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	<title>Kommentare zu: Der Zwiespalt bleibt: Prominenter Dirigent nutzt Sterbehilfe</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 May 2012 09:02:34 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: petra thorbrietz</title>
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		<dc:creator>petra thorbrietz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 08:09:35 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe(r) xconroy, richtig, das holl&#228;ndische Beispiel l&#228;sst sich nicht per se als Argument gegen Sterbehilfe anf&#252;hren, aber es zeigt, welche Risiken darin liegen. Mein pers&#246;nlicher &quot;Favourite&quot; ist Oregon, wo unter genau definierten Bedingungen von einem Arzt ein Medikament verschrieben wird, das der oder die Betroffene aber pers&#246;nlich einnehmen muss. Die Statistiken zeigen &#252;brigens, dass nur ein Bruchteil der Antragsteller sich dann wirklich das Leben nimmt - was wieder einmal die Ambivalenz der Thematik verdeutlicht. Der Nachteil dieser L&#246;sung ist, dass sie Schwerstkranken, die aus verschiedensten Gr&#252;nden nicht mehr handlungsf&#228;hig sind und vielleicht gerade deshalb sterben m&#246;chten, nicht zur Verf&#252;gung steht. Ich pers&#246;nlich finde wichtig, dass es einen &quot;Raum&quot; (seelisch, &#246;ffentlich, wie auch immer) gibt, in dem diese Ambivalenz sich entfalten kann und dann zu einer Entscheidung f&#252;hrt - statt den Tod auf Knopfdruck als schnelle L&#246;sung zu propagieren. Den er hat, wie jeder Tod, aber vor allem wie jeder Suizid massive Folgen - auch f&#252;r die &#220;berlebenden. Diesen Raum schaffen Palliativmedizin und Hospizbewegung, aber mein Appell war eben gerade, dass sich aus deren Zielen von Lebenssch&#252;tzern nicht ein Zwang zum Leben konstruieren l&#228;sst. Palliative Care lehnt die Euthanasie ab, aber auch die unbegrenzte Lebensverl&#228;ngerung durch die Medizin - und das tr&#228;gt entscheidend dazu bei, dass sich in der Medizin ein langsamer Bewusstseinswandel durchsetzt. Aber gerade auch die Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich st&#228;ndig mit dem Lebensende konfrontiert sehen, wissen um die Ambivalenz und dass es keine eindeutige Antwort darauf gibt, nur Standpunkte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe(r) xconroy, richtig, das holl&#228;ndische Beispiel l&#228;sst sich nicht per se als Argument gegen Sterbehilfe anf&#252;hren, aber es zeigt, welche Risiken darin liegen. Mein pers&#246;nlicher &#8220;Favourite&#8221; ist Oregon, wo unter genau definierten Bedingungen von einem Arzt ein Medikament verschrieben wird, das der oder die Betroffene aber pers&#246;nlich einnehmen muss. Die Statistiken zeigen &#252;brigens, dass nur ein Bruchteil der Antragsteller sich dann wirklich das Leben nimmt &#8211; was wieder einmal die Ambivalenz der Thematik verdeutlicht. Der Nachteil dieser L&#246;sung ist, dass sie Schwerstkranken, die aus verschiedensten Gr&#252;nden nicht mehr handlungsf&#228;hig sind und vielleicht gerade deshalb sterben m&#246;chten, nicht zur Verf&#252;gung steht. Ich pers&#246;nlich finde wichtig, dass es einen &#8220;Raum&#8221; (seelisch, &#246;ffentlich, wie auch immer) gibt, in dem diese Ambivalenz sich entfalten kann und dann zu einer Entscheidung f&#252;hrt &#8211; statt den Tod auf Knopfdruck als schnelle L&#246;sung zu propagieren. Den er hat, wie jeder Tod, aber vor allem wie jeder Suizid massive Folgen &#8211; auch f&#252;r die &#220;berlebenden. Diesen Raum schaffen Palliativmedizin und Hospizbewegung, aber mein Appell war eben gerade, dass sich aus deren Zielen von Lebenssch&#252;tzern nicht ein Zwang zum Leben konstruieren l&#228;sst. Palliative Care lehnt die Euthanasie ab, aber auch die unbegrenzte Lebensverl&#228;ngerung durch die Medizin &#8211; und das tr&#228;gt entscheidend dazu bei, dass sich in der Medizin ein langsamer Bewusstseinswandel durchsetzt. Aber gerade auch die Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich st&#228;ndig mit dem Lebensende konfrontiert sehen, wissen um die Ambivalenz und dass es keine eindeutige Antwort darauf gibt, nur Standpunkte.</p>
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		<title>Von: xconroy</title>
		<link>http://carta.info/11899/der-zwiespalt-bleibt-prominenter-englischer-dirigent-nutzt-sterbehilfe/comment-page-1/#comment-3639</link>
		<dc:creator>xconroy</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 20:21:49 +0000</pubDate>
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		<description>Die Niederlande bzw. der dortige offenbar etwas sorglose Umgang mit der Sterbehilfe wird von Gegnern ja gerne als Argument gegen die Sterbehilfe als solche angef&#252;hrt.

