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	<title>Kommentare zu: Andrew Keen im zweiten Telekom-Fr&#252;hling</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Tue, 16 Mar 2010 23:38:48 +0100</lastBuildDate>
	
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		<title>Von: Kai Schächtele</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/comment-page-1/#comment-101</link>
		<dc:creator>Kai Schächtele</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 10:48:36 +0000</pubDate>
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		<description>Nachdem Marcel Reich-Ranicki gegen das deutsche Fernsehen gewettert hatte, wurde ihm zu Recht vorgeworfen, er blende in seiner w&#252;tenden Kritik einen wesentlichen Teil dessen aus, was Fernsehen abseits von Mario Barth zu leisten imstande ist: hochwertige Produktionen im ZDF, Arte, &quot;Titel, Thesen, Temperamente&quot;. Die Kritik an seiner Kritik lautete allerdings nicht: Was hat er denn? Das Fernsehen ist grunds&#228;tzlich gut, sogar Mario Barth.

Stellen wir uns Andrew Keen also als Marcel Reich-Ranicki 2.0 vor. Man muss ihm nicht vorbehaltlos recht geben, trotzdem beihaltet seine Kritik ein paar wertvolle Denkanst&#246;&#223;e. Es ist ja nicht alles Gejammer, nur weil Keen phonetisch identisch ist mit Keane (und auch diese Band hat ihre lichten Momente).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Marcel Reich-Ranicki gegen das deutsche Fernsehen gewettert hatte, wurde ihm zu Recht vorgeworfen, er blende in seiner w&#252;tenden Kritik einen wesentlichen Teil dessen aus, was Fernsehen abseits von Mario Barth zu leisten imstande ist: hochwertige Produktionen im ZDF, Arte, &#8220;Titel, Thesen, Temperamente&#8221;. Die Kritik an seiner Kritik lautete allerdings nicht: Was hat er denn? Das Fernsehen ist grunds&#228;tzlich gut, sogar Mario Barth.</p>
<p>Stellen wir uns Andrew Keen also als Marcel Reich-Ranicki 2.0 vor. Man muss ihm nicht vorbehaltlos recht geben, trotzdem beihaltet seine Kritik ein paar wertvolle Denkanst&#246;&#223;e. Es ist ja nicht alles Gejammer, nur weil Keen phonetisch identisch ist mit Keane (und auch diese Band hat ihre lichten Momente).</p>
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		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/comment-page-1/#comment-96</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 15:33:37 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Nur weil wenige Firmen versuchen die neuen Regeln zu begreifen und nutzbar zu machen, m&#252;ssen die Zur&#252;ckgebliebenen nicht mit ihrem Gejammer f&#252;r voll genommen werden.&quot;

-- sehe ich &#228;hnlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nur weil wenige Firmen versuchen die neuen Regeln zu begreifen und nutzbar zu machen, m&#252;ssen die Zur&#252;ckgebliebenen nicht mit ihrem Gejammer f&#252;r voll genommen werden.&#8221;</p>
<p>&#8211; sehe ich &#228;hnlich.</p>
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		<title>Von: André Luce</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/comment-page-1/#comment-94</link>
		<dc:creator>André Luce</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 14:39:41 +0000</pubDate>
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		<description>Keens Kritk greift zu kurz. Die Institutionen die verschwinden (werden/k&#246;nnten) und die Tatsache, dass man f&#252;r Musik und Texte bezahlt uva. sind Ergebnis davon, dass Medien entstanden sind (Zeitungen haben Nationalstaaten erst m&#246;glich gemacht, die Aufzeichnung von Ton den Musikhandel). 
Die Weiterentwicklung von Medien (die nat&#252;rlicher Weise stattfindet) wird also den Status Quo best&#228;ndig ver&#228;ndern, und es lohnt nicht zu versuchen, den Status Quo zu zementieren. Nur weil wenige Firmen versuchen die neuen Regeln zu begreifen und nutzbar zu machen, m&#252;ssen die Zur&#252;ckgebliebenen nicht mit ihrem Gejammer f&#252;r voll genommen werden. Es kann und muss nun jeder mitspielen. Von der Finanzkrise ist ja anscheinend auch jeder betroffen, auch wenn er keine Aktien u&#228; handelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Keens Kritk greift zu kurz. Die Institutionen die verschwinden (werden/k&#246;nnten) und die Tatsache, dass man f&#252;r Musik und Texte bezahlt uva. sind Ergebnis davon, dass Medien entstanden sind (Zeitungen haben Nationalstaaten erst m&#246;glich gemacht, die Aufzeichnung von Ton den Musikhandel).<br />
Die Weiterentwicklung von Medien (die nat&#252;rlicher Weise stattfindet) wird also den Status Quo best&#228;ndig ver&#228;ndern, und es lohnt nicht zu versuchen, den Status Quo zu zementieren. Nur weil wenige Firmen versuchen die neuen Regeln zu begreifen und nutzbar zu machen, m&#252;ssen die Zur&#252;ckgebliebenen nicht mit ihrem Gejammer f&#252;r voll genommen werden. Es kann und muss nun jeder mitspielen. Von der Finanzkrise ist ja anscheinend auch jeder betroffen, auch wenn er keine Aktien u&#228; handelt.</p>
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	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/comment-page-1/#comment-88</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 16:52:49 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Kai Sch&#228;chtele,

