des dt. Mediums verpackt), heute praktisch in Jetztzeit auch hier wahrgenommen und weiterverbreitet werden. Dies erm&#246;glicht es eben auch, Stories miteinander abzugleichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tobias Morstedt: klar, &#8220;facebook-fiction&#8221; gibt es schon l&#228;nger und der Atlantic Monthly hat sie nicht erfunden. Das hat aber auch niemand behauptet. Es w&#228;re ja merkw&#252;rdig, wenn soziale Netzwerke und die dort herrschenden Ausdrucksformen nicht l&#228;ngst Gegenstand satirischer Spielereien w&#228;ren (die Murdoch-Geschichte ist eine der sch&#246;nsten). </p>
<p>Ebenso selbstverst&#228;ndlich ist, dass niemand ein „Patent“ auf dieses junge Genre anmelden kann. Es lebt ja gerade davon, dass es permanent &#8220;weitergesponnen&#8221; wird. Das Gegenteil hat allerdings auch niemand gefordert.</p>
<p>Worum es ging, waren zwei konkrete St&#252;cke „facebook-fiction“, die kurz hintereinander erschienen und auff&#228;llige &#196;hnlichkeiten („world leaders“) aufwiesen. Die Frage, ob die SZ-Geschichte auch so gebracht worden w&#228;re, wenn der Atlantic Monthly ein deutsches Magazin w&#228;re bzw. wenn die US-Karikaturistin in hier arbeiten w&#252;rde, ist letztlich m&#252;&#223;ig. Die kreative Eigenleistung h&#228;lt sich einfach in Grenzen. </p>
<p>Das war zun&#228;chst mal eine Beobachtung, nicht mehr. „Enth&#252;llungseuphorie“ schaut anders aus und w&#228;re im &#220;brigen auch &#252;bertrieben. Daf&#252;r ist die &#220;bernahme von US-Geschichten durch dt. Medien eine zu g&#228;ngige Praxis und das Ph&#228;nomen – siehe der Kommentar von Marianne oben – ein zu alter Hut. </p>
<p>Grunds&#228;tzlich interessant finde ich daran, dass manche Redaktionen/Korrespondenten die Tatsache, dass sich &#214;ffentlichkeitsstrukturen und Informationsfl&#252;sse in den letzten Jahren rasant transnational verschr&#228;nkt  haben, anscheinend noch untersch&#228;tzen bzw. in ihrer Arbeit nur bedingt nachvollzogen haben; die Tatsache also, dass Geschichten (oder ganze Formate) bspw. aus US-Medien, von denen man hierzulande fr&#252;her wochenlang nichts erfahren hat (und wenn dann h&#228;ufig als Eigenleistung des dt. Mediums verpackt), heute praktisch in Jetztzeit auch hier wahrgenommen und weiterverbreitet werden. Dies erm&#246;glicht es eben auch, Stories miteinander abzugleichen.</p>
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		<title>Von: Tobias Moorstedt</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3809</link>
		<dc:creator>Tobias Moorstedt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 17:04:55 +0000</pubDate>
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		<description>FYI: 
Die Idee der Facebook-Fiction stammt &#252;brigens auch nicht von Atlantic Monthly. &#196;hnliche Spin-Offs und Spielerein gibt es seit Jahren. Zum Beispiel hier mit Rupert Murdoch (Vanity Fair, 2008).  
http://www.panopticist.com/2008/10/rupert_murdoch_on_richbook_the_facebook_spinoff.php
Facebook-Fiction ist eine neue Form der Karrikatur, ich glaube da hat niemand ein Patent drauf. Auch wenn ich die Enth&#252;llungseuphorie nicht st&#246;ren will 
(Full Disclosure: ich schreibe f&#252;r die SZ und auch das Magazin)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>FYI:<br />
Die Idee der Facebook-Fiction stammt &#252;brigens auch nicht von Atlantic Monthly. &#196;hnliche Spin-Offs und Spielerein gibt es seit Jahren. Zum Beispiel hier mit Rupert Murdoch (Vanity Fair, 2008).<br />
<a href="http://www.panopticist.com/2008/10/rupert_murdoch_on_richbook_the_facebook_spinoff.php" rel="nofollow">http://www.panopticist.com/2008/10/rupert_murdoch_on_richbook_the_facebook_spinoff.php</a><br />
Facebook-Fiction ist eine neue Form der Karrikatur, ich glaube da hat niemand ein Patent drauf. Auch wenn ich die Enth&#252;llungseuphorie nicht st&#246;ren will<br />
(Full Disclosure: ich schreibe f&#252;r die SZ und auch das Magazin)</p>
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	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3805</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 14:32:48 +0000</pubDate>
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		<description>@ Marianne: Kopistentum ersetzt hierzulande h&#228;ufiger Kreativit&#228;t als man es glauben m&#246;chte. 

Auch diese Wahlwerbung ist ja eine Kopie:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mister-tagesschau-geht-nicht-waehlen;2435278

Im Gegensatz zu fr&#252;her f&#228;llt dies Dank Netz nun st&#228;rker auf. Auch der normale Konsument kennt nun die Originale, die er sich zuvor gar nicht leisten konnte.

So gesehen wird Journalismus durch das Internet unter einen neuen Originalit&#228;tszwang im internationalen Ma&#223;stab gesetzt - mal eben so kopieren f&#228;llt peinlich auf.