Das ist aber falsch.

Logisch l&#228;&#223;t sich das Problem &quot;Niederlande&quot; nur als Argument gegen  den /Mi&#223;brauch/ von Sterbehilfe anwenden. Nicht gegen Sterbehilfe an sich. 

Dies nur nebenbei, weil das h&#228;ufig, bewu&#223;t oder unbewu&#223;t, vermischt wird...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Niederlande bzw. der dortige offenbar etwas sorglose Umgang mit der Sterbehilfe wird von Gegnern ja gerne als Argument gegen die Sterbehilfe als solche angef&#252;hrt.</p>
<p>Das ist aber falsch.</p>
<p>Logisch l&#228;&#223;t sich das Problem &#8220;Niederlande&#8221; nur als Argument gegen  den /Mi&#223;brauch/ von Sterbehilfe anwenden. Nicht gegen Sterbehilfe an sich. </p>
<p>Dies nur nebenbei, weil das h&#228;ufig, bewu&#223;t oder unbewu&#223;t, vermischt wird&#8230;</p>
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		<title>Von: Petra Thorbrietz</title>
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		<dc:creator>Petra Thorbrietz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 15:11:36 +0000</pubDate>
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		<description>LIeber Artan, es handelt sich nicht um dubiose Quellen, sondern um drei offizielle Regierungsumfragen der Holl&#228;nder. Ich zitiere aus einer - der Kirche nahestehenden Website (www.iguw.de/text.php?text=148&amp;typ=doc) - die allerdings Quellen nennt: 

Durchgef&#252;hrt wurde aktive Euthanasie in 2300 (1990), 3200 (1995) und 3500 (2001) F&#228;llen. Besonders erschreckend: Bei 1000 (1990) und jeweils 900 (1995 und 2001) Patienten  wurde die aktive Sterbehilfe sogar ohne ausdr&#252;ckliche Bitte der Betroffenen ausgef&#252;hrt. (...) Als Gr&#252;nde f&#252;r die T&#246;tung ohne Verlangen nannten die &#196;rzte: „Jede medizinische Ma&#223;nahme war aussichtslos geworden&quot;“(67%); keine Aussicht auf Besserung&quot;“(44%), „die N&#228;chsten konnten es nicht mehr ertragen“ (38%). (12)  (...) „Die Zahlen belegen unmissverst&#228;ndlich, dass die bisherige Duldungspolitik des niederl&#228;ndischen Staates einen nicht mehr aufzuhaltenden Missbrauch der Euthanasie in Gang gesetzt hat. .. Pflegekr&#228;fte haben bereits darauf hingewiesen, dass das Verlangen nach Euthanasie oft die Folge von unzul&#228;nglicher Pflege und unzul&#228;nglicher menschlicher Betreuung ist. Ein solches Verlangen nach Euthanasie kann man nicht ‚freiwillig‘ nennen.“ (13) 
Quellen:  (11) U. Eibach, Aktive Euthanasie und Beihilfe zur Selbstt&#246;tung: ein Menschenrecht? Weltanschauliche Hintergr&#252;nde und christlich-ethische Beurteilung (2003), www.iguw.de, S. 1.
  (12) F.S. Oduncu/W. Eisenmenger, Geringe Lebensqualit&#228;t. Die finstere Praxis der Sterbehilfe in Holland – bis hin zum Mord in S&#252;ddeutsche Zeitung Nr. 162/2003
  (13) Wie Anm 11.