in der Colbert-Show kam es zu folgendem Austausch:

Colbert: &quot;Its worse than the Nazis? - The internet is worse than the Nazis, that`s what you just said, Sir&quot;

Keen: &quot;Even the Nazis didn´t put artists out of work&quot;

Keens Antwort kann meines Achtens nicht als Nein gewertet werden. Zudem habe ich zur Transparenz das Video angeh&#228;ngt.

Ich habe beim Schreiben abgewogen, ob die im Text stehende Zuspitzung in Ordnung geht. Ich habe mich dann knapp daf&#252;r entschieden. 

Ich bedauere, dass hier der Eindruck einer mangelnden Differenziertheit entstanden ist. 

Wir werden da in Zukunft noch genauer hinschauen. Vielen Dank f&#252;r den ausf&#252;hrlichen Kommentar.

Robin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Kai Sch&#228;chtele,</p>
<p>in der Colbert-Show kam es zu folgendem Austausch:</p>
<p>Colbert: &#8220;Its worse than the Nazis? &#8211; The internet is worse than the Nazis, that`s what you just said, Sir&#8221;</p>
<p>Keen: &#8220;Even the Nazis didn´t put artists out of work&#8221;</p>
<p>Keens Antwort kann meines Achtens nicht als Nein gewertet werden. Zudem habe ich zur Transparenz das Video angeh&#228;ngt.</p>
<p>Ich habe beim Schreiben abgewogen, ob die im Text stehende Zuspitzung in Ordnung geht. Ich habe mich dann knapp daf&#252;r entschieden. </p>
<p>Ich bedauere, dass hier der Eindruck einer mangelnden Differenziertheit entstanden ist. </p>
<p>Wir werden da in Zukunft noch genauer hinschauen. Vielen Dank f&#252;r den ausf&#252;hrlichen Kommentar.</p>
<p>Robin</p>
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	<item>
		<title>Von: Kai Schächtele</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/comment-page-1/#comment-86</link>
		<dc:creator>Kai Schächtele</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 09:05:21 +0000</pubDate>
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		<description>Auch ich war am vergangenen Donnerstag zu Gast bei Keens Lesung und frage mich seit der Lekt&#252;re des oben stehenden Textes, ob ich wom&#246;glich ein Cisco-Hologramm sah, das einen ganz anderen Vortrag gehalten hat. 

Ich jedenfalls habe Keen nicht als Hassprediger erlebt, der mit der Botschaft &quot;Das Internet frisst die Menschheit&quot; durch die Welt zieht. Sondern als jemanden, der die These vertritt: &quot;Das Internet leistet im Moment einen wesentlichen Beitrag dazu, eine Kostenlos-Kultur zu zementieren, in deren Folge irgendwann niemand mehr wei&#223;, dass man fr&#252;her f&#252;r den Beitrag eines Autoren, f&#252;r einen journalistischen Text oder f&#252;r einen Song tats&#228;chlich noch etwas bezahlt hat.&quot; Insofern verstehe ich Keens Botschaft vor allem als Auftrag, auch den Konsumenten bewusst zu machen, dass jede kulturelle Leistung eines professionellen Autoren, K&#252;nstlers oder Komponisten ein Honorar verdient. Und erst diese Erkenntnis ist die Voraussetzung daf&#252;r, dass auch das Internet einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Fortschritt leisten kann.    

Wenn ich die Idee hinter CARTA richtig verstehe, ist dieses Portal ein Experiment, das beweisen will, dass es geht: hochwertige Texte zu ver&#246;ffentlichen, die gesellschafts- und medienpolitische Debatten begleiten. Aber auch CARTA wird seinen Autoren im Moment noch nicht durch Handelsblatt-Aboanzeigen und ein Base-Banner angemessene Honorare zahlen k&#246;nnen. Insofern argumentieren Sie, Herr Meyer-Lucht, und Andrew Keen nach meinem Eindruck einfach von zwei verschiedenen Enden derselben Debatte. Das kann ja zu konstruktiven Ergebnissen f&#252;hren.