Kopieren und adaptieren hat aber in der deutschen Medienlandschaft eine lange Tradition. Bild ist eine Kopie der Sun, Der Spiegel eine Kopie von Newsweek und Carta eine Kopie von US-Gruppenblogs....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Marianne: Kopistentum ersetzt hierzulande h&#228;ufiger Kreativit&#228;t als man es glauben m&#246;chte. </p>
<p>Auch diese Wahlwerbung ist ja eine Kopie:<br />
<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mister-tagesschau-geht-nicht-waehlen;2435278" rel="nofollow">http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mister-tagesschau-geht-nicht-waehlen;2435278</a></p>
<p>Im Gegensatz zu fr&#252;her f&#228;llt dies Dank Netz nun st&#228;rker auf. Auch der normale Konsument kennt nun die Originale, die er sich zuvor gar nicht leisten konnte.</p>
<p>So gesehen wird Journalismus durch das Internet unter einen neuen Originalit&#228;tszwang im internationalen Ma&#223;stab gesetzt &#8211; mal eben so kopieren f&#228;llt peinlich auf.</p>
<p>Kopieren und adaptieren hat aber in der deutschen Medienlandschaft eine lange Tradition. Bild ist eine Kopie der Sun, Der Spiegel eine Kopie von Newsweek und Carta eine Kopie von US-Gruppenblogs&#8230;.</p>
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		<title>Von: Marianne</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3803</link>
		<dc:creator>Marianne</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 10:57:43 +0000</pubDate>
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		<description>mir f&#228;llt als sz-abonnentin auf, dass die redaktion h&#228;ufig mit ca. dreiw&#246;chiger verz&#246;gerung themen ins blatt nimmt, die zuvor in der new york times-beilage der s&#252;ddeutschen standen. ich kann den pragmatismus verstehen, aber peinlich ist es doch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mir f&#228;llt als sz-abonnentin auf, dass die redaktion h&#228;ufig mit ca. dreiw&#246;chiger verz&#246;gerung themen ins blatt nimmt, die zuvor in der new york times-beilage der s&#252;ddeutschen standen. ich kann den pragmatismus verstehen, aber peinlich ist es doch.</p>
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		<title>Von: 6 vor 9: Landlust, SZ-Magazin, G+J, Brüno » medienlese.com</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3790</link>
		<dc:creator>6 vor 9: Landlust, SZ-Magazin, G+J, Brüno » medienlese.com</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 06:55:20 +0000</pubDate>
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		<description>[...] 3. &#8220;SZ-Magazin: Qualit&#228;tskreativit&#228;t ohne Quellenangabe&#8221; (carta.info, Leonard Novy) Gem&#228;ss Eigenwerbung ist das Magazin der S&#252;ddeutschen Zeitung &#8220;kreativer Journalismus auf h&#246;chstem Niveau&#8221;. Aber warum selbst denken, wenn man die Ideen auch aus dem Atlantic Monthly kopieren kann? [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 3. &#8220;SZ-Magazin: Qualit&#228;tskreativit&#228;t ohne Quellenangabe&#8221; (carta.info, Leonard Novy) Gem&#228;ss Eigenwerbung ist das Magazin der S&#252;ddeutschen Zeitung &#8220;kreativer Journalismus auf h&#246;chstem Niveau&#8221;. Aber warum selbst denken, wenn man die Ideen auch aus dem Atlantic Monthly kopieren kann? [...]</p>
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		<title>Von: Florian</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3777</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 21:27:16 +0000</pubDate>
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		<description>Dasselbe in twitter gibt es f&#252;r Wissenschaftsgr&#246;&#223;en hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/07/wenn-wissenschaftler-twittern.php</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dasselbe in twitter gibt es f&#252;r Wissenschaftsgr&#246;&#223;en hier: <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/07/wenn-wissenschaftler-twittern.php" rel="nofollow">http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/07/wenn-wissenschaftler-twittern.php</a></p>
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		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3756</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 14:03:47 +0000</pubDate>
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		<description>@ Wittkewitz: Na klar doch, im Netz haben wir das doch alle l&#228;&#228;&#228;ngst gelesen. Und es wurde uns &#252;ber twwwitter herumgereicht.....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wittkewitz: Na klar doch, im Netz haben wir das doch alle l&#228;&#228;&#228;ngst gelesen. Und es wurde uns &#252;ber twwwitter herumgereicht&#8230;..</p>
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	<item>
		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://carta.info/12053/sz-magazin-facebook-merkel-obama-berlusconi/comment-page-1/#comment-3753</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 13:46:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12053#comment-3753</guid>
		<description>Sie glauben noch nicht im Ernst, dass irgendeiner der Vertreter des deutschen Qualit&#228;tspr&#228;dikatsjournalismusadels so etwas delizi&#246;ses wie theatlantic.com goutiert. Ich glaube hier geht man noch immer davon aus, dass FAZ Highend und state-of-the-art ist, was nat&#252;rlich aus Sicht der ultraradikalen Marktliberalen auch stimmen mag.

Allerdings ist diese Spezies 200 Jahre alt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sie glauben noch nicht im Ernst, dass irgendeiner der Vertreter des deutschen Qualit&#228;tspr&#228;dikatsjournalismusadels so etwas delizi&#246;ses wie theatlantic.com goutiert. Ich glaube hier geht man noch immer davon aus, dass FAZ Highend und state-of-the-art ist, was nat&#252;rlich aus Sicht der ultraradikalen Marktliberalen auch stimmen mag.</p>
<p>Allerdings ist diese Spezies 200 Jahre alt&#8230;</p>
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