&#220;brigens kann man nicht behaupten, dass die Zahlen belegen, dass diese Menschen &quot;gegen Ihren Willen&quot; euthanasiert wurden, fest steht nur, dass sie ihr Einverst&#228;ndnis nicht mehr geben konnten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>LIeber Artan, es handelt sich nicht um dubiose Quellen, sondern um drei offizielle Regierungsumfragen der Holl&#228;nder. Ich zitiere aus einer &#8211; der Kirche nahestehenden Website (www.iguw.de/text.php?text=148&amp;typ=doc) &#8211; die allerdings Quellen nennt: </p>
<p>Durchgef&#252;hrt wurde aktive Euthanasie in 2300 (1990), 3200 (1995) und 3500 (2001) F&#228;llen. Besonders erschreckend: Bei 1000 (1990) und jeweils 900 (1995 und 2001) Patienten  wurde die aktive Sterbehilfe sogar ohne ausdr&#252;ckliche Bitte der Betroffenen ausgef&#252;hrt. (&#8230;) Als Gr&#252;nde f&#252;r die T&#246;tung ohne Verlangen nannten die &#196;rzte: „Jede medizinische Ma&#223;nahme war aussichtslos geworden&#8221;“(67%); keine Aussicht auf Besserung&#8221;“(44%), „die N&#228;chsten konnten es nicht mehr ertragen“ (38%). (12)  (&#8230;) „Die Zahlen belegen unmissverst&#228;ndlich, dass die bisherige Duldungspolitik des niederl&#228;ndischen Staates einen nicht mehr aufzuhaltenden Missbrauch der Euthanasie in Gang gesetzt hat. .. Pflegekr&#228;fte haben bereits darauf hingewiesen, dass das Verlangen nach Euthanasie oft die Folge von unzul&#228;nglicher Pflege und unzul&#228;nglicher menschlicher Betreuung ist. Ein solches Verlangen nach Euthanasie kann man nicht ‚freiwillig‘ nennen.“ (13)<br />
Quellen:  (11) U. Eibach, Aktive Euthanasie und Beihilfe zur Selbstt&#246;tung: ein Menschenrecht? Weltanschauliche Hintergr&#252;nde und christlich-ethische Beurteilung (2003), <a href="http://www.iguw.de" rel="nofollow">http://www.iguw.de</a>, S. 1.<br />
  (12) F.S. Oduncu/W. Eisenmenger, Geringe Lebensqualit&#228;t. Die finstere Praxis der Sterbehilfe in Holland – bis hin zum Mord in S&#252;ddeutsche Zeitung Nr. 162/2003<br />
  (13) Wie Anm 11.<br />
&#220;brigens kann man nicht behaupten, dass die Zahlen belegen, dass diese Menschen &#8220;gegen Ihren Willen&#8221; euthanasiert wurden, fest steht nur, dass sie ihr Einverst&#228;ndnis nicht mehr geben konnten.</p>
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		<title>Von: Artan</title>
		<link>http://carta.info/11899/der-zwiespalt-bleibt-prominenter-englischer-dirigent-nutzt-sterbehilfe/comment-page-1/#comment-3629</link>
		<dc:creator>Artan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 14:03:17 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Dort erhalten 3000 Patienten j&#228;hrlich ganz legal eine t&#246;dliche Injektion, weil sie das w&#252;nschen und ihre Krankheit unheilbar ist. Aber auch weitere tausend Menschen, die nicht mehr imstande waren, diese Entscheidung selbst zu treffen  Nach einer Regierungsumfrage war dabei das Motiv jedes dritten Arztes nicht das Leiden des Patienten, sondern das der Angeh&#246;rigen. Oder sein eigenes.&quot;
--&gt; Vielleicht konsumiere ich die falschen Nachrichtenmedien, aber von diesem Ger&#252;cht h&#246;re ich erst zum zweiten Mal und h&#228;tte daf&#252;r mal gerne einen Beleg.
Denn wenn die Zahl stimmt, werden im Schnitt t&#228;glich ca. 3 Menschen gegen ihren Willen in den Niederlanden get&#246;tet. Wenn das wirklich der Fall w&#228;re, w&#252;rde doch von Seiten der Lebenswertobjektivisten dieser Sachverhalt als Sau durchs Mediendorf getrieben bis die Emp&#246;rung grenzenlos w&#228;re. Aber bisher habe ich nichts davon mitgekriegt... vielleicht konsumiere ich auch nur die falschen Nachrichtenmedien.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dort erhalten 3000 Patienten j&#228;hrlich ganz legal eine t&#246;dliche Injektion, weil sie das w&#252;nschen und ihre Krankheit unheilbar ist. Aber auch weitere tausend Menschen, die nicht mehr imstande waren, diese Entscheidung selbst zu treffen  Nach einer Regierungsumfrage war dabei das Motiv jedes dritten Arztes nicht das Leiden des Patienten, sondern das der Angeh&#246;rigen. Oder sein eigenes.&#8221;<br />
&#8211;&gt; Vielleicht konsumiere ich die falschen Nachrichtenmedien, aber von diesem Ger&#252;cht h&#246;re ich erst zum zweiten Mal und h&#228;tte daf&#252;r mal gerne einen Beleg.<br />
Denn wenn die Zahl stimmt, werden im Schnitt t&#228;glich ca. 3 Menschen gegen ihren Willen in den Niederlanden get&#246;tet. Wenn das wirklich der Fall w&#228;re, w&#252;rde doch von Seiten der Lebenswertobjektivisten dieser Sachverhalt als Sau durchs Mediendorf getrieben bis die Emp&#246;rung grenzenlos w&#228;re. Aber bisher habe ich nichts davon mitgekriegt&#8230; vielleicht konsumiere ich auch nur die falschen Nachrichtenmedien.</p>
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		<title>Von: Der Zwiespalt bleibt: Prominenter Dirigent nutzt Sterbehilfe &#124; evangelisch.de - Blog</title>
		<link>http://carta.info/11899/der-zwiespalt-bleibt-prominenter-englischer-dirigent-nutzt-sterbehilfe/comment-page-1/#comment-3627</link>
		<dc:creator>Der Zwiespalt bleibt: Prominenter Dirigent nutzt Sterbehilfe &#124; evangelisch.de - Blog</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 12:36:05 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Dieser Beitrag stammt von Carta. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Beitrag stammt von Carta. [...]</p>
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