Was mich aber etwas stutzig macht, ist, dass der Text &#252;ber diesen Vortrag mit dem vermeintlichen Keen-Zitat eingeleitet wird, das Internet sei schlimmer als die Nazis. Der verlinkte Film zeigt, dass sich dieser Vergleich aus einem Gespr&#228;ch in einer Comedyshow entwickelt hat, das der Moderator zudem in genau diese Richtung geschubst hat. Angesichts der, sagen wir, kunstvollen Komprimierung dessen, was Andrew Keen eigentlich zu sagen hat, habe ich eine simple Frage: Darf sich gerade dieses Portal nicht ein wenig mehr Differenziertheit gestatten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich war am vergangenen Donnerstag zu Gast bei Keens Lesung und frage mich seit der Lekt&#252;re des oben stehenden Textes, ob ich wom&#246;glich ein Cisco-Hologramm sah, das einen ganz anderen Vortrag gehalten hat. </p>
<p>Ich jedenfalls habe Keen nicht als Hassprediger erlebt, der mit der Botschaft &#8220;Das Internet frisst die Menschheit&#8221; durch die Welt zieht. Sondern als jemanden, der die These vertritt: &#8220;Das Internet leistet im Moment einen wesentlichen Beitrag dazu, eine Kostenlos-Kultur zu zementieren, in deren Folge irgendwann niemand mehr wei&#223;, dass man fr&#252;her f&#252;r den Beitrag eines Autoren, f&#252;r einen journalistischen Text oder f&#252;r einen Song tats&#228;chlich noch etwas bezahlt hat.&#8221; Insofern verstehe ich Keens Botschaft vor allem als Auftrag, auch den Konsumenten bewusst zu machen, dass jede kulturelle Leistung eines professionellen Autoren, K&#252;nstlers oder Komponisten ein Honorar verdient. Und erst diese Erkenntnis ist die Voraussetzung daf&#252;r, dass auch das Internet einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Fortschritt leisten kann.    </p>
<p>Wenn ich die Idee hinter CARTA richtig verstehe, ist dieses Portal ein Experiment, das beweisen will, dass es geht: hochwertige Texte zu ver&#246;ffentlichen, die gesellschafts- und medienpolitische Debatten begleiten. Aber auch CARTA wird seinen Autoren im Moment noch nicht durch Handelsblatt-Aboanzeigen und ein Base-Banner angemessene Honorare zahlen k&#246;nnen. Insofern argumentieren Sie, Herr Meyer-Lucht, und Andrew Keen nach meinem Eindruck einfach von zwei verschiedenen Enden derselben Debatte. Das kann ja zu konstruktiven Ergebnissen f&#252;hren.</p>
<p>Was mich aber etwas stutzig macht, ist, dass der Text &#252;ber diesen Vortrag mit dem vermeintlichen Keen-Zitat eingeleitet wird, das Internet sei schlimmer als die Nazis. Der verlinkte Film zeigt, dass sich dieser Vergleich aus einem Gespr&#228;ch in einer Comedyshow entwickelt hat, das der Moderator zudem in genau diese Richtung geschubst hat. Angesichts der, sagen wir, kunstvollen Komprimierung dessen, was Andrew Keen eigentlich zu sagen hat, habe ich eine simple Frage: Darf sich gerade dieses Portal nicht ein wenig mehr Differenziertheit gestatten?</p>
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		<title>Von: Schmidt mit Dete &#187; Andrew Keen in Ilmenau</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/comment-page-1/#comment-84</link>
		<dc:creator>Schmidt mit Dete &#187; Andrew Keen in Ilmenau</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 23:21:17 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Europa unterwegs; einen Auftritt einige Tage vorher in Berlin hat bspw. Robin Meyer-Lucht besucht (und keine freundlichen Worte gefunden). Ohne dass ich ihn dort geh&#246;rt oder sein Buch gelesen h&#228;tte: Der Vortrag in Ilmenau schien mir [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Europa unterwegs; einen Auftritt einige Tage vorher in Berlin hat bspw. Robin Meyer-Lucht besucht (und keine freundlichen Worte gefunden). Ohne dass ich ihn dort geh&#246;rt oder sein Buch gelesen h&#228;tte: Der Vortrag in Ilmenau schien mir [...]</p>
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